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Eckernförder Zeitung

19. August 2017 | 00:07 Uhr

Konzerterlebnis : Großartiges Konzert

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Kantatenkonzert in Altenholz unter Leitung von Susanne Schwerk

Ein wunderbares Kantatenkonzert erwartete die Besucher im Eivind-Berggrav-Zentrum – ein Sonntagabend mit faszinierendem Programm. Die Altenholzer Kirchenmusikerin Susanne Schwerk – Leiterin der Stifter Kantorei und des Orchesters – hatte beizeiten für hervorragende Solisten gesorgt: Aus den eigenen Reihen standen Friedrich Eggers und Henrich Schwerk (Tenor), Nikolaus Krause und Sönke Tams Freier (Bass) bereit, dazu kamen Tom Sheibels (Trompete) und Roman Reichel an der Orgel. Mit der Sopranistin Mechthild Weber aus Hamburg hat man noch einen besonderen Gast mit strahlender Stimme und intensiven Ausdrucksmöglichkeiten dazu gewinnen können. Sie verlieh mit ihrem hohen, lyrischen – oft schmelzenden Sopran den Kantaten besonderen Glanz.

„Wer nur den lieben Gott lässt walten“, Kantate von Felix Mendelssohn Bartholdy, eröffnete den Abend und zeigte gleich zu Beginn, wie überzeugend Susanne Schwerk das Dirigat übernahm, Chor und Streicher mit leichter Hand lenkte und der großen Stimme der Sopranistin viel Raum gab. Da lauschte man verzaubert, folgte den schwindelerregenden Coloraturen und war betört von so viel sanfter Wiedergabe – auch in den höchsten Passagen. Unter dem gleichen Titel folgte ein Orgelchoral von Johann Sebastian Bach und leitete über zu Bachs „Jauchzet Gott in allen Landen“ – eine Kantate für Sopran, Trompete und Streichorchester.

Tom Sheibels ließ seine Trompete lupenrein viel festliche Atmosphäre verbreiten, und das Streichorchester umhüllte alles mit einem satten Klangteppich. Auch hier übertrug Mechthild Webers Stimme geistliches Besinnen, Bedenken, schließlich überwältigendes Jubeln wohl bis zu jedem Zuhörer – „Halleluja!“ Doch damit nicht genug – der Höhepunkt des Konzertabends sollte erst noch folgen. Mit dem 42. Psalm „Wie der Hirsch schreit nach frischem Wasser“, ebenfalls komponiert von Mendelssohn Bartholdy für Soli, Chor und Orchester, wurden alle mitgerissen – die Sänger und Instrumentalisten schienen über sich hinauszuwachsen, die Intensität der Darbietung nahm zu, Emotionen schwangen sich frei … und wenn Mechthild Weber im Quintetto so rührend und klagend fragt „… betrübt ist meine Seele mir, warum hast du meiner vergessen?“ dann war wohl jeder Zuhöhrer tief ergriffen.

 

 

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erstellt am 10.Sep.2013 | 06:26 Uhr

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