Großbrand bedroht Biogasanlage

Drehleiter aus Eckernförde im Einsatz: In einer Scheune auf einem Bauernhof in Ahlefeld-Bistensee  brannten in der Nacht zum Sonnabend Strohballen.  Foto: feuerwehr, Brien
Drehleiter aus Eckernförde im Einsatz: In einer Scheune auf einem Bauernhof in Ahlefeld-Bistensee brannten in der Nacht zum Sonnabend Strohballen. Foto: feuerwehr, Brien

Strohballen in Flammen lösen Explosionsgefahr aus / Neun Freiwillige Feuerwehren bringen Großbrand nach zwei Stunden unter Kontrolle

shz.de von
14. Januar 2013, 07:28 Uhr

Ahlefeld-Bistensee | Das hätte in einer Katastrophe enden können: Direkt neben der Biogasanlage in Ahlefeld-Bistensee brannten in der Nacht zum Sonnabend 40 Strohballen. Die Flammen bedrohten das hochexplosive Gebäude. Auch das nur wenige Meter entfernte Wohnhaus stand in Windrichtung der Funken. Neun Wehren kämpften mit 90 Kameraden gegen die Gefahr und konnten nach zwei Stunden das Feuer unter Kontrolle bringen.

Der Brand war gegen 23.30 Uhr ausgebrochen und kurz darauf von Nachbarn gemeldet worden. Die Flammen loderten schon hoch in den Himmel. Beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte aus Ahlefeld-Bistensee und Owschlag brannten die halboffene Scheune mit einer Photovoltaikanlage auf dem Dach, die darin gelagerten Strohrundballen und landwirtschaftlichen Geräte lichterloh.

"Löschkräfte haben die Biogasanlage kurz nach unserem Eintreffen sofort mit Wasser berieselt. Die Wärmestrahlung war schon sehr hoch", sagte Kreisbrandmeister Mathias Schütte. Es bestand akute Explosionsgefahr. Daher wurden weitere Wehren alarmiert. Im Einsatz waren Kameraden aus Ahlefeld-Bistensee, Owschlag, Norby, Groß Wittensee, Borgstedt, Eckernförde, Ascheffel, Brekendorf und Holzbunge.

"Stroh brennt mit einer hohen Qualmentwicklung", erklärt Siegfried Brien, stellvertretender Pressewart im Kreisfeuerwehrverband Rendsburg-Eckernförde. "Daher war in diesem Fall eine besonders hohe Zahl von Atemschutzträgern notwendig." Diese Spezialisten können nach Angaben von Siegfried Brien nicht unbegrenzt arbeiten und müssen spätestens nach einer Stunde von weiteren Kräften abgelöst werden. "Denn nach dem Verbrauch von zwei Flaschen mit Atemluft, die jeweils für rund 20 Minuten reichen, müssen die Männer eine Pause machen und sich dann mindestens acht Stunden lang erholen."

Durch den massiven Wassereinsatz konnten die Feuerwehrmänner ein Ausbreiten des Feuers verhindern und die Biogasanlage schützen. Die Scheune dagegen war nicht mehr zu retten. "Etwa 75 Prozent der Halle sind zerstört", berichtet der stellvertretende Pressewart. Gegen 1.30 Uhr seien die Flammen eingedämmt gewesen und "Feuer schwarz" wurde gegen drei Uhr gemeldet. "Die Aufräumarbeiten dauerten allerdings noch bis in den frühen Morgen an", sagt Brien.

Die Brandursache und Schadenshöhe sind noch unbekannt. Die Kripo Eckernförde hat noch in der Nacht Ermittlungen aufgenommen und den Brandort beschlagnahmt. Verletzt wurde niemand. Das Vieh blieb ebenso unbeschadet.

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