Fussball-Verbandsliga : Gettorfer Sieg in Büdelsdorf leitet Aufholjagd ein

Am 29. Spieltag durfte der GSC den Klassenerhalt feiern. Bester Torschütze war Boy Bröckler (3. v. re.) mit elf Saisontoren.
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Am 29. Spieltag durfte der GSC den Klassenerhalt feiern. Bester Torschütze war Boy Bröckler (3. v. re.) mit elf Saisontoren.

In der Saisonanalyse des GSC zeigt sich, dass der Klassenerhalt allein durch die Weiterentwicklung der Aufstiegself realisiert wurde. Bis es soweit war, musste Trainer Tim Rogge aber ordentlich tüfteln.

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05. Juni 2014, 06:00 Uhr

Der Gettorfer SC hat als Aufsteiger in die Fußball-Verbandsliga Nord-Ost sein Ziel erreicht und am vorletzten Spieltag den Klassenerhalt gesichert. Der Weg dorthin war jedoch beschwerlich. Trainer und Mannschaft mussten sich an die Liga erst gewöhnen und hatten besonders in der Hinserie mit Problemen zu kämpfen. „Ganz wichtig war nach den sechs Wochen der intensiven Vorbereitung auf die Rückrunde der Sieg in Büdelsdorf. Das hat uns Selbstvertrauen für die restlichen Spiele gegeben“, sagt Trainer Tim Rogge.

Der GSC startete in die neue Spielklasse ohne namhafte Zugänge aus höheren Ligen. Immerhin kam mit Marcel Reinicke ein erfahrener Mann für den Defensivbereich, doch bereits am 3. Spieltag zog sich Reinicke einen Schienbeinbruch zu, und kam keine weitere Minute mehr zum Einsatz. „Das hat uns getroffen. Marcel hätte der Mannschaft mit seiner Erfahrung halt geben können. Vielleicht wäre die Entwicklung innerhalb des Teams dann schneller vorangeschritten“, sagt Rogge. So aber musste der Coach in der Abwehr umbauen und auch in der Offensive fehlte mit Christopher Grube – den Rogge bis zur Winterpause nur drei mal zu Gesicht bekam – ein gelernter Stürmer. Es begann die Zeit des taktischen Tüftelns. Rogge erkannte, dass die Viererkette in seiner klassischen Form seinen Defensivspielern nicht so zusagte. Also probierte er andere Systeme aus, bis die Variante mit einem zurückgezogenen Innenverteidiger – also ähnlich einem Libero – die gewünschte Stabilität brachte. Auch in der Offensive fand Rogge Lösungen. Mal gab Boy Bröckler den Stürmer, später Felix Riemann, der vorher im zentralen Mittelfeld agierte.

Kurz vor der Winterpause setzte die erhoffte Weiterentwicklung ein. Junge Spieler wie Niklas Wolf, Daniel Hansen oder Lars Empen gewöhnten sich an die deutlich schnellere Verbandsliga. „Als wir mit der Geschwindigkeit besser zurecht kamen, steigerte sich auch unsere Passsicherheit“, weiß Rogge.

In die Rückrunde starteten die Gettorfer mit dem wichtigen Auswärtssieg in Büdelsdorf gegen einen direkten Abstiegskonkurrenten. Mit Robin Biss im Tor kam auf dieser wichtigen Position Stabilität hinzu. Auch die erfahrenen Spieler im Team wie Christof Gogolok, Nils Zimmer oder Kapitän Tobias Gravert hatten großen Anteil daran, dass der GSC in der Rückrunde erfolgreich die Aufholjagd startete. Die Mannschaft zeigte ihren guten Charakter auch im Training, wo Rogge im Schnitt 15 Spieler begrüßen konnte. „Jeder hat im Rahmen seiner Möglichkeiten das Beste aus sich rausgeholt“, sagt Rogge und fügt mit Blick auf die kommende Saison hinzu: „Aber da kann man noch einiges mehr rauskitzeln.“

Große Wechselspiele wird es beim GSC auch in der kommenden Serie nicht geben. Mit den A-Jugendlichen Michel Möller, Christian Behrendt und Tim Walther stoßen lediglich drei Talente hinzu. „Trotzdem bin ich guter Dinge, dass wir mit dieser Mannschaft in der kommenden Saison früher den Klassenerhalt schaffen werden“, sagt Rogge, der weiterhin auf die Entwicklung seiner aktuellen Mannschaft setzt. Dass es funktioniert, und nicht immer Panik-Transfers im Winter notwendig sind, hat die Saison der Rot-Weißen bewiesen.

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