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Aktion Sauberes Schleswig-Holstein : Gemeinschaftlich gegen den Müll

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Viele Eckernförder Vereine, Verbände und Bürger haben sich am Aktionstag „Unser sauberes Schleswig-Holstein“ beteiligt. Eine Tauchergruppe durchkämmte das Hafenbecken und förderte manches Ungewöhnliche zutage.

Eckernförde | Eine malerische Lage direkt an der Ostsee, eine historische Altstadt, zahlreiche Veranstaltungen und den typisch norddeutschen Charme – das alles und noch viel mehr bietet die Stadt ihren Bürgern und Besuchern. Am Sonnabendvormittag gab es für freiwillige Helfer im Rahmen der inzwischen schon traditionsreichen Aktion „Unser sauberes Schleswig-Holstein“ die Möglichkeit, Eckernförde etwas zurückzugeben. Zwischen 10 und 12 Uhr wurde an vielen Orten im gesamten Stadtgebiet Müll gesammelt und Laub geharkt, sodass dass das beliebte Urlaubsziel pünktlich zum Frühlingsbeginn wieder in frischem Glanz erstrahlen kann.

Die Veranstaltung, die sich im ganzen Norden großer Beliebtheit erfreut, wird vom Gemeindetag, dem Städteverband Schleswig-Holstein, den Provinzial Versicherungen sowie von NDR 1 Welle Nord und dem Schleswig-Holstein Magazin organisiert und soll vor allem das Umweltbewusstsein steigern und die Landschaft von bereits begangenen Umweltsünden befreien. „Wir sind schon seit vielen Jahren dabei“, so Anja Kommorowski, die Jugendwartin vom Verein für Rasensport (VfR). „Es ist schön, gemeinsam etwas für die Natur zu tun. Der Zeitpunkt passt uns sehr gut – so sieht die Anlage zum Beginn der neuen Saison wieder ansprechend aus“, sagte sie. Gemeinsam mit zahlreichen Vereinsmitgliedern aller Altersgruppen widmete sie sich rund zwei Stunden lang dem Gelände rund um den Sportplatz und das Vereinsheim, in dem anschließend bei einer heißen Tasse Kaffee geplaudert werden konnte.

Viele Schaulustige versammelten sich auch am Hafenbecken zwischen der Siegfried Werft und dem Luzifer, wo Sven Gründel (17), Finn Gründel (17) und Philipp Hoy (18) vom Tauchclub Eckernförde eine halbe Stunde lang unter Wasser nach Müll suchten und einige kuriose Gegenstände zutage förderten. „Wie in den vergangenen Jahren sind auch wieder Stühle aus der umliegenden Gastronomie dabei“, stellte Maren Quast von der Bauverwaltung fest. Aber auch Regenmäntel, halbvolle Saftflaschen und sogar ein Kinderwagen waren unter der Ausbeute der drei Taucher zu finden. „Mit vier Grad ist das Wasser natürlich noch recht kalt – vor allem im Gesicht und an den Händen“ , so Sven Gründel, der mit seinem Zwillingsbruder schon zum fünften Mal an der Aktion im Hafenbecken teilnahm. Allerdings nahmen er und seine Mitstreiter sich gerne die Zeit und beantworten zurück an Land in ihren Neoprenanzügen die zahlreichen Fragen der Passanten.

Auch in diesem Jahr erfreute sich die Aktion, die es seit mehr als zehn Jahren gibt, bei allen Teilnehmern großer Beliebtheit, so dass am Sonnabendvormittag zahlreiche Müllsammler in bunten Jacken das Stadtbild prägten.

Wie viele andere Vereine und Verbände der Stadt beteiligte sich auch der Babu Eckernförde an der Müllsammelaktion. Traditionell sammeln die Naturschützer an drei Standorten im Stadtgebiet Eckernförde. Am Standort Goosseewiesen sind wieder neben vielen Plastikverpackungen etliche „Schietbüddel“ mit und ohne Inhalt gesammelt worden. Bemerkenswert war der Fund von zwei Zeitungspaketen eines Wochenblattes, die statt zu verteilen arglos in die Brombeeren geschmissen worden waren. Es wurde auch am Sandkruggelände bis zum Bahnkörper gesammelt. Das Sammeln direkt am Bahnkörper wird nächstes Jahr aus sicherheitstechnischen Gründen nicht mehr durchgeführt. Besonders ärgerlich war für die Naturschützer ein Fund am Spielplatz am Sandkruggelände: Dort war eine Glasflasche absichtlich auf einem Findling zerschlagen worden. „Da fehlen einem die Worte. Wer macht sowas?“, äußerte der Vorsitzende des Nabu Eckernförde, Matthias Valkema, gegenüber der Eckernförder Zeitung.

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