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Das war das Festival : Green Screen bleibt weiter auf der Überholspur

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Das Internationale Naturfilmfestival Green Screen vermeldet einen Rekordbesuch und aktive Sponsoren. So ist das Festival auch im zehnten Jahr gesichert. Von den Filmemacher gab’s viel Lob für die Veranstalter.

Eckernförde | Ein neuer Besucherrekord und die anhaltend hohe Bereitschaft der Sponsoren und Förderer, Green Screen auch finanziell zu unterstützen, haben die Zweifel an der finanziellen Absicherung des Internationalen Naturfilmfestivals beseitigt. Damit steht endgültig fest: Green Screen wird es auch 2016 geben, das Jubiläumsfestival kann kommen. Diese für Eckernförde und das Land Schleswig-Holstein frohe Botschaft verkündeten gestern bei der Abschlusspressekonferenz die Festivalleitung, die Geschäftsführung und der Vorstand des Fördervereins. Wegen der bislang fehlenden festen jährlichen Landesförderung hatten die Festivalmacher die ernsthafte Sorge, dass stetig an Qualität und Quantität gewinnen Internationale Naturfilmfestival in den kommenden Jahren weiter ausrichten zu können. Diese erstmals in so klarer Form öffentlich gemachte Forderung nach einer finanziellen Unterstützung durchs Land hatte die Landesregierung mit Ministerpräsident Torsten Albig und Umweltminister Robert Habeck an der Spitze verärgert (wir berichteten, siehe auch Zitat).

Doch dieses existentielle Problem spielte gestern nicht die Hauptrolle. Die Botschaft lautet: Dieses aus Sicht der Filmemacher und Besucher bisher beste Festival hat neue Maßstäbe gesetzt. Es lebt von seiner Professionalität, mit der die international renommierten Naturfilmer und das Fachpublikum in Eckernförde betreut werden, von der gut funktionierenden Organisation des Büroteams um Geschäftsführer Markus Behrens und dem Einsatz wahrer Heerscharen engagierter Helfer in ihren grünen Shirts, die auch die Filmvorführungen moderieren und sie – vor allem dann, wenn die Filmemacher dabei sind –, zu einem Erlebnis machen. Diese Mischung und die immer wieder spontanen Kontakte zwischen Filmemachern und Zuschauern machen Green Screen zu einem außergewöhnlichen Festival, dessen Reiz sich kaum jemand entziehen kann. Wenn Naturfilmer stehende Ovationen vor vollbesetztem Haus erhalten, begeisterte Kinder spontan ihre Fragen stellen und ein an Wölfen interessierter Junge nach seiner Frage an den Wolfsexperten spontan zu einer Exkursion eingeladen wird – in solchen Momenten entwickelt das Festival seinen besonderen Zauber.

Und da es viele solcher Begebenheit gab und auch die Großveranstaltungen in der Stadthalle – Eröffnung und Preisverleihung mit Büfett und Party – wie am Schnürchen liefen, fühlte sich der Vorstand des Fördervereins um Ulrike Lafrenz und Martin Krohn auch gestern noch „wie auf einer grünen Wolke“. Green Screen sei „noch nie so perfekt gelaufen“, sagte Lafrenz. Pressesprecher Michael van Bürk sieht das genau so. Er hat unter den Filmemachern, Vertretern der Produktionsfirmen und Naturfilmredaktionen und bei den Zuschauern „eine Super-Stimmung“ ausgemacht, die Green Screen 2015 zu einem „ganz großen Erfolg“ machen.

Für die Filmemacher gewinnt Green Screen zunehmend an Bedeutung. „Viele Filmemacher haben uns gesagt, wie wichtig Eckernförde für die Filmwelt geworden ist“, sagte die Nachfolgerin des im vergangenen Jahr verstorbenen Fördervereinsvorsitzenden Jochen Hillers. Green Screen habe nochmals an Professionalität gewonnen, erklärte Festivaleiter Gerald Grote. Dabei habe vor allem der 80-jährige, frühere Kameramann Peter Fera beigetragen, der intensiv von den Jurymitgliedern Heinz von Matthey und Udo Zimmermann unterstützt wird.

Diese hohe Qualität wird auch vom Publikum geschätzt: 16  000 Besucher strömten von Donnerstag bis gestern in die Vorstellungen. Zählt man die Besucher der Schulkinowoche, der sh:z-Filmtour, aus dem Fulldome des Helmholtz-Zentrums am Hafen, die Exkursion ins Alsion nach Sonderburg am kommenden Freitag und die Schülervorführungen im Metro-Kino in Kiel hinzu, haben sich 27  500 Besucher die Festivalfilme angesehen – neuer Besucherrekord bei Green Screen. Vor allem der Direktverkauf am Wochenende hat noch für einen kräftigen Schub gesorgt. Das freut die Festivalmacher, „aber die tolle Stimmung ist uns wichtiger als die Besucherzahlen“, betont Grote. Er gab sich angesichts stetig steigender Zahlen keinen Illusionen hin: „Irgendwann wird es auch einen Knick geben“, aber auch das werde man mit diesem Team verkraften.

2016 findet Green Screen vom 14. bis 18 September – von Mittwoch bis Sonntag – statt. Dadurch gibt es einen Tag mehr bei den Schülervorstellungen, was die Lage bei der Organisation und den Bustransfers etwas entspannen dürfte.

 

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erstellt am 15.Sep.2015 | 06:47 Uhr

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