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Mehr Filme, mehr Veranstaltungen : Green-Screen-Team sucht neue Helfer

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Das wachsendes Naturfilmfestival braucht eine weitere Unterstützung durch ehrenamtliche Helfer. Bedarf gibt es vor allem im Bereich Kinokassen und Technik.

Eckernförde | Eckernförde wird immer grüner. Das liegt weniger an der wegen der Kälte nur sehr behäbig in Gang kommenden Vegetation, sondern vielmehr am immer präsenter werdenden Internationalen Naturfilmfestival Green Screen. In diesem Jahr steht vom 14. bis 18. September das 10. Festival auf dem Programm. Ein runder Green Screen-Geburtstag, auf den sich alle freuen.

Auch das ehrenamtliche Helferteam. Jeder einzelne der rund 100 Helfer ist ein Festivalmacher im wahrsten Sinne des Wortes. Denn ohne die breit gestreute, engagierte Hilfe wäre Green Screen nicht möglich. Erkannt hat den besonderen Stellenwert des Helferteams nicht zuletzt Inge Sielmann, die Witwe des legendären Naturfilmers Heinz Sielmann: Sie vergab den mit 5000 Euro dotierte Heinz-Sielmann-Preis 2011 an den Green Screen-Förderverein mit allen ehrenamtlichen Helfern.

Seitdem dürfen sie den Ehrentitel „preisgekrönt“ tragen, was zwar beflügeln mag, aber niemanden abheben lässt. Und dieses Team sucht weitere Helfer, weil das Festival immer größer wird und die Aufgaben, die ehrenamtlich zu leisten sind, immer weiter zunehmen. Die steigende Zahl an Veranstaltungen, auch zusätzliche Angebote wie das Kirchenkino, Aufführungen in Sonderburg und eine Kinowoche in Kiel müssen mit ehrenamtlichen Helfern besetzt werden.

Auch in diesen Tagen waren wieder Helfer gefragt – ein Mitglied der Nominierungsjury musste am vergangenen Sonnabend vom Hamburger Flughafen abgeholt und gestern Morgen wieder hingefahren werden. Zudem finden bereits in diesen Wochen erste Vorbereitungstreffen für das 10. Festival statt. Im Ticketing beispielsweise zählt das Ehepaar Heike und Ulrich Cramer zu den „Früh-Aktiven“. Ab Mai / Juni beginnen unter ihrer Regie die Vorbereitungen für den Kartenvorverkauf, der am 8. August im Stadthotel freigeschaltet wird. Etwas später steigen dann die anderen Bereiche – Kinokassen, Technik, Moderation und Gala – in die Vorbereitungsphase ein. Alle Abteilungen sind gut durchstrukturiert und werden von Teamkoordinatoren geleitet. Die Kinokassen hat Sabine Wilkens-Detlefsen unter ihre Fittiche genommen. Die Rollstuhlfahrerin mit Hund (St.) Pauli ist seit fünf Jahren im Helferteam. Sie liebt Naturfilme, hält das Festival für unterstützenswert und schätzt auch das zeitlich befristete Engagement von Juni bis September. „Es macht einen Riesenspaß“, sagt sie. Während der Festivaltage ist voller Einsatz an allen fünf Tagen gefragt. Sechs Kinokassen sind von 9 bis 20 Uhr mit jeweils zwei Helfern zu besetzen. Über 30 Helfer wechseln sich ab und übernehmen die Schichten. Da in diesem Jahr wegen der Eröffnung bereits am Mittwoch auch der Donnerstag als Filmtag hinzukommt, werden weitere Helfer gebraucht. Sabine Wilkens-Detlefsen macht allen Interessierten Mut. „Es läuft alles total unkompliziert.“ Bis zu zehn weitere Helfer könnte sie in ihrem Team gut gebrauchen.

Eine der Jüngsten im Team ist Phaena Foelz. Die 19-Jährige war 2013 als Zuschauerin bei Green Screen, war von der anregenden Atmosphäre begeistert, schloss sich im Jahr darauf dem Helferteam an und arbeitet im Ticketing und an den Kinokassen - mit wachsender Begeisterung.

Volker Müller ist der Mann für die Technik. Überall dort, wo die Naturfilme gezeigt werden, sind er und seine Teams im Einsatz. 150 Veranstaltungen mit 14 Helfern in sieben Teams, so sieht seine Rechnung aus. Zwar „auf Kante genäht“, aber noch geht sie auf. Die Ausfallrate ist verschwindend gering, die Filmvorführer haben bis jetzt noch jedes technische Problem in den Griff bekommen. Neuerdings laufen die Filme direkt von der Festplatte der Notebooks. Und zur Sicherheit zeitversetzt auf Blue Ray. Die Festplatten sind exakt vorbereitet, enthalten Ablaufpläne und genaue Spielzeiten, so dass eigentlich kaum etwas passieren kann. Eigentlich. Und doch gibt es auch den einen oder anderen Fall, wo es Probleme gibt, aber für alle gab es auch Lösungen. „Es funktioniert immer, trotz kleiner Pannen“, sagt Volker Müller. Carsten Füg aus dem Festivalbüro und Pressesprecher Michael van Bürk kennen die Rückmeldungen der Profis und Filmemacher: „Das geht an die Professionalität heran“, gibt’s Lob von höchster Stelle. Sogar der Profi-Dienstleister Outdoor Cine aus Kiel freut sich bei Engpässen über Unterstützung aus dem Technikteam von Green Screen. Jürgen Tiedge, Ur-Münchener und seit 2009 Wahl-Eckernförder, hat sich 2010 dem Müller-Team angeschlossen. Als Elektrotechniker fühlt er sich fachlich dort am wohlsten. Auch er schätzt das funktionierende Uhrwerk, den Austausch mit den kollegen, den Filmemachern und dem Publikum. „Wir haben noch nie einen falschen Film abgespieltt, einmal war einer falsch beschriftet, das haben wir aber rechtzeitig entdeckt“, blickt er zurück.

Pro gezeigtem Film werden fünf bis sieben Helfer benötigt: zwei bis vier an der Kasse, zwei für die Technik und ein Moderator. Der Einsatz Einzelner ist enorm, die Festivalorganisatoren könnte daher vor allem im Bereich Kinokassen und Technik noch weitere Helfer gebrauchen. Wer sich angesprochen fühlt und mitarbeiten möchte, kann sich an das Green Screen-Büro, Frau-Clara-Straße 18, Telefon 04351/ 470043 wenden. Eine gute Gelegenheit, alle Helfer kennenzulernen, gibt es zudem beim Helfertreffen Ende Mai, der genaue Termin wird noch bekanntgegeben.

>www.greenscreen-festival.de

 

 

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erstellt am 29.Apr.2016 | 06:41 Uhr

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