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Strandpflege : Gerd Carlsen ist neuer Strandbeauftragter

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Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Der gelernte Tierpfleger hat ab sofort einen Blick auf den Strand in Eckernförde – ehrenamtlich. Unter anderem kommt er mit Hundehaltern und Radfahrern ins Gespräch.

Eckernförde | Für Hunde an der Strandpromenade herrscht Leinenzwang. Das Betreten des Strandes ist den Tieren zwischen April und Oktober gänzlich verboten – außer am extra ausgewiesenen Hundestrand. Doch immer wieder setzen sich Hundebesitzer darüber hinweg und lassen ihre Hunde am Kurstrand frei herumlaufen.

Das hat die Touristik und Marketing Gesellschaft (ETMG) schon öffentlich moniert, woraufhin sich Gerd Carlsen gemeldet hat. Der 57 Jahre alte gelernte Tierpfleger ist zurzeit arbeitslos und hat Zeit und Lust, sich ehrenamtlich zu engagieren. Sein Angebot: Er will in den kommenden drei Monaten einen Blick auf den Strand werfen und nach dem Rechten sehen. ETMG-Geschäftsführer Stefan Borgmann stimmte sofort zu und stattete Gerd Carlsen mit einer grünen Weste und einem offiziellen Ausweis als autorisierten „Strandbeauftragten“ aus.

Den Eckernfördern ist Carlsen noch bekannt als einer der Seehundwächter aus dem Jahr 2010. Damals hatte sich ein Seehund den Kurstrand als Sommerdomizil ausgesucht. Damit das Tier Ruhe vor Neugierigen hatte, hat Gerd Carlsen mit Kollegen den Strandbereich rund um das Tier abgesperrt und darüber gewacht, dass niemand dem Tier zu nahe kam. Seither hat er in Mecklenburg-Vorpommern und im Tierpark Arche Warder als Tierpfleger gearbeitet. Jetzt ist er wieder zurück.

Als Strandbeauftragter gilt seine Aufmerksamkeit zum Beispiel den Hundehaltern, aber auch Menschen, die tagsüber auf der Promenade verbotenerweise mit dem Fahrrad fahren. Dabei schlägt er stets einen freundlichen und höflichen Ton an, versucht, mit den Menschen ins Gespräch zu kommen. „Die meisten Leute sind sehr nett und sehen auch ein, dass sie sich falsch verhalten“, sagt er. Dabei will er nicht als Nörgler missverstanden werden. Als gelernter Tierpfleger ist er ein Hundefreund: „Wenn jemand Fragen hat, helfe ich gerne.“

Und weil er sowieso gerade am Strand ist, sammelt er nebenbei auch noch Müll ein. Wenn seine Tätigkeit Erfolge zeigt, will er sie bis September verlängern – ehrenamtlich.

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erstellt am 26.Apr.2015 | 14:31 Uhr

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