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Gorch-Fock-Schule setzt auf Förderung begabter Schüler

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Eckernförder Grundschule hat sich für ihr spezielles Begabten-Förderprogramm zertifizieren lassen

von
erstellt am 29.Jun.2015 | 08:00 Uhr

Wie können Lehrkräfte Begabungen von Kindern und Jugendlichen erkennen und diese im Unterricht, aber auch unterrichtsbegleitend fördern? Zum Schuljahr 2012/13 konnten sich Schulen für das Projekt „Schleswig-Holstein inklusive Begabungsförderung“ (SHiB) bewerben, das vom Bildungsministerium des Landes und vom Institut für Qualitätsentwicklung an Schulen Schleswig-Holstein (IQSH) initiiert wurde. Ziel des Projekts: Schulen mit dem Prädikat „SHiB – Schule inklusive Begabtenförderung“ zu zertifizieren, die Begabte mit ihren Stärken und möglichen Schwierigkeiten im Unterricht erkennen und sie motivieren, ihre Begabungspotentiale zu entfalten und eventuelle Schwierigkeiten zu überwinden. Voraussetzung für die Auszeichnung war, dass die Schulen innerhalb von zwei oder drei Jahren nach Projektstart darlegen können, dass sie eine Reihe vorgegebener Kriterien erfüllt haben. So musste beispielsweise eine Projektgruppe aus einem Mitglied der Schulleitung, mindestens zwei Lehrkräften sowie einem Elternvertreter an der Entwicklung und Umsetzung eines schulischen Konzepts zur Begabtenförderung gearbeitet haben.

Die Gorch-Fock-Schule aus Eckernförde (Grundschule) ist eine von 20 Schulen, die am Freitag in der Sparkassenakademie in Kiel die Auszeichnung während einer Feierstunde entgegennehmen konnten. „Als Sie sich auf den Weg gemacht haben, SHiB-Schule zu werden, haben Sie sich auf einen pädagogischen Prozess eingelassen, der mit Sicherheit eine große Herausforderung war“, sagte Gabriele Romig, Abteilungsleiterin im Bildungsministerium, die auf die Vielfältigkeit der erarbeiteten Konzepte verwies. Vor der Feierstunde hatten die Schulen in beeindruckender Weise ihre Arbeit präsentiert und so einen Eindruck des pädagogischen Alltags ermöglicht.

An der Gorch-Fock-Schule qualifizierten sich gleich vier Lehrerinnen – zwei im Jahr 2012, zwei im darauffolgenden Jahr – in einem 35-stündigen Zertifizierungskurs zur „Beratungslehrkraft Begabtenförderung“. Zusammen mit Vertretern der Elternschaft wie Alix Voland und Karin Nobis-Joachim sowie Schulleiterin Heinke Marquardt richteten sie zunächst einen Raum mit speziellen Angeboten ein, in dem die Schüler nach eigenen Neigungen lernen können. Zudem gibt es einmal wöchentlich einen erweiterten Unterricht, bei dem Schüler der ersten und zweiten sowie dritten und vierten Klassen eine Gruppe bilden, in dem sie ihren Begabungen entsprechend gefördert werden und lernen können. Über drei Jahre hinweg wurde so ein Konzept entwickelt, mit dem die jedem Kind spezifischen, individuellen und besonderen Begabungen erkannt und gefördert werden sollen.

Mit insgesamt 45 SHiB-Schulen und 16 bereits bestehenden Kompetenzzentren verfügt Schleswig-Holstein über ein gutes Netzwerk für die Begabten- und Begabungsförderung, das auch weiterhin vom IQSH unterstützt werden wird, sagte Petra Fojut vom IQSH.

Neben dem Zertifikat bekamen die Schulen zusätzlich ein Schild fürs Gebäude, mit dem sie der Öffentlichkeit signalisieren können, dass sie das Projektmotto „erkennen, ermutigen, ermöglichen“ vorbildlich umzusetzen in der Lage sind – auch an der Gorch-Fock-Schule in Eckernförde.

Auch die Grundschule in Altenholz mit der neuen Schulleiterin Andrea Eick, die dieses Projekt zuvor an der Gorch-Fock-Schule umgesetzt hatte, hat sich zertifizieren lassen.

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