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Eckernförder Zeitung

20. August 2017 | 14:25 Uhr

Glasdächer ja, Werbefahnen nein

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Bauausschuss stimmt Entwurf für die Ortsgestaltungssatzung zu / Jetzt öffentliche Auslegung

Die neue Ortsgestaltungssatzung ist auf dem Weg durch die Instanzen: Am Dienstagabend hat der Bauausschuss dem Entwurf mit einigen Änderungen durch FDP und CDU zugestimmt. Jetzt wird der Entwurf öffentlich ausgelegt und die von der Gestaltungssatzung berührten Behörden und andere Träger öffentlicher Belange beteiligt. Es folgt der Abwägungsprozess und der Verfahrensabschluss. Erst wenn die Ratsversammlung dem neuen Entwurf der Ortsgestaltung zustimmt, ist er auch gültig.

Bislang waren die Haupteinkaufsstraße Kieler Straße von der Ortsgestaltungssatzung ausgenommen. Die Kommunalpolitik befürchtete in den 80er-Jahren, dass bauliche Vorgaben viele Geschäftsleute vergraulen würden. Mittlerweile ist der Bau- und Veränderungsdruck so sehr gewachsen, dass Regelungen auch für die Fußgängerzone gelten sollen.

Luis Gomes Martinho vom Hamburger Planungsbüro Architektur + Stadtplanung stellte die wichtigsten vorgeschlagenen Änderungen vor. So soll künftig unter anderem auch Grau als Farbton des Mauerwerks zugelassen werden (bislang nur Rot, Rotbraun, Gelb und Ocker). Wandöffnungen für Schaufenster dürfen künftig in der Gesamtheit nur maximal 75 Prozent der Ansichtsfläche der Erdgeschosszone betragen. Die Dachneigung musste bislang mindestens 25 Prozent betragen – dieser Wert soll auf 10 Prozent herabgesetzt werden. Dacheindeckungen sollen künftig neben rot, rotbraun und braun auch anthrazit bis schwarz sein dürfen. Für Dachgauben sollen Höchstmaße von 1,40 Meter Breite und 1,60 Meter Höhe gelten (bislang 1,25 mal 1,60 Meter). Auch die Anzahl und Größe der Werbeanlagen wie Schilder und Ausleger wird geregelt.

Auf Antrag der FDP wurde der Entwurf dahingehend geändert, dass Vordächer aus Glas in einer Gesamttiefe bis zu 1,50 Meter grundsätzlich und nicht nur nur ausnahmsweise möglich sind. Auf Antrag der CDU entfällt der Satz, dass Markisen „entsprechend den Schaufensterbreiten zu unterteilen“ sind. Hinzugefügt wird stattdessen: „Fahnen und Flaggen zu Werbezwecken sind an baulichen Anlagen unzulässig.“

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erstellt am 30.Apr.2015 | 06:30 Uhr

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