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Fussball Verbandsliga Nord-Ost : Gettorf im Derby besser als der ESV

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Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Der Gettorfer SC erkämpfte sich gegen den favorisierten Eckernförder SV ein 0:0, zeigte dabei aber auch in der Offensive die besseren Ansätze. Mit Christof Gogolok und Arne Meggers wurden zwei Spieler des Feldes verwiesen.

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erstellt am 15.Sep.2013 | 20:13 Uhr

„Das war ja nicht mal Kreisklasse“, entfuhr es einem älteren Herren nach dem 0:0 im Fußball-Verbandsliga-Derby zwischen dem Gettorfer SC und dem Eckernförder SV. So schlimm war es nun nicht, aber gerade die Gäste aus Eckernförde enttäuschten gegen kampfstarke Hausherren. „Wir haben unklug gespielt – waren einfach nicht clever“, sagt ESV-Trainer Stefan Mackeprang, der nicht zufrieden war.

Für die Gettorfer war dieser Punkt sicher mehr wert, als für den ambitionierten ESV. GSC-Trainer Tim Rogge hatte sich an das altmodische aber immer noch effiziente Modell der Manndeckung erinnert, und stellte auf ESV-Stürmer Victor Buchholz Jan-Henrik Grobe ab. Der Plan ging auf. Das Eckernförder Mittelfeld suchte immer wieder vergeblich nach einer Möglichkeit, den schnellen Buchholz anzuspielen. Dazu erledigten auch die weiteren vier Abwehrspieler der Gettorfer ihren Job – bis auf einige unnötige Fehlpässe in der Anfangsphase – mehr als ordentlich. „Wir bringen immer mehr Stabilität in unsere Deckung“, ist Rogge mit dem Defensivverhalten seiner Elf zufrieden.

Und auch in der Offensive waren die Gettorfer die gesamte erste Halbzeit lang gefährlicher. In der 21. und 24. Minute zeigte der spielende GSC-Co-Trainer Christian Schössler, dass die ganz große Torgefahr nach seiner längeren Pause noch fehlt. Zweimal hatte ihn der starke Boy Bröckler gut bedient, doch sowohl der Schuss aus acht Metern (vorbei), als auch der Kopfball, mit dem Tim Steingräber im ESV-Tor keine Schwierigkeiten hatte, waren nicht zwingend genug. Nach gut einer halben Stunde kam der GSC erneut zu einer Doppelchance: Sven Ole Ratjens zwang Steingräber per Gewaltschuss zu einer Topparade, und bei der anschließenden Ecke kam Felix Riemann völlig unbedrängt aus sechs Metern zum Kopfball, zielte jedoch vorbei. „Es ist gut, dass wir uns diese Chancen herausspielen“, sagt Rogge. „Aber der nächste Schritt ist, dass wir eine davon auch mal reinmachen.“ Der schwache ESV hätte die fahrlässige Chancenverwertung der Gastgeber kurz vor der Pause fast noch bestraft, doch der Lupfer von Danny Goos landete wenige Zentimeter neben dem GSC-Tor. „Ich habe der Mannschaft in der Pause gesagt, dass das beste am Spiel das Resultat ist, denn mit dem 0:0 hatten wir Glück“, sagt Mackeprang, der zudem die Ideenlosigkeit und die Laufbereitschaft kritisierte.

Nach der Pause wurde das Spiel der Gäste etwas besser. Jedoch blieben sie über weite Strecken weiterhin ungefährlich und kamen in den gesamten 90 Minuten nur zu vier Torschüssen. Auch die Überzahl nach der Roten Karte gegen den ehemaligen ESVer Christof Gogolok (50.) – nach einer Notbremse gegen Buchholz – brachte nichts ein. Lediglich eine gute Möglichkeit erspielte sich der ESV, als Nicolas Lietz zielgenau auf Goos flankte, der seinen Abschluss aber knapp am langen Pfosten vorbei setzte (59.). Die Überzahl hielt nicht lange an, da Arne Meggers – bereits Gelb verwarnt – sich zu einer versuchten Schwalbe hinreißen ließ, und ebenfalls vorzeitig vom Feld musste.

In der Schlussphase wollten die Gettorfer nur noch eines: Den erkämpften Punkt irgendwie über die Zeit retten. Das gelang ihnen auch ohne große Mühe, denn dem ESV fiel gegen die kompakte Gettorfer Defensive mit einem souveränen Torwart Pascal Wenzkus dahinter nicht viel ein. So blieb es beim leistungsgerechten 0:0 in einem Derby, welches die Gettorfer mit einer harten Gangart führten, und womit der ESV nicht klar kam. „Wir hatten uns vorgenommen dagegen zu halten, aber wir haben es zu selten umgesetzt“, weiß Mackeprang. Sein Team konnte erneut einen Positivtrend aus dem Spiel beim RTSV in der darauf folgenden Partie nicht bestätigen. GSC-Trainer Rogge freute sich dagegen sichtlich. Er sagt: „Jetzt müssen wir nur noch anfangen, auch mal wieder Tore zu schießen. Heute kann sich meine Elf zumindest als kleiner Sieger sehen.“

Gettorfer SC: Wenzkus – Ratjens, Zimmer, Gogolok, Grobe, Wolf – Riemann, Arndt – Schössler (77. L. Empen), Gravert (90. E. Empen), Bröckler (90. Barbic).

Eckernförder SV:Steingräber – Bamler (32. Radke), Ströh, Mettig, Lietz – Matthiesen – Hindersmann (78. Gerlach), Smit – Meggers – Buchholz (75. Temirgan), Goos.

SRin: Kulow (Klausdorf). – Z.: 120

Tore: Fehlanzeige.

Rote Karte: Gogolok (50., Notbremse)

Gelb-Rote Karte: Meggers (69., Meckern/versuchte Unsportlichkeit).

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