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Neue Eventideen : Großdisco in Eckernförde: Nach 32 Jahren Abschied vom K7

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Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Am Samstag steigt die große Abschiedsparty in der Großdisco. Henning und Claus-Christian Franz wollen im Spätsommer an gleicher Stelle ein Erlebnis- und Unterhaltungszentrum eröffnen.

Eckernförde | Generationen junger Menschen haben sich im K7 getroffen, getanzt, kennengelernt und nicht selten den Bund fürs Leben geschlossen, wie Betreiber Henning Franz berichtet. Heute, 32 Jahre nach der Eröffnung, schließt der Hotelier, Gastronom und Discothekenunternehmer seine Großdisco in Eckernförde – eine Ära geht zu Ende. Am Samstag steigt dort ab 22 Uhr die große Abschiedsparty, dann ist erstmal dicht.

Aber nicht für immer: Henning Franz und sein Sohn Claus-Christian (45), Betriebsleiter im K7, planen im Spätsommer an gleicher Stelle einen offenbar spektakulären Neubeginn als „Erlebnis- und Unterhaltungszentrum mit einer großen Sensation, die für Aufsehen sorgen wird“, in dem auch getanzt werden kann. Viel mehr lassen sich Vater und Sohn nicht entlocken, sie wollen ihre Innovation nicht vorzeitig preisgeben. Nur, dass ein Container aus Südostasien auf dem Weg nach Eckernförde ist, dessen Inhalt wesentlicher Bestandteil der neuen Vergnügungsstätte werden soll. „Wir werden weiter tanzen und Spaß haben“, verspricht Henning Franz.

Aus dem K7 soll ein Erlebnis- und Unterhaltungszentrum werden.  Fotos: Kühl
Aus dem K7 soll ein Erlebnis- und Unterhaltungszentrum werden. Foto: Gernot Kühl
 

K7 – der erste Buchstabe des Straßennamens Kolm und die Hausnummer, so einfach wie überzeugend hat Henning Franz 1985 eine neue Marke geboren. Aus seinem damaligen Kolmhuus, ein Restaurant mit Bowling- und Kegelbahn, hat er eine über die Jahrzehnte landesweit angesagte Großraumdisco gemacht. „Herkömmliche Discotheken haben ihren Reiz verloren, der Markt hat sich verändert“, sagt der mit 72 Jahren sehr erfahrene Unternehmer, der vor dem K7 schon das legendäre „Nadasch“ geführt hat. „Früher gingen die Leute zweimal die Woche aus, heute nur eineinhalb Mal im Monat“, weist er auf die gesellschaftlichen Veränderungen hin. Die einst stolzen Besucherzahlen von bis zu 3000 pro Abend sind im Laufe der Jahre stark zurückgegangen.

Früher hätten die Discos alles geboten – kennenlernen, Erfahrungsaustausch, Musik hören, tanzen – „heute hat bis auf das Tanzen das Smartphone all diese Funktionen übernommen“, sagt der Senior. „Einfach die Discotür aufzumachen, ist den Besuchern heute zu langweilig, sie wollen mehr erleben“, sagt der Junior. Als Unternehmer müsse man auf solche Veränderungen reagieren und sich selbst neu erfinden, sind Henning und Claus-Christian Franz überzeugt.

Und das haben sie in den vergangenen Monaten auch getan. Sie haben den europäischen und den US-Markt studiert, neue Ideen gesammelt und für Eckernförde ein deutschlandweit „einzigartiges Projekt“ entwickelt. „Die Idee ist so abstrus“, deutet Claus-Christian Franz den außergewöhnlichen Charakter der neuen Unternehmensidee an. Sein Vater ergänzt: „Menschen wollen Menschen treffen und nicht nur Roboter, Einsamkeit macht verrückt“. Und so darf man davon ausgehen, dass ihr neues Erlebnis- und Unterhaltungszentrum die persönliche Begegnung von Menschen unterschiedlichen Alters in den Mittelpunkt stellt und das Ganze mit einem Konzert-, Unterhaltungs- und Erlebnismix umspannt. Umbauten sind erforderlich, sollen sich aber nach Auskunft der Unternehmer in Grenzen halten, auch das Außengelände soll einbezogen werden. „Die Ideen sind das Kapital“, sagt Claus-Christian Franz.

Heute allerdings soll noch einmal richtig gefeiert werden im alten K7. „Ich hoffe, die Hütte wird voll“, sagt Henning Franz. Fast alle Getränke gibt’s für 2 Euro, die DJs laufen ab 22 Uhr zur Höchstform auf. Am Sonntag ist dann endgültig Schluss mit dem K7, aus dem Bestand bleibt nur die große Spielhalle „win2cash“ eine Tür weiter erhalten, alles andere wird neu gestaltet.

Die Zukunft im neuen Erlebnis- und Unterhaltungszentrum am Kolm beginnt in drei, vier Monaten, man darf gespannt sein.

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erstellt am 10.Jun.2017 | 06:02 Uhr

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