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Sorge um steigende Betriebskosten : Gettorfer Tafel ringt um Spenden

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Die Hilfeeinrichtung in der Bergstraße 16 kann die Betriebskosten aus eigener Kraft nicht mehr stemmen. Weil die Spendenbereitschaft bisher gering ist, soll mit einem Tag der offenen Tür am Sonntag auf die wichtige Arbeit aufmerksam gemacht werden.

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erstellt am 12.Sep.2013 | 06:14 Uhr

Für rund 40 Menschen in der Gemeinde ist der Freitagvormittag zu einem wichtigen Termin geworden: Die Außenstelle der Eckernförder Tafel öffnet dann ihre Räume in der Bergstraße 16 und ermöglicht ihnen, sich und ihre Familien mit Nahrungsmitteln zu versorgen. Ohne diese Hilfe kämen sie nicht über die Runden. Der Tafel aber laufen die Kosten davon, so dass es fraglich ist, ob das Angebot aufrecht erhalten werden kann.

Vor drei Jahren hat die Tafel die Außenstelle in Gettorf eröffnet. Ihr Gedanke sei es, einen Ausgleich zu schaffen zwischen Überschuss und Bedarf, erklärt Barbara Neusüß, die in Gettorf die Fäden zusammenhält. Entbehrliche Lebensmittel würden dorthin gebracht, wo sie fehlten – zu Menschen, die Anspruch auf Grundsicherung haben oder unter eine Langzeitarbeitslosigkeit fallen. Neusüß: „Zu diesem Personenkreis gehören in Gettorf mittlerweile mehr Menschen, als wir es uns vorstellen.“

13 Frauen und Männer sind deshalb ehrenamtlich im Einsatz, fahren donnerstags Supermärkte, Bäckereien und eine Pizzeria an, um Lebensmittel einzusammeln, die dann am Freitag ausgegeben werden. 100 Menschen würden so versorgt, schätzt Neusüß, ein Viertel davon Kinder und Jugendliche.

Die Ehrenamtler der Tafel erfahren viel Dankbarkeit von ihren Kunden und wissen um deren Nöte. Doch in der Bevölkerung treffen sie auf viel Misstrauen. Immer wieder werde die Bedürftigkeit der versorgten Menschen in Frage gestellt, berichtet Barbara Neusüß. Die Bescheinigung vom Jobcenter hielten manche als Nachweis für unzureichend. Zwar würden hin und wieder Lebensmittelspenden von Einzelpersonen bei der Tafel abgegeben. Finanzielle Unterstützung aber gebe es keine. Und das wird zum Problem. „Die Kosten für den Betrieb der Außenstelle belaufen sich auf 5000 Euro im Jahr“, macht Neusüß deutlich.

Mit einem Tag der offenen Tür am Sonntag von 10 bis 16 Uhr laden sie und ihre Mitstreiter ein, die Gettorfer Tafel kennen zu lernen und sich von der verlässlichen Alltagshilfe ein Bild zu machen. Hannelore Struve und ihr Team öffnen die Räume nebenan am Sonntag von 8 bis 16 Uhr ein letztes Mal für einen Benefizflohmarkt, dessen Erlös für die Tafel bestimmt ist.


>Wer Geld für die Gettorfer Tafel spenden möchte, überweist einen Betrag auf das Konto Nr 11990640, Bankleitzahl 21092023. Stichwort: Gettorfer Tafel.


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