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Jagdhundepokal : Geschickt und gehorsam: Die besten Partner der Jäger

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Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Sie sind die besten Kameraden der Jäger: ihre Hunde. Welcher davon der beste unter ihnen im Kreisgebiet ist, haben die Jäger jetzt in Karby herausgefunden.

shz.de von
erstellt am 28.Okt.2013 | 05:40 Uhr

Wenn die Kreispokalsuche ansteht, treffen die besten der besten Jagdhundegespanne aufeinander, denn in ihren Hegeringen haben die Jäger schon bewiesen, dass sie zusammen mit ihren Hunden zur Elite gehören. Jeweils zwei Jagdhundegespanne waren am Sonnabend aus den einzelnen Hegeringen in Karby zusammengekommen, um die Allerbesten zu prüfen und zu ehren.

Morgens ging es ins Gelände, wo die Prüfungen zu absolvieren waren. Kreishundeobmann Harald Wullbieter und Hundeobmann Clemens Petersen vom Hegering 1 Schwansen Nord hatten das Treffen vorbereitet. Uwe Jacobi von der Kreisjägerschaft bezeichnete den Wettbewerb als „freundschaftlichen Wettkampf“, denn jeder sei davon überzeugt, in seinem Hund den besten Jagdpartner zu haben. Dass die Hunde keine „Jagdsklaven“ seien, sondern „Genossen“, ist den Jägern wichtig. Die Hunde leisten hervorragende und unentbehrliche Arbeit bei der Jagd, darum werden sie auch wie Partner behandelt.

Bei der Kreispokalsuche stehe die sorgfältige Arbeit immer im Mittelpunkt, so Jacobi. Dabei haben die Jagdhundegespanne verschiedene Aufgaben mit unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden zu absolvieren. Ein Aufgabenbereich stellt die Feldarbeit dar: Dabei werden Beutetiere apportiert, wobei auch die Art des Bringens bewertet wird.

Sehr anspruchsvoll ist der Bereich des Apports über Hindernis. Dabei muss der Hund beispielsweise einen Marder oder Fuchs über einen Graben apportieren. Für diese sehr schwierigen Aufgaben gibt es viele Punkte, für die größte aller Herausforderungen, die Wasserarbeit, werden ebenfalls sehr hohe Quotienten vergeben. Auch der Gehorsam wird bewertet.

Die Konzentration und Sorgfalt, mit der die Hunde die Aufgaben meisterten, beeindruckt nicht nur die Jäger immer wieder neu. Gerade für Laien sind die gezeigten Leistungen imponierend. „In diesen Leistungen steckt viel Zeit und Arbeit“, weiß Uwe Jacobi. Rund ein Jahr Arbeit haben Jäger und Hund vor der ersten Prüfung hinter sich. Dabei werde Gehorsam, aber auch Vertrauen geschult. Schon mit drei Monaten werde ein Hund spielerisch an seine zukünftigen Aufgaben herangeführt. Für den erfahrenen Jagdhund sei die Jagd kein Stress, sondern ein freudiges Ereignis, das ihn positiv fordert.

Die leckere Belohnung nach der Jagd hatten sich am Sonnabend aber nicht nur die Hunde, sondern auch die Jäger verdient. Das sogenannte „Schüsseltreiben“, das gemeinsame Essen nach absolvierter Prüfung, ist für die Jäger ein schöner Abschluss. Überhaupt sei das Kreispokaltreffen ein sehr geselliges Ereignis.

Aber neben dem fröhlichen Zusammensein gab es auch die Ehrung der Besten, wobei drei verschiedene Pokale vergeben wurden. Den Alterspokal gewann die Deutsch-Drahthaar-Hündin Sina mit ihrem Hundeführer Ulrich Bobert aus dem Hegering 8. Den Sonderpokal für die besonders anspruchsvolle Wasserarbeit erkämpfte sich der Labrador-Retriever-Rüde Artus mit Joachim Graf von Gerstorff, ebenfalls aus dem Hegering 8. Dritte in der Gesamtbewertung wurde Manuela Ohl-Marten mit Deutsch-Drahthaar-Rüde Charly aus dem Hegering 2 vor Clemens Petersen mit dem Deutsch-Langhaar-Rüden Branco aus dem Hegering 1. Zur Besten der Besten durfte sich nach hervorragender Leistung die Deutsch-Drahthaar-Hündin Irma mit Gerd Haas aus dem Hegering 7 küren lassen.

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