Große Pläne : Gettorf plant neue Veranstaltungen

Wie leergefegt – Das Gettorfer Weihnachtsgeschäft lief im letzten Jahr nicht wie gewollt.
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Wie leergefegt – Das Gettorfer Weihnachtsgeschäft lief im letzten Jahr nicht wie gewollt.

Weihnachtsgeschäft in der Gettorfer Innenstadt war nicht so gut / Adventszeit war zu kurz

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10. Januar 2018, 06:09 Uhr

Gettorf | Das Dorf wächst. Knapp 7500 Einwohner zählt die Gemeinde vor den Toren Kiels mittlerweile. An Kaufkraft sollte es also nicht mangeln. Doch die Bilanz, die der Gettorfer Handels- und Gewerbeverein (HGV) für das letzte Jahr zieht, fällt eher enttäuschend aus. Ein professionelles Stadtmarketing sowie neue Ideen für den Ortskern sollen nun dafür sorgen, dass die Bilanz für 2018 besser ausfällt.

„Dem Lebensmittelgeschäft, den Dienstleistern und besonders dem Handwerk geht es gut. Doch die Läden in der Gettorfer Einkaufsstraße können mit dem letzten Jahr nicht zufrieden sein“, sagt Thomas Grötsch, Vorsitzender des Gettorfer HGV. Besonders bemerkbar gemacht habe sich das beim Weihnachtsgeschäft. Die Gründe dafür seien vielfältig, so Grötsch. Zum einen habe der Einzelhandel darunter gelitten, dass der vierte Advent im Vorjahr auf Heiligabend fiel und die Adventszeit damit kurzer war, als in den Jahren zuvor – es somit im Dezember zwei Verkaufstage weniger gab. Zum anderen sei der Online-Handel wie schon in den vergangenen Jahren ein großer Konkurrent für die lokalen Geschäfte gewesen. „Das ist ein Punkt, der alle Branchen betrifft, den Einzelhandel und das Weihnachtsgeschäft jedoch besonders“, sagt Grötsch, der als selbstständiger Versicherungskaufmann selbst in Gettorf tätig ist.

7500 Einwohner – die hätten schon eine gewisse Kaufkraft. Ziel müsse es nun sein, diese Kaufkraft auch im Dorf zu behalten, so Grötsch. Gelingen soll das zum einen mit Altbewährtem. So stehen auch in diesem Jahr wieder Termine wie das Rapsblütenfest am 27. Mai mit verkaufsoffenem Sonntag sowie das Halloween-Shopping am Dienstag, 30. Oktober, mit einer verlängerten Öffnungszeit der Geschäfte in der Fußgängerzone, der Herrenstraße und der Kirchhofsallee, auf dem Plan.

„Unser Ziel muss es sein, die Leute aus Gettorf und auch dem Umland ins Dorf zu ziehen“, sagt Grötsch. Man plane daher auch die Ausrichtung zweier weiterer möglicher Veranstaltungen. Ganz oben auf der Liste steht dabei ein Weihnachtsmarkt. „Erstmal nichts allzu großes, aber vielleicht ein verlängertes Wochenende im Dezember mit einigen Ständen“, erklärt Grötsch. Des weiteren hoffe man langfristig, eine weitere Veranstaltung im Frühjahr etablieren zu können.

Gut gerüstet, glaubt Grötsch, sei man für die kommenden Herrausforderungen. Mit Ulrike Kütemeier stellte die Gemeinde bereits im Oktober letzten Jahres eine erfahrene Standortmanagerin ein, die sich darum kümmern wird, das bestehende Gewerbe weiter auszubauen, dass sich neues Gewerbe ansiedelt und die durch ihre Kontakte mehr Aktivität ins Dorf holt. So will sie etwa Ende Januar auf der Grünen Woche in Berlin, einer Messe für Ernährung, Landwirtschaft und Gartenbau, gemeinsam mit Grötsch und anderen Vertretern aus der Gemeinde überregional Werbung für die Region machen.

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