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Festivaleröffnung : Green Screen steht Land „gut zu Gesicht“

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Bei der Eröffnung des 8. Internationalen Naturfilmfestivals ging Landtagspräsident Klaus Schlie vorsichtig auf die Hoffnungen der Festivalmacher auf Fördermittel ein: „Die finanzielle Grundlage muss erweitert werden.“

shz.de von
erstellt am 05.Sep.2014 | 06:31 Uhr

Die Stadt ist wieder grün: Das Internationale Naturfilmfestival Green Screen beherrscht das Geschehen. Noch bis Montag werden über 80 lange Produktionen und zusätzlich zahlreiche Kurzfilme in sechs Spielstätten gezeigt. Filmemacher aus zehn Nationen sind angereist, darunter aus Kanada, Großbritannien, Südafrika, Ungarn, Japan, Italien und Österreich. Auch aus Nigeria wurde gestern Besuch erwartet.

Und aus Kiel: Der Präsident des Schleswig-Holsteinischen Landtages Klaus Schlie ist gestern Abend bei der Eröffnungsfeier des 8. Internationalen Naturfilmfestivals Green Screen in der Stadthalle vorsichtig auf die Hoffnungen der Festivalmacher und der Stadt auf Fördermittel eingegangen: Man müsse sich gemeinsam engagieren, die „finanzielle Grundlage des Festivals muss erweitert werden“, um den Effekt der Strahlkraft ins ganze Land zu erhalten und auszubauen. Dem war ein Gespräch im Rathaus vorausgegangen. Gleichzeitig betonte der Landtagspräsident, dass er nicht der Entscheidungsträger für finanzielle Zusagen sei. Dennoch: Die Hoffnungen der Green-Screen-Macher dürften damit aufblühen.

Vor allem einen Menschen als prägende und gestaltende Kraft des Festivals hob Schlie in seiner Rede hervor: Festivalleiter Gerald Grote, der gewohnt humorvoll durch den Abend führte und wieder für gute Stimmung unter den Besuchern sorgte. Aus bescheidenen Anfängen heraus habe er ein international bekanntes und vor allem unter Fachleuten anerkanntes Filmfestival in Eckernförde zum Leben erweckt. Besonders lobte der Landtagspräsident die vielen Unterstützer des Festivals: „Ohne diese Unterstützer, ohne Verbündete, wäre das Festival nicht das, was es heute ist. Man braucht verlässliche Partner und engagierte Mitstreiter, die nicht nach Stechuhr arbeiten oder aus materiellen Anreizen heraus an eine Sache herangehen, sondern Gleichgesinnte, die mit Herz und Hand an einem Projekt hängen.“

Auch der Standort sei genau der richtige, nicht zuletzt, weil Eckernförde für sein besonderes Umweltbewusstsein mehrfach ausgezeichnet wurde. „Einem Land wie Schleswig-Holstein, das eine wunderschöne Natur zu bieten hat und im Bereich alternativer Energiegewinnung eine Vorreiterrolle einnimmt, steht das Green-Screen-Festival gut zu Gesicht.“ . Das Festival sei in dieser Hinsicht auch ein Beweis dafür, wieviel Potenzial das Land habe. Auf die von den Festivalmachern und -freunden erhofften Fördermittel des Landes kam Klaus Schlie nicht zu sprechen – Green Screen wird sich erneut in Geduld üben müssen.

Ein anderes wichtiges Thema sprach Bürgervorsteherin Karin Himstedt in ihrer Rede an: „Wir alle wissen, was dem Festival immer noch fehlt: ein neues Kino in Eckernförde.“ Zwar sei die Standortentscheidung mit dem Bahnhof getroffen worden, jedoch seien die Planungen noch nicht abgeschlossen. „Genau wie Sie alle wünschte ich mir, es ginge schneller voran. Aber die Stadt Eckernförde hat das nicht alleine in der Hand. Ich kann Ihnen heute nur versichern, dass wir weiterhin alles tun, was in unserer Macht steht.“

Karin Himstedt gratulierte der Sielmann-Stiftung zu ihrem 20-jährigen Bestehen und wünschte Inge Sielmann und Jochen Hillers eine baldige Genesung. Sowohl die Witwe der Naturfilmlegende Heinz Sielmann, die beim Green-Screen-Festival den mit 5000 Euro dotierten Heinz-Sielmann-Preis verleiht, als auch der Vorsitzende des Fördervereins und „unermüdlicher Motor“ des Festivals konnten aus gesundheitlichen Gründen erstmals nicht dabei sein.

Nicht zuletzt dankte die Bürgervorsteherin den über 100 Freiwilligen für ihr Engagement. Sie verriet, dass Green Screen eine Partnerschaft mit dem dänischen Sonderburg anstrebe. „Unser Bürgermeister reist noch im September mit einer Delegation dorthin, und es werden dort Siegerfilme gezeigt.“

Bevor es für die mehr als 400 Gäste zu Gesprächen bei Leckereien und Getränken ins Stadthallenrestaurant ging, zeigte Green Screen den Film „Australien – Das Abenteuer“ von Regisseur Heiko de Groot, in dem deutlich wurde, welche Herausforderungen Filmemacher bei ihrer Arbeit meistern müssen.

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