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Bundesweiter Auftrag : Größere Halle und neue Arbeitsplätze

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Die Basisgemeinde Wulfshagenerhütten hat ihre neue Produktions- und Lagerhalle eingeweiht. Sie produziert für ein bundesweites Projekt mit der DAK Gesundheit Holzspielzeug.

Tüttendorf | Rund 100 Gäste, darunter auch Amtsdirektor Matthias Meins vom Amt Dänischer Wohld, hatten sich am Freitagnachmittag auf dem Gelände der Basisgemeinde Wulfshagenerhütten eingefunden, um gemeinsam die Einweihung der neuen Produktions- und Lagerhalle zu feiern. Die Basisgemeinde ist eine christliche Lebens- und Arbeitsgemeinschaft für Menschen, die miteinander leben und Holzspielzeug herstellen.

In enger Zusammenarbeit mit der Wirtschaftsförderung des Kreises Rendsburg-Eckernförde hatten sich die Geschäftsführer der Genossenschaft, Christoph Bähner und Bernd Meyer-Stromfeldt, für die neuen Räumlichkeiten eingesetzt, für die ein ungenutztes Wohnhaus aus Gutszeiten abgerissen werden musste. Bereits im Juni des vergangenen Jahres waren sie mit Prokurist Stephan Lubomierski von der Wirtschaftsförderung in Kontakt getreten, um sich über Zuschüsse aus der Landeskasse für ihr Projekt zu informieren.

„Dabei müssen einige Konditionen erfüllt werden“, erklärte Stephan Lubomierski in seiner Ansprache. Das Vorhaben müsse in die Landesstrategie passen und mindestens vier neue Arbeitsplätze schaffen. „Aber auch der überregionale Absatz spielt bei der Entscheidung eine wichtige Rolle“, sagte er. Das Konzept von Christoph Bähner und Bernd Meyer-Stromfeld sei jedoch so stimmig gewesen, dass sechs Wochen nach dem Antrag bereits die Zusage erteilt wurde. Damit wurde eine Förderung möglich, die in die Halle, neue Maschinen und den Bürobereich fließen sollen. Das Landesprogramm Wirtschaft hat außerdem einen Zuschuss von 60  000 Euro gewährt. Insgesamt belaufen sich die Kosten für die Halle inklusive neuer CNC-Maschine und Späne-Ofen auf geschätzte 300  000 Euro.

Schon seit den 80er-Jahren wird auf dem ehemaligen Gut vor allem hochwertiges Spielzeug aus Massivholz hergestellt. Dazu gehören auch Podeste, Stangen und Rutschen, die meistens an Kindergärten verkauft werden. „Wir haben überall in Europa Kunden“, so Christoph Bähner. „Nachhaltigkeit ist ein zentrales Element unserer Philosophie“, sagte Bernd Meyer-Stromfeldt. Auch wenn es einen höheren Aufwand bedeute, werde nur Holz aus Mitteleuropa verwendet. „Wir beziehen kein Holz aus Übersee oder aus den Tropen.“ Der am weitesten entfernte Lieferant von Holzplatten sei ein Familienunternehmen in Kroatien. „Der persönliche Kontakt mit allen beteiligten Unternehmen ist uns ein wichtiges Anliegen.“

Amtsdirektor Matthias Meins lobte das gute Verhältnis zwischen den Bürgern aus den umliegenden Gemeinden und der Basisgemeinde, die auch über 20 Menschen in ihrer Werkstatt beschäftigt, die nicht zur Gemeinschaft gehören. Als einer der größten Arbeitgeber vor Ort spiele die Basisgemeinde eine wichtige Rolle in der Region. „Das Investitionsprojekt bringt wirtschaftliches Wachstum“, so Stephan Lubomierski.

Notwendig war der Ausbau der Produktions- und Lagerkapazitäten geworden, nachdem die DAK Gesundheit nach positiven Erfahrungen im kleineren Rahmen die Basisgemeinde für ein umfangreiches Projekt mit pädagogischen Bestandteilen gewinnen wollte. Diese Möglichkeit wollten Bernd Meyer-Stromfeldt und Christoph Bähner nicht ungenutzt verstreichen lassen. Für die nächsten drei Jahre wird die Gemeinschaft in Zusammenarbeit mit der Krankenkasse überall in Deutschland Projekte und Fortbildungen anbieten, die auch mehr Geräte erfordern. Diese sollen in der neuen Halle hergestellt und zwischengelagert werden. Auch eine zweite CNC-Maschine, die mit modernster Steuerungstechnik in der Lage ist, Werkstücke mit hoher Präzision auch für komplexere Formen herzustellen, ist bereits auf dem Weg. Das Geld für das umfangreiche Projekt hat die Evangelische Bank zur Verfügung gestellt. „Die Zusammenarbeit war sehr unkompliziert“, so Christoph Bähner, der auch einen interaktiven Internet-Shop für die Produkte plant.

Gemeinsam mit den Besuchernwurde gegrillt und ab 20 Uhr getanzt. Für die Kinder gab es zahlreiche Angebote, und der Gospelchor Get Spirit aus Gettorf sorgte für musikalische Unterhaltung. Wer wollte, konnte bei einer Führung oder im Alleingang auch die Werkstatt besichtigen.

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erstellt am 19.Jun.2017 | 05:23 Uhr

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