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Eckernförder Zeitung

12. Dezember 2017 | 13:42 Uhr

Sport : Gettorfer TV bangt um seine neue Halle

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Grundstückssuche gestaltet sich für den Sportverein trotz zugesagter Förderung vom Landessportverband schwierig.

Im November 2015 sorgte ein Brief vom Landessportverband (LSV) Schleswig-Holstein beim Gettorfer Turnverein (GTV) für Freudensprünge: Es war der Bewilligungsbescheid über 90  000 Euro als Zuschuss für den Bau einer neuen Sporthalle. Diese hohe Förderung ist nur möglich, wenn sich ein Verein mit einem Nachbarort zusammentut. Gemeinsam mit dem Sportverein TSV Neudorf-Bornstein wollte der GTV die Kräfte bündeln. Eine Win-Win-Situation, da der Verein in Neudorf-Bornstein zu klein für ein so großes Projekt ist und der GTV dringend zusätzliche Trainingsmöglichkeiten braucht.

In der neuen Halle sollen unter anderem Fitness-Geräte Platz finden. Der Verein hat allein 288 Mitglieder in dieser Abteilung. Es gab zwar das Angebot, sich in einem kommerziellen Sportstudio mit Trainingszeiten einzukaufen, allerdings nur zu Zeiten, die ohnehin nicht nachgefragt werden. Außerdem wird dringend ein Saal für die Tänzer benötigt, der auch für Yoga und Pilates geeignet wäre. Der derzeit von den Tänzern genutzte Saal in der Kirchhofsallee ist zu klein. Ursprünglich war vorgesehen, dass die Tänzer im neuen Mehrzweckgebäude im Sportpark trainieren können. „Doch im Laufe der Planung wurde der Saal immer kleiner“, so Geschäftsführer Thomas Glüsing. Das entscheidende sei jedoch, dass der Boden für Tänzer ungeeignet sei.

Auch bei anderen Sportarten klemmt es. So gibt es Handballmannschaften, die keine eigene Trainingszeit in einer Halle haben, also de facto nur bei Turniere spielen können. Gerne würde der Verein auch Volleyball anbieten, was ebenfalls an Hallenkapazitäten scheitert. Der Gettorfer Turnverein hat für das Hallen-Projekt einen Teil der Mitgliedsbeiträge auf die hohe Kante gelegt. Bis zum Jahresende 2017 werden rund 110  000 Euro im Topf der zweckgebundenen Rücklage sein – 200  000 Euro Eigenkapital wären also vorhanden. Mehrere Mitglieder sind außerdem bereit, dem Verein größere Privatdarlehen zu geben. Orientierungsgespräche mit den Banken zur Restfinanzierung verliefen positiv.

Bislang fehlt jedoch das Grundstück. Die Gemeinde hat dem Verein ein Grundstück in der Nähe des Sportparks angeboten – zu klein, um alle geplanten Räume auf einer Ebene unterzubringen. Eine Baufirma wurde um eine Kostenschätzung für ein mehrgeschossiges Gebäude gebeten. Nicht bezahlbar für den Verein, der so weiter auf der Suche nach einem Grundstück ist.

Es stellt sich die Frage: Kaufen oder pachten? Oder sogar ein Grundstück mit Gewerbehalle, die dann umgebaut wird? „Wir sind für alles offen“, sagt Glüsing. „Wenn es nur bezahlbar ist.“ Und im Falle von Pacht müsse die Investition gesichert sein. Der Zuschuss des LSV ist nicht an einen bestimmten Ort gebunden. „Ideal wäre es in der Nähe des Sportparks“, meint der Geschäftsführer. Das Grundstück müsse mindestens 400 Quadratmeter groß sein, bis zu 700 wären denkbar. Glüsing befürchtet, dass der bewilligte Zuschuss nicht mehr lange reserviert wird. Es eilt also beim Gettorfer TV.

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