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Abschied : „Gettorf wird uns in guter Erinnerung bleiben“

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Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Nach zweieinhalb Jahren verlässt der Vikar Björn Ströh verlässt die Kirchengemeinde Gettorf. Mit einem Gottesdienst in der St. Jürgen-Kirche verabschiedet er sich am Sonntag.

Er trägt einen grauen Pulli, graue Jeans, lächelt oft, wenn er erzählt, wirkt mit seinen 32 Jahren jugendlich, offen und aufgeschlossen. Nach seinem Vikariat in der Kirchengemeinde Gettorf, der praktischen Vorbereitung für den Beruf des evangelischen Pastors, wird Björn Ströh aus Gettorf zum 1. Februar seine erste Stelle als Pastor zur Anstellung in Lunden in Dithmarschen antreten. Am Sonntag um 10 Uhr möchte er sich in einem gemeinsamen Gottesdienst mit Pastorin Christa Loose-Stolten zum Thema „Vertraut den neuen Wegen“ aus Gettorf verabschieden.

Zweieinhalb Jahre hat Björn Ströh nach seinem Theologiestudium an der Universität Kiel als Vikar in der Kirchengemeinde Gettorf verbracht. „Ich habe viel gelernt“, sagt er rückblickend. Er durfte moderne und traditionelle Gottesdienste feiern, Gottesdienste unter freiem Himmel, Taufen, Trauungen und Beerdigungen erleben. „Wir haben eine Strandtaufe in Dänisch-Nienhof gehabt“, erzählt er. „Die fand ich sehr schön.“ Öfter Gottesdienste an der frischen Luft zu feiern, da hätte er auch Lust drauf, sagt er. „Die Botschaft bleibt die gleiche. Aber Gott als Schöpfer der Natur spürt man dort noch unmittelbarer.“ Seiner Meinung nach ist es ganz wichtig, neue Ausdrucksformen für den Glauben zu finden und die Sprache der Menschen zu sprechen. So wie Gottesdienste unter freiem Himmel oder Glaubenskurse anzubieten, wo die Menschen sich wieder finden. „Vieles geschieht über Beteiligung, über ehrenamtliches Engagement“, ist er überzeugt. „Gottesdienste, wo die Menschen selber mitmachen, sind immer lebendig.“

Der Gedanke, Pastor zu werden, kam ihm schon während der Schulzeit in der eigenen Kirchengemeinde in Lübeck. Nach der Schule leistete er Zivildienst in einer christlichen Einrichtung in Norwegen, wo er mit Schülern mit Behinderung arbeitete. „Da hat es sich bestätigt, dass mir nicht nur der Glaube wichtig ist, sondern dass ich auch Lust habe, als Pastor zu arbeiten“, sagt er. „Und dass meine Frau das unterstützt, das ist ganz großartig.“

So wie den Umzug in seine neue Gemeinde nach Dithmarschen. Mitte Dezember erfuhr er von dieser Stelle. Am 29. Januar wird er in sein neues Amt eingeführt. In zwei Wochen zieht er mit seiner Frau Hellen und ihrem eineinhalbjährigen Sohn Jakob um. Leicht fällt ihnen der Abschied aus Gettorf nicht.

„Wir haben hier Beziehungen geknüpft und fühlen uns hier zu Hause“, sagt Björn Ströh. „Gettorf wird uns in sehr guter Erinnerung bleiben. Wir werden auch wieder zu Besuch kommen. Das steht fest.“





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erstellt am 11.Jan.2014 | 06:16 Uhr

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