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Biogas : Geplant: Biowärme für Hof Louisenlund

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Der Gübyer Bauausschuss hat dem Gemeinderat empfohlen, sein Einvernehmen zur Erweiterung der Biogasanlage zu erteilen . Anlagenbetreiber Karl-Ulrich Berg plant die Leistung der Anlage zu verdoppel, um die Hofanlage Louisenlunds zu versorgen.

Die Biogasanlage in Güby soll erweitert werden. Betreiber Karl-Ulrich Berg plant, ein zusätzliches Blockheizkraftwerk, ein neues Endlager und einen Pumpraum zu errichten. Zudem soll ein Container für eine Notheizung und ein weiterer für die Aufbereitung und Wärmeübergabe aufgestellt werden. Ursprünglich war geplant, das Endlager in der Nähe des Waldes, eines FFH (Fauna-Flora-Habitat)-Gebietes, zu errichten, sagte Thomas Hinrichs vom Planungsbüro Springer auf der Sitzung des Gübyer Bauausschusses am Dienstagabend. Dann hätte auch der Schornstein des geplanten Blockheizkraftwerkes 15,5 Meter hoch werden müssen und wäre schon von Weitem zu sehen gewesen.

Die Erweiterung sieht nun vor, das neue Endlager dichter an den Louisenlunder Weg zu platzieren. Die Fläche dafür würde die Stiftung Louisenlund zur Verfügung stellen. Durch die Verlagerung des Endlagers müsse der Schornstein nur zehn Meter hoch werden. „Wir vergrößern deutlich den Abstand zur Wohnbebauung und zum Wald“, betonte Hinrichs. Die zusätzlichen Maschinen werden gedämmt, sagte Berg und betonte: „Es ist keine Veränderung der Anlage selbst. Es ist nur eine Verschiebung der Komponenten.“ Durch die Erweiterung würde sich aber die Leistung der Anlage verdoppeln: Derzeit liegt sie bei 252 Kilowatt elektrische Leistung und 600 Kilowatt Megawatt Feuerungswärme. Nach der Erweiterung würde die Leistung 510 Kilowatt elektrische Leistung und 1,2 Megawatt Feuerungswärme betragen. Damit gehöre die Anlage immer noch zu den kleinsten Anlagen im Amt Schlei-Ostsee, bestätigte Norbert Jordan, Abteilungsleiter für den Bereich Bauen und Umwelt im Amt Schlei-Ostsee, auf EZ-Nachfrage.

Es ist geplant, den 350 Meter entfernten Hof der Stiftung Louisenlund mit Wärme zu versorgen. Derzeit werden schon vier Nachbarn versorgt.

Das Endlager werde abgedeckt, kündigte Berg an. Es entstünden keine zusätzlichen Emissionsquellen. Es sei nicht ihre Absicht, sonnabends oder sonntags Substrate zu fahren. Sie könnten in Ausnahmefällen die Nacht durchfahren. Das sei bisher nicht passiert, sagte Berg. Die Anlage ist seit 2010 in Betrieb. Unternehmen seien angewiesen worden, rücksichtsvoll zu fahren. Bürgermeister Manfred Pohl (Bürgerforum) regte an, eine Ausweichbucht an der Straße Damm zu bauen, und Berg bot an, sich freiwillig an den Unterhaltungskosten für die Straßen zu beteiligen.

Der Bauausschuss empfahl der Gemeindevertretung, die am Dienstag, 27.August, tagen wird, ihr Einvernehmen zu erteilen, vorbehaltlich, dass es sich um eine privilegierte Anlage handelt. Das Vorhaben muss vom Landesamt für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume (LLUR) genehmigt werden.

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erstellt am 21.Aug.2013 | 17:34 Uhr

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