FUSSBALL-VERBANDSLIGA : Gettorfer SC schafft den Anschluss

Duell mit Händen und Füßen: Büdelsdorfs Niklas Knutzen (vorne) und Gettorfs Lennart Gravert kämpfen um den Ball.
Duell mit Händen und Füßen: Büdelsdorfs Niklas Knutzen (vorne) und Gettorfs Lennart Gravert kämpfen um den Ball.

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10. März 2014, 06:00 Uhr

Der Gettorfer SC hat in der Fußball-Verbandsliga Nord-Ost einen ganz wichtigen Sieg im Kampf gegen den Abstieg erringen können. Beim bisherigen Tabellenviertletzten Büdelsdorfer TSV setzte sich die Mannschaft von Trainer Tim Rogge mit 1:0 (1:0) durch und hat damit den Anschluss an die Nichtabstiegsplätze wieder hergestellt.

Büdelsdorfs Coach Adrian Königsmann war maßlos enttäuscht: „Das war einfach viel zu wenig, um im Abstiegskampf bestehen zu können“, lautet seine erste Reaktion. Dabei begann sein Team vielversprechend und erarbeitete sich einige gute Möglichkeiten. Insbesondere Torjäger Niklas Knutzen hätte in der Anfangsviertelstunde die Weichen schon frühzeitig auf Sieg stellen können. Niels Wiese glänzte dabei als Vorbereiter, doch was in dieser Phase auf das Gettorfer Gehäuse kam, wurde von GSC-Keeper Robin Biss in Klassemanier vereitelt. Die Gäste taten auch weiterhin wenig für das Spiel nach vorne und waren in erster Linie auf Torsicherung bedacht, während der BTSV bei seinen Aktionen allerdings von Minute zu Minute die Ordnung verlor. Als der GSC das erste Mal gefährlich vor dem Kasten der Büdelsdorfer aufkreuzte, stand es prompt 0:1. Mannschaftsführer Tobias Gravert sorgte mit einem unhaltbaren Sonntagsschuss für die schmeichelhafte Halbzeitführung der Roten (45.).

Nach Wiederbeginn hofften die zahlreichen BTSV-Anhänger vergeblich auf die Wende. Im Gegenteil, die Gäste hätten bei ihren guten Chancen (50., 53.), die Büdelsdorfs Schlussmann Christian Wulff glänzend entschärfte, den endgültigen K.o.-Schlag versetzen können. „Von Aufbäumen war bei uns nicht viel zu spüren. Es fehlte die letzte Entschlossenheit, die auch durch die Umstellung auf zwei Spitzen nicht wirklich erkennbar war“, sagt Königsmann. Die einzig nennenswerte Möglichkeit zum Ausgleich besaß Malte Ellwardt, doch er entschloss sich zu spät zum Abschluss (72.). „Der Sieg des GSC ist unter’m Strich nicht unverdient. Zum Glück haben die anderen Abstiegskonkurrenten nicht gegen uns gespielt“, klammert sich Königsmann an die Hoffnung, dass seine Elf am nächsten Wochenende bei der SpVg Eidertal Molfsee ein anderes Gesicht zeigen wird.

Für Gettorfs Coach Tim Rogge war es – auch im Hinblick auf die Ergebnisse der Konkurrenten – „ein perfekter Spieltag für den GSC. Wir brauchten rund 20 Minuten, um ins Spiel zu kommen. In dieser Phase hat uns Robin Biss, der ein richtig starkes Spiel abgeliefert hat, mit seinen Paraden vor dem Rückstand bewahrt. Das hat er sehr stark gemacht, bedenkt man auch, dass er drei Jahre davor kein Fußball-Pflichtspiel mehr bestritten hat. Kurz vor Ende der ersten Hälfte hat uns dann ‚Tobi‘ Gravert mit seinem Traumtor auf die Siegerstraße geführt. Danach hatten wir das Spiel komplett im Griff. Nur das erlösende 2:0 wollte nicht fallen. Die Mannschaft hat Leidenschaft und Kampf gezeigt. Das war gut. Bei einer Niederlage wäre es eng für uns geworden, doch nun sind wir im Kampf gegen den Abstieg wieder voll mit dabei. Hoffentlich können wir die Euphorie daraus in die nächsten Spiele mitnehmen.“

Büdelsdorfer TSV: Wulff – Wiese, Rechner, Drews (59. Lehmann), Bornholdt, Knutzen, Kaack (53. Wardin), Ellwardt, Philippsen, Henke, Bernd (89. Peters).

Gettorfer SC:Biss, Hansen, L. Gravert, Gogolek, Empen, J. Gravert, T. Gravert, Riemann (89. Assenheimer), Bröckler, Weber (65. Grobe), Wolf
SR: Röpke (Altenholz). – Zusch.: 80
Tore: 0:1 T. Gravert (45.+1).






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