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Fussball-Verbandsliga : Gettorfer SC stürzt den Spitzenreiter

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Der 1:0-Erfolg in der Schlussminute gegen den bis dahin ungeschlagenen Ligaprimus Inter Türkspor Kiel bescherte dem Gettorfer SC einen unerwarteten Dreier und verhalf gleichzeitig dem Eckernförder SV zur Tabellenführung.

Eine Serie musste reißen. Während der Gettorfer SC in der Fußball-Verbandsliga Nord-Ost zu Hause bisher noch keinen Punkt abgegeben hatte, waren die Gäste von Inter Türkspor Kiel als bisher ungeschlagener Tabellenführer angereist. Lange sah es so aus als würde die Gettorfer Serie zu Ende gehen. Doch als alle sich bereits auf ein torloses Unentschieden eingestellt hatten, erkämpfte sich Gettorfs Yannick Wolf im Mittelfeld den Ball, lief zwei, drei Schritte und legte ihn dann quer auf den mitgelaufenen Klaas Weber, der sich nur noch Inter-Torhüter Ali Aytekin gegenüber sah, die Nerven behielt und den Ball zum Tor des Tages im Gästetor unterbrachte.

Davor hatten die rund 100 Zuschauer am Gettorfer Ringweg eine ausgeglichene Partie ohne große Torchancen auf beiden Seiten verfolgt. Während die technisch versierten Gäste am Boden ihre Vorteile hatten, waren die Gettorfer bei hohen Bällen klar im Vorteil.

Nach einem ausgeglichenen Beginn erspielten sich die Gäste immer größere Spielanteile, ohne aber wirklich zwingend zu werden. Die größte Chance der Kieler im ersten Spielabschnitt hatte nach zwölf Minuten Mustafa Korkmaz, als er zweimal aus kurzer Distanz abziehen konnte, der Ball aber beide Male in der engmaschigen GSC-Abwehr hängen blieb.

Die Gettorfer hatten da mehr Möglichkeiten zu bieten: Jan-Ole Gravert schlug einen weiten Ball aus der eigenen Hälfte auf Weber, der das Leder direkt nahm, aber in den Gettorfer Himmel drosch (23.). Kurz darauf hatte Gravert selbst eine große Chance: Nach einem Rückpass der Gäste zum eigenen Torhüter entschied der unauffällige – und daher gute – Schiedsrichter Michael Aust auf indirekten Freistoß aus sieben Metern für die Gettorfer. Doch statt den Ball unter die Latte zu hämmern versuchte es Gravert flach – und blieb damit in der Gästeabwehr hängen. Kurz vor der Pause schlenzte Gettorfs Yannick Wolf noch einen Freistoß knapp über das Tor.

Unmittelbar nach dem Seitenwechsel gab es zunächst eine Schrecksekunde. Yannick Wolf hatte sich vertreten und musste minutenlang behandelt werden. Danach griff er sich noch einige Male an den hinteren Oberschenkel, konnte aber weiterspielen – und war kurz vor Schluss schließlich Ausgangspunkt für den Gettorfer Sieg.

„Wir haben es nie geschafft, zu unserem Spiel zu finden“, sagt Gäste-Trainer Mathias Hartwig. „Die Gettorfer haben uns ihr Spiel aufgedrängt. Von daher geht ihr Sieg auch in Ordnung.“ GSC-Coach Tim Rogge: „Das Spiel stand 90 Minuten auf des Messers Schneide. Am Ende war es glücklich, aber nicht unverdient, denn wir haben kaum Fehler gemacht und unser Torhüter musste kaum einmal ernsthaft eingreifen. Und wenn, war er zur Stelle.“


Gettorfer SC: Schaarschmidt – Hansen, Gogolok, Grobe, N. Wolf – Weber, J.-O. Gravert, Zimmer, Bröckler, Riemann – Y. Wolf.

Inter Türkspor Kiel: Aytekin – Léger (83. Genc), Akbaba, Cavdar, Yilmaz – Daoud, Atamtürker, Yamak, Cumur, Korkmaz – Konneh-Tandoh.

SR: Aust (Süderbrarup).

Zuschauer: 100.

Tor: 1:0 Weber (90.).

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erstellt am 06.Okt.2014 | 06:00 Uhr

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