13 Bilder für den Kreis : Geschenkt: 13 Bilder mit Gesprächsstoff

Malerin Sylvia Meisner-Zimmermann, Landrat Rolf-Oliver Schwemer (Mi.) und Fachdienstleiter Marco Röschmann neben dem Bild mit einer Szene von Schauspielern vor dem Landestheater.
1 von 2
Malerin Sylvia Meisner-Zimmermann, Landrat Rolf-Oliver Schwemer (Mi.) und Fachdienstleiter Marco Röschmann neben dem Bild mit einer Szene von Schauspielern vor dem Landestheater.

Malerin Sylvia Meisner-Zimmermann schenkt 13 großformatige Bilder mit Impressionen des Rendsburger Herbstes an den Kreis

von
10. Januar 2018, 06:51 Uhr

Rendsburg | Ganz rechts im Bild, im Profil ist Lutz Clefsen zu erkennen, damals, 1994, trug er noch einen Schnurrbart. Unten links ist der damalige Landrat Geerd Bellmann abgebildet, mit Norwegerhut, links davon Jens Ruge, der langjährige Kreistags- und Landtagsabgeordnete der FDP, der 2015 verstarb, rechts der frühere Redaktionsleiter der Landeszeitung und heutige stellvertretende sh:z-Chefredakteur, Jürgen Muhl. Weitere Rendsburger Persönlichkeiten, wie Reimer Struve, Hans-Hinrich Blunck oder Klaus Kraft haben ebenfalls als Portrait ihren Platz auf dem großformatigen Ölbild gefunden. Gesprächsstoff bieten nicht nur dieses, sondern auch die weiteren acht Bilder, die jetzt im Sitzungssaal 169 im Rendsburger Kreishaus hängen, dort wo sich bislang die Ahnengalerie der Landräte befand.

Gemalt wurden die Bilder bereits 1994 von der Künstlerin Sylvia Meisner-Zimmermann, die diese nun dem Kreis Rendsburg-Eckernförde geschenkt hat. „Der Raum hat dadurch sehr gewonnen“, lobte Landrat Dr. Rolf-Oliver Schwemer gestern die Kunstwerke der Eckernförderin. Insgesamt sind es 13 Bilder mit Gesichtern und Szenen des Rendsburger Herbstes. Drei Bilder hängen im Büro des Landrates, eines beim Kreispräsidenten.

Im Auftrag der Eckernförder Zeitung hat die Malerin und Journalistin Sylvia Meisner-Zimmermann 1993 den Rendsburger Herbst besucht. Beeindruckt von der bunten kulturellen Vielfalt des großes Stadtfestes entstanden daraufhin in Meisner-Zimmermanns Atelier in Holtsee die 13 Bilder, allesamt im Format 1 Meter mal 1,40 Meter. „Von Februar bis August habe ich daran gearbeitet“, erzählt sie, die in Kiel und Gießen Kunst und Kunstgeschichte studierte und Mitglied im Bundesverband Bildender Künstler ist. Rechtzeitig zum 20. Rendsburger Herbst waren die Bilder dann fertig, was Klaus Kraft, den „Vater“ des Festes damals sehr erfreute, weiß Meisner-Zimmermann noch sehr genau.

Vor typischen Bauwerken, wie der Hochbrücke, der Marienkirche, der Fähre Nobiskrug oder dem Alten Rathaus ließ Sylvia Meisner-Zimmermann Menschen aus Politik, Kultur und Gewerbe zusammenkommen – Politiker aus Stadt und Kreis, Schauspieler des Theaters, Kulturschaffende und Musiker, die den Rendsburger Herbst prägten. Darunter die Get Happy Brass, „Stutentrine“ und der „Markgraf“, Clowns und Tänzer sowie Gäste aus vielen Ländern, die dem Stadtfest auch internationales Flair verliehen.

Trotz der Formate wirken die Bilder aber nicht erdrückend. Auf viel Farbe hat Sylvia Meisner-Zimmermann bewusst verzichtet, maximal zwei Farben sind es pro Bild, ansonsten setzte die Eckernförderin auf Graunuancen. „Die Fotos, die ich damals von den Menschen gemacht habe, waren auch schwarz-weiß“, sagte sie.

Erstmals öffentlich ausgestellt wurden die Bilder dann im Rendsburger Druckmuseum. Danach waren sie bundesweit in verschiedenen Ausstellungen zu sehen, bevor sie 2008 dann als Dauerleihgabe an den Kreis gingen und jetzt offiziell als Geschenk übergeben wurden. „Alle fünf Jahre sollen die Bilder aber an verschiedenen Orten öffentlich gezeigt werden“, so Lutz Clefsen über die Vereinbarung zwischen dem Kreis und der Künstlerin. „Ich bin glücklich, dass die Bilder jetzt dort sind, wo sie hingehören, im Zentrum der Stadt“, betonte Meisner-Zimmermann, die gemeinsam mit Marco Röschmann, dem Fachdienstleiter für Schule und Kultur, die Bilder an den leeren Wänden des Sitzungsraumes platziert hat.

zur Startseite
Karte

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen