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Einweihung : Große Bühne für eine kreative Schule

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Der Kinderliedermacher Fredrik Vahle weiht an der Grundschule Barkelsby ein neues Amphitheater ein. Zugleich werden Eltern und Familien die Ergebnisse der Projektwoche zur Schulhofgestaltung vorgestellt.

Amphitheater, überdachter Lehmbackofen, Kräuterspirale, Unterkünfte für Insekten, Vögel und Fledermäuse und Schmetterlingsblumenbeete – der neu gestaltete Schulhof der Grundschule Barkelsby ist ein Erlebnishof geworden. Gestern wurde die Anlage in Begleitung des Kinderliedermachers Fredrik Vahle offiziell eingeweiht.

Und Vahle zog alle Register, beziehungsweise griff zu all seinen mitgebrachten Instrumenten. Ob Ukulele, Gitarre, Pfeife oder Hände und Stimme, die Kinder auf den bis zum letzten Platz gefüllten Rängen des Amphitheaters waren begeistert. Das war Vahle, der auch seine Klassiker „Anne Kaffeekanne“, das „Katzentanzlied“, „Der Spatz“ und „Der Hase Augustin“ sang, auch. Er habe selten eine Schule mit so einer schönen Anlage gesehen, sagte er. Die Akustik war klasse, dass Publikum noch besser.

Herzstück des Pausenhofes ist das neue Amphitheater, das die Gemeinde als Schulträger in den Sommerferien von Profis bauen ließ (wir berichteten). Rund 25 000 Euro waren in die Umgestaltung und Nebenarbeiten investiert worden.

Schulleiter Klaus Düllmann dankte der Gemeinde für ihren großen Einsatz für die Schule. „Unsere Schüler werden die Anlage jetzt mit Leben füllen“, sagte er und richtete seinen Dank auch an die anwesende Gammelbyer Bürgermeisterin Marlies Thoms-Pfeffer und Looses Bürgermeister Gerd Feige sowie, in Abwesenheit, an Altbürgermeister Wolf-Dieter Ohrt.

Oliver Nießler dankte als amtierender erster stellvertretender Bürgermeister auch im Namen von Bürgermeister Fritz Blaas für das, was in der zurückliegenden Projektwoche geschaffen wurde. Und er sicherte der Schule zu, ihre Belange würden in der Gemeindevertretung stets wohlwollend bedacht. „Bleiben sie auf diesem kreativen und konstruktiven Weg“.

Der Bau des Amphitheaters war aber nur der Anfang. In der zurückliegenden Projektwoche unter dem Titel „Unser Schulhof“ griffen die 115 Schüler selber zu Werkzeugen, Pinseln, Schaufeln und Lehm und schufen viele nachhaltige und ökologisch wertvolle Nischen für Kinder und Tiere. Schulleiter Düllmann war begeistert, wie seine Schüler sich handwerklich einbrachten.

Zwölf Projekte gab es, jedes Kind konnte ein Projekt für die ganze Woche wählen. „In so einer Woche können wir besonders die Schüler fördern, die handwerklich und praktisch viel Potenzial haben“, sagte Düllmann bei einem Rundgang. So nannte er Jacob, der in der Gruppe „Kräuterspirale“ ausdauernd Erde ohne Ende bewegte und John, der sich als Werkzeugfachmann erwies, und in der Gruppe „fleißige Tischler“ rohes Fichtenholz für den Bau eines Schutzdaches für einen Lehmbackofen bearbeitete.

Damit in allen Gruppen die Arbeiten leicht von der Hand gingen und auch das fachliche Wissen berücksichtigt wurde, betreuten je zwei Erwachsene die Projekte. Mit seinem Kollegium hätte er das nicht leisten können, räumte Düllmann ein. Daher war er sehr froh, dass wieder viele Eltern die Woche über halfen. Doch auch das hätte nicht gereicht, so Düllmann, der dank einer Förderung durch die Umweltlotterie Bingo-Lotto weitere Fachkräfte für eine geringe Aufwandtentschädigung gewinnen konnte. Über den Gärtner Andreas Makus, er bereut das Gartenprojekt der Schule mit dem Biohof Boll und baute mit den Kindern ein Hügelbeet, kamen weitere Kontakte zustande. So begleitete Katharina Mühlich den Bau des Lehmbackofens, Rüdiger Ziegler die Bepflanzung der Amphitheaterabhänge, Karen Löwenstrom kümmerte sich mit Andreas Flaig um die Holzüberdachung des Lehmofens und Katrin Ohlsen gestaltete mit einer Gruppe Schutzzäune für die Heckenneuanpflanzung oberhalb des Amphitheaters.

Und während in verschiedenen Klassenräumen Insektenhotels, Fledermaus- und Vogelkästen gebaut wurden, sorgte eine weitere Gruppe für Farbe. Sie bemalten den Schuppen. Man hätte alles machen lassen können, räumte Düllmann ein, aber dann wäre es nicht der Schulhof der Kinder geworden. So hätten sich alle eingebracht und würden einen engeren Bezug zu ihrer Schule haben.

Insgesamt stellte die Umwelt-Lotterie 4800 Euro zur Verfügung, da bei der Umgestaltung ökologische und nachhaltige Projekte geschaffen wurden, so Düllmann. Unterstützung bekam die Schule auch von Landwirten aus dem Ort und besonders Marc Quade aus Holzdorf, der Mutterboden, Kies und Feldsteine anlieferte. Heute werden die Arbeiten abgeschlossen.

 

 

 

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erstellt am 13.Sep.2013 | 06:00 Uhr

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