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Auszeichnung : Gleich ein Gütesiegel für das neue Gelenkzentrum

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Das Gelenkzentrum Orthopädie und Unfallchirurgie der Imland-Klinik wurde jetzt als „Endoprothetikzentrum der Maximalversorgung“ zertifiziert. Das Gütesiegel gilt drei Jahre gilt.

Zufriedenheit ist das eine, eine zertifizierte Leistungsbescheinigung das andere. Beides kann das Gelenkzentrum Orthopädie und Unfallchirurgie der Imland Klinik Eckernförde für sich beanspruchen. Zum einen haben 540 Patienten dem Operationsteam um Chefarzt Dr. Steffen Oehme, der Phsysiotherapie und der Pflege in einer anonymisierten Fragenbogenaktion eine 100-prozentige Zufriedenheitsrückmeldung mit Weiterempfehlung gegeben, zum anderen hat die EndoCert-Initiative der Deutschen Gesellschaft für Orthopädie und Orthopädische Chirurgie (DGOOC) als weltweit einziges Zertifizierungssystem in der Endoprothetik das Zentrum geprüft und als „Endoprothetikzentrum der Maximalversorgung“ zertifiziert. Das gaben das Direktorium der Klinik und die Leitung des Gelenkzentrums gestern bekannt. Das erst vor einem Jahr in Betrieb genommene Gelenkzentrum ist nach Einrichtungen in Neustadt und Flensburg das dritte Endoprothetikzentrum mit Maximalversorgung in Schleswig-Holstein, bundesweit sind 45 Zentren zertifiziert.

Die Zertifizierungsgesellschaft hat dem Gelenkzentrum mit dem verliehenen Gütesiegel unter anderem attestiert, dass es sich auf dem neuesten wissenschaftlichen Stand befindet, Diagnostik und Therapie patientengerecht und auf höchsten medizinischen Niveau erfolgten, die Eingriffe von erfahrenen Senior-Hauptoperateuren (mindestens 100 Operationen pro Jahr) und Hauptoperateuren (mindestens 50 Operationen) durchgeführt werden, eine enge Verzahnung mit anderen Abteilungen wie Intensivmedizin oder Gefäßchirurgie besteht, interdisziplinär gearbeitet wird und ein ständiger Austausch sowie Weiterbildung erfolgt. Der erfolgreichen Zertifizierung ging ein mehrmonatiges, aufwändiges Verfahren voraus, in dem das Gelenkzentrum seine Tätigkeiten nachweisen musste. Zum Abschluss nahmen Mitarbeiter der Zertifizierungsgesellschaft das Zentrum zwei Tage lang unter die Lupe.

Die drei Jahre gültige Zertifizierung als Endoprothetikzentrum der Maximalversorgung sei für das Gelenkzentrum zum einen eine Bestätigung der Konzeption und der geleisteten Arbeit, zum anderen ein Qualitätsmerkmal für Patienten und Kostenträger, betonte die Ärztliche Direktorin der Imland-Klinik, Petra Struve gestern in Eckernförde. Sie sprach von einem laufenden Prozess, der mit der Zertifizierung nicht abgeschlossen sei, sondern ständig weiterentwickelt und überprüft werde. So gebe es beispielsweise monatliche Qualitätszirkel am Gelenkzentrum, an denen neben den Ärzten, Physios und Pflegekräften auch das Qualitätsmanagement der Imland-Klinik mit ihrem Leiter Rolf-Dieter Müller vertreten sei. „Das EndoCert-Gütesiegel bescheinigt unseren Patienten von objektiver Seite eine hohe Qualität und Sicherheit unserer endoprothetischen Versorgung“, sagte Chefarzt Dr. Steffen Oehme. Er wies auf die wichtige Arbeit der Physiotherapeuten und die Pflegekräfte hin, die eine schnelle Genesung und Mobilisierung der Patienten nach den Hüft- oder Knie-Operationen wirkungsvoll unterstützen. Entsprechend hoch sei die Patientenzufriedenheit: Alle Patienten hätten einen Fragebogen zur anonymen Beantwortung erhalten. Von rund 1000 Patienten hätten 540 geantwortet, die Weiterempfehlungsquote liege bei 100 Prozent, freute sich der Chefarzt. Eine Operation sei immer die letzte der Behandlungsmöglichkeiten, betonte Oehme. In den Sprechstunden würden immer auch konservative Behandlungsmöglichkeiten mit den Patienten erörtert. Erst wenn diese ausgeschlossen werden könnten, kämen die künstlichen Hüft- und Kniegelenke zum Einsatz.

Künftig möchte das Gelenkzentrum sich auch verstärkt der Rückenleiden annehmen und sich der Behandlung speziell junger Menschen mit Gelenkproblemen annehmen. Noch in diesem Jahr soll zudem nach Auskunft der Ärztlichen Direktorin Petra Struve eine „Tagesklinik Geriatrie“ mit zwölf Betten im Klinikgebäude eingerichtet werden.

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erstellt am 19.Feb.2016 | 06:07 Uhr

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