Top Regional : Gettorf: Zwei Wahrzeichen feiern Jubiläum

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Mitten auf der Halbinsel Dänischer Wohld, zwischen Kiel und Eckernförde, liegt die Gemeinde Gettorf. Der Gettorfer Tierpark wird in diesem Jahr 50 Jahre alt – Die St.-Jürgen-Kirche wurde bereits vor 700 Jahren erstmals urkundlich erwähnt.

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18. April 2018, 09:40 Uhr

Gettorf | Mitten auf der Halbinsel Dänischer Wohld, zwischen Kiel und Eckernförde, liegt die Gemeinde Gettorf. Besucher des Ortes werden bereits aus der Ferne von der St.-Jürgen -Kirche begrüßt. Ihr gut 64 Meter hoher Turm ist schon weit vor den Toren des Ortes sichtbar. Die mittelalterliche Backsteinkirche liegt im Ortskern, direkt neben der Eichstraße, der zentralen Einkaufsstraße, die mit ihren zwei Eisdielen und zahlreichen Geschäften besonders im Sommer Touristen und Einheimische in das Zentrum lockt.

Ein Besuch der St.-Jürgen-Kirche lohnt sich nicht nur wegen der gotische Bronzetaufe von 1424, dem älteste Ausstattungsstück der Kirche, oder dem spätgotischen Schnitzaltar von etwa 1500. Das Gotteshaus feiert in diesem Jahr zudem ein besonderes Jubiläum: Vor 700 Jahren wurde das Wahrzeichen erstmals urkundlich erwähnt. Gefeiert werden soll das mit einer Festwoche, beginnend am Pfingstsonntag, 20. Mai, mit einem plattdeutschen Gottesdienst um 10 Uhr im Pastoratsgarten. (Das komplette Programm gibt es online unter www.kirche-gettorf.de).

Eine Besonderheit der Kirche ist außerdem die leichte Schiefstellung des 1491 errichteten Kirchturmes. Die Legende besagt, dass der Teufel einen Findling, den sogenannten „Düvelstein“, nach ihm warf. Allerdings, so die Erzählung, lenkte Gott den Stein ab, sodass der Kirchturm letztlich nur leicht gestreift wurde. Der gemeinte Findling ist heute in der Nähe der Nachbargemeinde Lindau, bei Großkönigsförde, zu finden.

Nur wenige Meter entfernt von St.-Jürgen, am Karl-Kolbe-Platz, befindet sich die historische „Mühle Rosa“, die noch bis 1945 in Betrieb war. Das Heimatmuseum schräg gegenüber ist ebenfalls einen Besuch wert.

Überregional bekannt ist Gettorf zudem wegen seines Tierparks, dem einzigen privatwirtschaftlich betriebenen Zoo Schleswig-Holsteins. Angefangen hatte alles auf einer ehemaligen Kiesgrube, auf der sich der gelernte Landwirt Karl-Heinz Bumann seinen Traum eines eigenen Wildparks erfüllte. Der private Park beherbergte zunächst nur heimische Arten wie Ziergeflügel, Schafe, Ziegen und Hirsche. Mit der Zeit wuchs der Tierbestand stetig an und auch exotische Arten hielten zunehmend Einzug. Heute – fast genau 50 Jahre nach der Eröffnung – sind in dem Park rund 800 Tiere in 110 Arten zuhause. Pünktlich zum 50. Jahrestag feiert der Park am Dienstag, 1. Mai, Geburtstag. Zur Feier des Tages haben Besucher des Geburtsjahrgangs 1968 an diesem Tag freien Eintritt. Ebenso jeder 50. Besucher.

Auf der Internetseite shz.de/fotoaktion können unsere Leserinnen und Leser ihrem Ort ein Gesicht geben und ihre schönsten Bilder aus den vorgestellten Orten einsenden. Am Ende der Serie „Top Regional“ werden wir dann aus allen Bildern das schönste für jede unserer 15 Tageszeitungen auswählen und jedes mit einem 100 Euro-Mediamarkt-Gutschein prämieren.

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