Eröffnung der Gettorfer Sportparks : Gleich zwei Präsidenten kommen zur Einweihung

Gemeinde, Vereine, Verbände und Politik weihten gestern den neuen Sportpark ein: Amtsvorsteher Kurt Arndt, Ministerpräsident Daniel Günther, Bürgermeister Jürgen Baasch, Landessportpräsident Hans-Jakob Tiessen, Schulverbandsvorsteher Hans-Ulrich Frank und Amtsdirektor Matthias Meins (v.l.).
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Gemeinde, Vereine, Verbände und Politik weihten gestern den neuen Sportpark ein: Amtsvorsteher Kurt Arndt, Ministerpräsident Daniel Günther, Bürgermeister Jürgen Baasch, Landessportpräsident Hans-Jakob Tiessen, Schulverbandsvorsteher Hans-Ulrich Frank und Amtsdirektor Matthias Meins (v.l.).

Rund 100 Gäste bei Einweihung des neuen Sportparks in Gettorf / Erste Dienstreise führt Ministerpräsident Daniel Günther in die 7500-Einwohner-Gemeinde

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01. Juli 2017, 07:05 Uhr

Gettorf | Als eine große finanzielle Herausforderung, ein zukunftsweisendes Projekt, eine Gemeinschaftsleistung von Vereinen und Gemeinde, bezeichnete Gettorfs Bürgermeister Jürgen Baasch den neuen Sportpark, ein „Jahrhundertbauwerk“, betonte er. Rund 100 Gäste aus Vereinen, der Kommunalpolitik und dem Gewerbe begrüßte der Gemeindechef gestern zur Feierstunde im Sportheim, die von Amtsdirektor Matthias Meins moderiert wurde.

Baasch nannte die zahlreichen Attraktionen des Sportparks. Allen voran der Naturrasenplatz mit Tartanbahn und Rundum-Entwässerung.

Außerdem gehören zwei Kunstrasenplätze, Flutlichtanlagen, ein weiterer Naturrasenplatz, ein Sportheim mit Gastronomie, Grillhütte sowie eine Rasenheizung und 340 Parkplätze. Als das „Herzstück“ bezeichnete Baasch die Aktiv-Achse mit Fitnessparcours. Das „i-Tüpfelchen“ sei die 200 Meter lange Speedskatingbahn für die „Exoten, aber auch das Aushängeschild im Verein“, sagte Baasch, der auf die internationalen Auftritte der Speedskater hinwies.

Dem Gettorfer Bürgermeister lag vor allem am Herzen, dass die Entscheidung über das rund sechs Millionen teure Sportpark-Projekt fraktionsübergreifend auf Zustimmung traf. „So wie alle anderen großen Projekte in der Gemeinde auch“.

Für Daniel Günther war die Fahrt nach Gettorf gestern seine erste Dienstreise als Ministerpräsident. Eine Dienstreise, für die der neue Landeschef sich gerne „Jamaika-Wetter“ gewünscht hätte, scherzte Günther. Der 43-Jährige lobte die Gemeinschaftsleistung in Gettorf, „sie können stolz darauf sein“, betonte er. Zwar hätte sich das Land mit rund 40  000 Euro für die Aktiv-Achse daran beteiligt, der größte Anteil sei kommunale Gelder.

Die neue Landesregierung werde mehr für den Sport investierten, versicherte Günther. 15 Millionen Euro seien vorgesehen, davon gingen allerdings rund die Hälfte an Holstein Kiel, damit dieser Verein sein Stadion zweitligatauglich umbauen könne.

Einen Überblick, wie es in den Sportvereinen im Land aussieht, hat Hans-Jakob Tiessen, Präsident des Landessportverbands. Mit seinem modernen Sportpark habe die Gemeinde einen Akzent für den Sport im Land gesetzt. In vielen der anderen rund 2600 Sportvereinen im Land herrsche Sanierungsstau. Daher sei er froh, dass der Ministerpräsident versicherte habe, mehr Mittel für den Sport einzusetzen. „Denn der Sport ist das tragende Element in der Mitte der Gesellschaft“, betonte Tiessen. Gerade in der Integration hätten die Sportvereine Großes geleistet. Rund 20  000 Flüchtlinge hätten in den vergangenen zwei Jahren ihren Platz in einem Verein gefunden. Gettorf sei einer der ersten Vereine gewesen, der seine Angebote für die Neubürger geöffnet habe, so Tiessen.

Mit einem bunten Programm – Musik, Sport und Spiele – wird die Sportpark-Eröffnung heute und morgen gefeiert.

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