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Platz für die Jüngsten : GGS rückt für die Fünftklässler zusammen

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Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Die Gemeinschaftsschule forciert die Zentralisierung am Pferdemarkt. Die Fünftklässler vom Standort Süd kommen schon im Sommer in die Zentrale. Im nächsten Jahr folgen die sechsten Klassen.

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erstellt am 07.Feb.2015 | 06:14 Uhr

Eckernförde | Der Konzentrationsprozess an der auf zwei Standorte verteilten Grund- und Gemeinschaftsschule Eckernförde (GGS) läuft schneller als geplant. Auf Beschluss der Schulkonferenz von Donnerstagabend werden die künftigen Fünftklässler bereits zum kommenden Schuljahr 2015/16 am Standort Nord am Pferdemarkt aufgenommen. Die Schule geht von einer Vierzügigkeit im 5. Jahrgang aus, so dass nach den Sommerferien etwa 100 zusätzliche Schüler am Pferdemarkt unterrichtet werden. „Wir rücken etwas zusammen“, sagte der stellvertretende Schulleiter Eike Petersen gestern bei der Bekanntgabe des Beschlusses der Schulkonferenz. „Es wird zwar etwas enger, aber das ist kein Problem.“ Man habe sich „furchtbar angestrengt“, um intern Raum für die Fünftklässler freizuschaufeln. Somit verbleibt am Standort Süd am Wulfsteert neben der Grundschule nur noch der 6. Jahrgang, den die Zentrale aus Platzgründen in diesem Jahr noch nicht aufnehmen kann – er folgt im Schuljahr 2016/17. Ab dann werden alle Schüler an der GGS am Pferdemarkt unterrichtet, die damit nach dem Aufnahmestopp an der Fritz-Reuter-Schule die einzige weiterführende Schule im Eckernförder Norden ist.

Am Standort Süd werden die verbleibende zweizügige Grundschule und die noch im Schulzentrum Süd in der Sauerstraße befindliche Gorch-Fock-Schule zu einer Grundschule verschmelzen. Einen vorzeitigen Umzug der Gorch-Fock-Schule vom Schulzentrum an den Wulf  steert schloss Bürgermeister Jörg Sibbel als Vertreter des Schulträgers aus. „Wir wollen der Gorch-Fock-Schule die nötige Zeit geben und müssen die neue Grundschule in Absprache mit den beiden Schulen entsprechend umbauen und herrichten“, sagte der Bürgermeister auf Anfrage unserer Zeitung.

Neu ist ab dem kommenden Schuljahr auch die Einrichtung von Profilklassen ab dem 5. Schuljahr. Die Schüler haben künftig die Wahl zwischen einem Kunst-, Sport- und naturwissenschaftlich-technischem Profil, dem sogenannten MINT-Profil (Mathematik, Informationstechnik, Naturwissenschaften und Technik). In den genannten Profilen wird in den Schwerpunktbereichen mehr Unterricht auf höherem Niveau erteilt. Trotz Schwerpunktbildung werden keine Abstriche bei den Hauptfächern Deutsch, Mathe und Englisch gemacht. Auch an die Schüler, die keines dieser Profile wählen, wurde gedacht: Sie erhalten Unterricht nach der klassischen Verteilung ohne Schwerpunktbildung. Die Zahl der Unterrichtsstunden bleibt für alle gleich. Von der Profilbildung von Beginn an – eine weitere Spezialisierung erfolgt in Klasse 7 im vierstündigen Wahlpflichtunterricht – erhoffen sich die Konrektoren Eike Petersen und Britta Freese eine zusätzliche Förderung der Stärken der Schüler. „Das steigert die Lernmotivation, schafft mehr Erfolgserlebnisse und hat somit auch einen positiven Einfluss auf alle Fächer“, ist Britta Freese von dem neuen Angebot überzeugt. Ebenso wie von den Kollegen, die die Profile anbieten. Die seien „auch nach außen gut vernetzt“.

74 Lehrkräfte unterrichten rund 650 Schüler am Pferdemarkt, und 340 am Wulfsteert, von denen rund 100 Schüler in diesem Jahr und weitere 100 im nächsten Jahr in die Zentrale wechseln. Die dann rund 850 Schüler stellen für das weitläufige und baulich sowohl quantitativ als als qualitativ deutlich aufgewertete Schulgebäude in zentraler Lage kein Problem dar, wie Eike Petersen und Britta Freese gestern betonten. „Wir hatten in Hochzeiten schon einmal 1200 Schüler, bei deutlich weniger Fläche“, tritt Petersen allen Befürchtungen entgegen, dass es ab dem kommenden Schuljahr durch die Aufnahme der vier 5. Klassen zu Platzproblemen kommen könnte. Alle Klassen würden auch künftig ihren festen Klassenraum haben, dazu gebe es hervorragend ausgestattete neue Fachräume für Technik und Naturwissenschaften. In diesem Sommer werden zwei weitere Technikräume und zwei neue Kunsträume gebaut.

Die frühere Gudewerdtschule hat durch den Neubau (Stapelfeldt-Bau) und die großen Umbaumaßnahmen erheblich an Kapazität und Qualität gewonnen. Die nun beschlossene und unmittelbar bevorstehende vorzeitige Standortkonzentration und die neue Profilbildung schon ab Klasse 5 könnte an der GGS für einen weiteren Aufschwung sorgen. Schon jetzt verspüren Petersen und Freese eine beflügelnde „Aufbruchstimmung“, die gerade im Wettbewerb mit umliegenden Schulen in Kappeln, Schleswig, Süderbrarup oder Büdelsdorf im Zeichen rückläufiger Schülerzahlen nicht zu unterschätzen ist.

Der Info-Abend für alle interessierten künftigen Fünftklässler und deren Eltern findet am Montag, 9. Februar, um 19 Uhr in der Mensa am Pferdemarkt statt. Dort werden auch die Profile ab Klasse 5 vorgestellt und es gibt Info-Stände im Stapelfeldt-Bau.

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