zur Navigation springen
Eckernförder Zeitung

17. Dezember 2017 | 09:36 Uhr

Naturfilm-Festival : Green Screen wird flügge

vom

Erste Präsentation des Festivals im Ausland. Nantes an Kooperation interessiert. Jährlich europäische Umwelthauptstadt als Vorführstandort im Visier.

shz.de von
erstellt am 31.Mai.2013 | 07:34 Uhr

eckernförde | Das Internationale Naturfilmfestival Green Screen hat kaum Laufen gelernt, da sieht es sich auch schon in der weiten Welt um: Festivalleiter Gerald Grote hat erste Kontakte geknüpft, um mit Green Screen jedes Jahr in den jeweiligen europäischen Umwelthauptstädten präsent zu sein.

Erst am vergangenen Wochenende war er mit Büromitarbeiter Markus Behrens in der diesjährigen Umwelthauptstadt Nantes in Frankreich. Dort haben sie sechs Filme gezeigt, die bei den letzten Festivals liefen, darunter französische und deutsche Produktionen in französischsprachiger Fassung. Die Verbindung war über die Schleswig-Holsteinische Filmförderung zustande gekommen, die jedes Jahr im November bei einem deutsch-französischen Festival Filmschaffende aus dem Land zwischen den Meeren mit ihren Werken präsentiert. "Beim Gespräch, wie man Green Screen dabei berücksichtigen könnte, kam die Sprache auch auf die diesjährige europäische Umwelthauptstadt Nantes und das deutsch-französische Kulturzentrum", erzählt Gerald Grote.

Insgesamt saßen Grote und Behrens 37 Stunden für die Hin- und Rückreise im Zug, ihr Aufenthalt in Nantes dauerte 40 Stunden, stets begleitet vom Leiter des deutsch-französischen Kulturzentrums in Nantes, der auch dolmetschte. Die Filme seien gut besucht worden, so Gerald Grote, der von einem großen europäischen Finanztopf für die jeweilige Umwelthauptstadt sprach und schon seine Fühler nach regelmäßigen Auftrittmöglichkeiten ausgestreckt hat. Er ist optimistisch: "Die nächste europäische Umwelthauptstadt ist Kopenhagen. Ich sehe gute Chancen wieder dabei zu sein." Sicher werde die schleswig-holsteinische Kulturministerin Anke Spoorendonk, die auch ihr Kommen für das Festival vom 5. bis 9. September zugesagt habe, das Vorhaben unterstützen. Und mit der sh:z-Tour durch 14 Städte Schleswig-Holsteins - plus die dänischen Städte Apenrade und Sonderburg - unterhalte man schon eine grenzüberschreitende Zusammenarbeit. Zusätzlich will er einen dänischen Komponisten ins Boot holen, der vor drei Jahren den Green-Screen-Preis für die beste Filmmusik gewonnen hat.

Für Green Screen würde das einen beträchtlichen Werbe-Schub bedeuten - mit ungeahnten Folgen. Die Stadt Nantes zum Beispiel überlege zurzeit, ob sie nicht jedes Jahr mit Green Screen zusammenarbeiten soll. "Wir könnten auf diese Weise ein internationales Netz spannen", so Grote. Die Vizepräsidentin für internationale Beziehungen der Region Nantes, Karine Daniel, will auf jeden Fall versuchen, im September nach Eckernförde zum Naturfilmfestival zu kommen, nachdem auch schon ein französischer Filmemacher vom Charme des Festivals an der kleinen Stadt an der Ostsee schwärmte.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen