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8. Internationales Naturfilmfestival : Green Screen bleibt auf der Überholspur

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Die Qualität und Dimensionen des 8. Internationalen Naturfilmfestivals setzen neue Maßstäbe. Es gibt mehr Einsendungen, mehr anwesende Filmemacher und Naturfilmredaktionen. Fehlt nur noch ein neuer Zuschauerrekord – abwarten.

Noch mehr Qualität, noch mehr Einsendungen, noch mehr Filmemacher, noch mehr Naturfilmredaktionen und vielleicht auch noch mehr Zuschauer – die 8. Auflage des Internationalen Naturfilmfestivals Green Screen ist dabei, neue Maßstäbe zu setzen. Was die Festivalmacher besonders ermutigen dürfte: Die qualitative Wertschätzung ihres Festivals kommt von Ralf Blasius und damit aus sehr berufenem Munde. Der Filmemacher und Vorsitzende der Preisjury, einst beim ZDF, jetzt Leiter des deutschen Büros des internationalen Naturfilmproduktionsunternehmens Off The Fence, lobt das Festival wegen seiner hohen filmischen Qualität, der Festivalatmosphäre und des enormen Einsatzes der Macher und ehrenamtlichen Helfer in den höchsten Tönen. Die Filmemacher würden angesichts dieser Vorzüge nicht einmal merken, dass es kein Kino gibt, sagte Blasius gestern bei der Eröffnungspressekonferenz im Stadthallenrestaurant. „Dass es kein Kino gibt, ist für das Festival irrelevant.“

Große Worte, die der herausragenden Arbeit der Festivalmacher und dem begeisterungsfähigen Publikum geschuldet sind, die in die Vorstellungen strömen. Fernsehquoten seien nichts im Vergleich zu den direkten Reaktionen der Zuschauer, die die anwesenden Filmemacher förmlich aufsaugen. Diese besondere Atmosphäre sei einzigartig bei Green Screen.

Pressesprecher Michael van Bürk kam gleich zu Beginn auf die in diesem Jahr schmerzlich vermissten Inge Sielmann und Jochen Hillers zu sprechen. Beide könnten aus gesundheitlichen Gründen leider nicht teilnehmen. „Das diese beiden Persönlichkeiten fehlen, ist ganz bitter“, sagte van Bürk, „wir legen uns in die Riemen, ein gutes Festival hinzukriegen.“ Green Screen 2014, das sei auch ein Festival der neuen Rekorde. 242 eingereichte Filme aus 35 Ländern seien neuer Rekord. 100 Filme würde in 130 Veranstaltungen in sechs Spielstätten gezeigt. 30 Filme sind ausgebucht, „und es gibt noch Karten“, legte er allen Kurzentschlossenen ans Herz, sich beim Ticketing im Stadthotel oder an den Veranstaltungskassen noch Karten zu besorgen.

Festivalleiter Gerald Grote lobte die hohe Qualität der eingereichten und besonders der nominierten Filme in den 16 Preiskategorien , die mit Preisgeldern zwischen 500 und 5000 Euro dotiert sind. Der sh:z vergibt gleich zwei Preise: Beste Kamera und den Publikumspreis, beide mit 1000 Euro dotiert. Es seien „atemberaubende Filme“ unter den rund 30 nominierten Filmen. Grote lobte die sehr gute Arbeit der Vorjury und die hohe Kompetenz und Professionalität der fünfköpfigen Preisjury unter dem Vorsitz von Ralf Blasius. Die Filme seien technisch enorm gut, sagte Blasius. Besonders hätten ihm die Meeresfilme und die aus der neuen Kategorie Tierverhalten imponiert, in der Tiere in bisher nie dagewesenen Einstellungen zu sehen sind. Auffällig sei das „sehr hohe Niveau der deutschen Naturfilmer und die Qualität der deutschen Produktionen“, sagte der Juror. Das hänge vor allem mit der Kontinuität der Naturfilmredaktionen zusammen.

Michael Packschies hat als Vorjurymitglied viele Filme gesehen und kann sich dem Urteil nur anschließen. Ihm lägen vor allem die Filme am Herzen, die nicht nur die heile Welt zeigten und eine Botschaft hätten und auf diese Weise eventuell Verhaltensänderungen bewirken können. Martin Krohn, 2. Vorsitzender des Green-Screen-Fördervereins, unterstrich die große Bedeutung des Festivals für Eckernförde, das hier „wunderbar verankert“ sei. 100 ehrenamtliche Helfer opferten ihre Freizeit, es gibt lokale Sponsoren und überall Unterstützung – „Green Screen erfreut sich einer großen Wertschätzung“, sagte Krohn. „Das Festival gehört zu Eckernförde wie Pütt zu Pann“, bedingt durch die „phantastische Lage an der Eckernförder Bucht“, könne die Natur direkt vor Ort erlebt werden – „eine wunderbare Symbiose“. Green-Screen-Geschäftsführer Markus Behrens stimmte in den Lobgesang ein. Als Beispiel für das gelebte Festival in der Stadt nannte er die große unbürokratische Hilfe beim Hissen der neuen Green-Screen-Flaggen durch die Touristik und Stadtwerke. „Das funktioniert nur hier in Eckernförde“, ist Behrens überzeugt. Auch der große Einsatz von Kerstin Borowski, die die Schulveranstaltungen und Bustouren koordiniert, sowie der Würzburger Übersetzerin Prof. Dr. Heike Jüngst, wurde exemplarisch für die Green-Screen-Helfer hervorgehoben.

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erstellt am 05.Sep.2014 | 06:11 Uhr

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