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Weitsicht : Gettorf stellt Weichen für die Zukunft

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

2014 soll Bauleitplanung für verschiedene Projekte aufgenommen werden / Wirtschaft investiert in den Gewerbegebieten

Vor der Gemeinde Gettorf liegt ein spannendes Jahr: Die Planung des neuen Sportzentrums an der Süderstraße gilt es voranzutreiben und vorausschauend die Weichen für die Nachnutzung der durch den Neubau frei werdenden Sportflächen am Ringweg zu stellen. Außerdem werden private Investoren an einigen Stellen im Gemeindegebiet zur Tat schreiten und das Gesicht Gettorfs verändern.

Eine gewaltige Aufgabe bedeute das neue Sportzentrum für eine Gemeinde dieser Größe, sagt Bürgermeister Jürgen Baasch. Insgesamt werden 4,5 Hektar in Nachbarschaft des Schulzentrums überplant, auf denen ein Kunstrasenplatz, zwei Sportplätze, ein Jugendplatz, ein Multifunktionsplatz für Basketball und Rollschnelllauf sowie die Vereinsheime entstehen sollen. Der Lenkungsausschuss mit je einem Vertreter der Fraktionen, dem Schulverbandsvorsitzenden, den Fachbereichsleitern und dem Bürgermeister hat bereits getagt und einen Ideenwettbewerb angeregt. Verschiedene Planungsbüros sollen eingeladen werden, ihre Ideen zur Gestaltung des Geländes einzureichen. Auf dem ausgewählten Entwurf solle dann weiter aufgebaut werden, kündigt Baasch an. Dann sollen auch die Vereine mit einbezogen werden. Im Spätsommer könnten die Erdarbeiten beginnen, für die Einweihung peilt Baasch den Zeitraum nach den Sommerferien 2016 an.

Inwieweit es eine Förderung des 4 bis 4,5 Millionen schweren Vorhabens geben kann, werde zurzeit geprüft. Um es zu finanzieren, sollen auf dem derzeitigen Sportplatz am Ringweg sowie an der Rollschnelllaufbahn Bauplätze geschaffen werden – die Planung soll zum Herbst aufgenommen werden, sagt Baasch weiter und betont, dass dort nicht nur Einfamilien- und Doppelhäuser vorgesehen sind, sondern auch Mehrfamilienhäuser mit jeweils zehn bis 15 Wohnungen. Nach dem Stohler Damm wäre der Bereich das nächste Baugebiet – 2014 würden von Seiten der Gemeinde keine umgesetzt. Des weiteren steht die Bauleitplanung für die Erweiterung des Gewerbegebiets Eichkoppel auf der Agenda. „Wir haben nur noch ein Grundstück von 1500 Quadratmetern frei“, berichtet Baasch. Drei bis vier Hektar könnten noch dazu kommen und den Bedarf von Firmen decken, denen zum jetzigen Zeitpunkt eine Absage erteilt werden müsse.

In das gegenüberliegende Gewerbegebiet Am Ravensberg wird von privaterwirtschaftlicher Seite kräftig investiert. Das alte Bürogebäude der Firma Sievertsen wird abgerissen und an anderer Stelle neu errichtet, ebenso der Getränke- und der Aldi-Markt. Parallel dazu wird eine neue Zufahrt zu dem Gewerbegebiet geschaffen, die ein Abbiegen vor dem Edeka-Marktermöglichen wird. „Das wird für Gettorf ein Gewinn sein“, ist der Bürgermeister überzeugt und betont, dass keine Konkurrenz zu den Geschäften in der Innenstadt geschaffen wird. Es gebe keine neuen Sortimente, die vorhandenen würden nur umstrukturiert.

Die Arbeiten auf dem Gelände der Firma Sievertsen haben ebenso begonnen wie gebenüber auf dem Eckgrundstück der Eichkoppel. Dort entsteht eine neue Bäckerei, die im laufenden Betrieb auch besucht werden kann. Auch in der Fischerstraße steht der Beginn der Arbeiten für die 16 neuen Wohnungen der Genossenschaft Gemeinnütziges Wohnen Eckernförde (GWU) bevor. „Darauf freuen wir uns“, sagt Baasch, der damit rechnet, dass die Wohnungen mit einem Preis von 5,10 Euro Kaltmiete pro Quadratmeter im Herbst bezugsfertig sein werden. Damit würde bezahlbarer Wohnraum geschaffen, hebt der Bürgermeister hervor.

Nicht zu sehen, aber ein Thema, das vorangetrieben wird, ist die Sanierung der Abwasserkanäle. Zwischen 70 000 und 80 000 Euro gibt die Gemeinde im Jahr dafür aus. Ferner hat Baasch die Erweiterung des Wanderwegenetzes im Blick. Ziel ist es, die Gemeinde irgendwann umwandern zu können, sagt Baasch, der stolz ist, dass sich Gettorf die Grünflächen, die zur Erholung einladen, zwischen der Bebauung erhalten hat.

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erstellt am 08.Jan.2014 | 06:43 Uhr

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