zur Navigation springen
Eckernförder Zeitung

20. August 2017 | 08:07 Uhr

Geordnete Verhältnisse im „Ring“

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Ortstermin des Bauausschusses im Lorenz-Von-Stein-Ring / Bauamt sieht keine Notwendigkeit für B-Plan im Verdachtsgebiet L

Die Mitglieder des Bauausschusses trafen sich am Mittwochnachmittag vor der Sitzung im Rathaus zu einem Ortstermin im Lorenz-Von-Stein-Ring, um das Verdachtsgebiet L/ Broosbyer Koppel in Augenschein zu nehmen. Das Gebiet liegt im Südwesten Eckernfördes und erstreckt sich vom nördlichen Teils des Kakabellenwegs, der in den Lorenz-Stein-Ring mündet, bis hin zur Nordseite des Stolbergrings.

Zum Hintergrund: Das städtische Bauamt wurde in der Ratsversammlung vom 4. Juli 2007 beauftragt, eine Vorlage zu erstellen, aus der bauliche Probleme in Wohngebieten hervorgehen, in denen neue Bauvorhaben „nach Paragraph 34 des Baugesetzbuches zu einer möglicherweise ungewollten oder nicht gebietsverträglichen Binnenverdichtung führen könnte“. Paragraph 34 ist die geltende Vorschrift für Bauvorhaben in unbeplanten Innenbereichen, alsoin jenen Bereichen, die außerhalb von Bebauungsplangebieten liegen. Vom Bauamt wurden unter anderem Wohngebiete mit einem bekanntem Veränderungsdruck dieser Untersuchung unterzogen. Dies trifft auf das Verdachtsgebiet L zu: Hier sind bauliche Veränderungen durch den Abriss der ehemaligen Fachhochschule sowie ein Generationswechsel zu erwarten, die diese Überprüfung erforderlich machten.

Im Rahmen der bauamtlichen Untersuchung wurde überprüft, inwieweit in diesem Wohngebiet eine Binnenverdichtung durch Neubauten möglich ist und ob zukünftige bauliche Veränderungen durch einen Bebauungsplan (B-Plan) geregelt werden müssten. Das Bauamt hat dieses Gebiet nach städtebaulich relevanten Kriterien wie Ortsbild, Denkmalschutz und Sozialstruktur überprüft und die Ergebnisse in einer Übersichtsbroschüre zusammengefasst.

Darin kommt die Verwaltung zu dem Ergebnis, dass kein B-Plan erforderlich ist und beurteilt eine bauliche Entwicklung dieses Gebiets nach Paragraph 34 als verträglich. Zukünftige bauliche Veränderungen müssten folglich nicht durch einen gesonderten B-Plan geregelt werden. Als Grund führt die Verwaltung die stabilen Strukturen sowie die wenigen räumlichen Möglichkeiten, das Gebiet zu bebauen, an. „Zum jetzigen Zeitpunkt sind in diesem Gebiet keine gravierenden baulichen Veränderungen zu erwarten“, sagte Stefanie Klinger vom Bauamt. Gleichzeitig wird seitens der Verwaltung angeregt, das „Noorhus“ in das Register der schützenswerten Baubestände aufzunehmen.

Nach der Ortsbesichtigung wurde die Broschüre den Ausschussmitgliedern ausgehändigt. Die Fraktionen werden in der nächsten Sitzung des Bauausschusses darüber diskutieren, ob sie den Empfehlungen der Verwaltung zustimmen oder einen B-Plan als notwendig erachten.

Karte
zur Startseite

von
erstellt am 06.Mär.2015 | 06:52 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen