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Eckernförder Zeitung

18. Dezember 2017 | 00:49 Uhr

kulturabend : Gemeinsames Singen macht Freude

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Beim Kulturabend in Holzdorf waren sämtliche Plätze in der Gaststätte Blumenthal belegt. Auch Feriengäste zeigten sich von der Veranstaltung begeistert.

Über die Region hinaus bekannt ist der Kulturabend der Gemeinde Holzdorf. Seit 17 Jahren lockt Organisator Altbürgermeister Peter Petersen die Besucher mit einem bunten Programm-Mix. Bis auf den letzten Platz füllte sich der herbstlich geschmückte Saal in der Gaststätte Blumenthal. Die Erwartung auf einen Abend mit gemeinsamem Singen, mit alten und neuen Volksweisen, mit der Heimatsprache Plattdeutsch und der „Quetschkommodenmusik“ ist für die Gäste mit einem Klönschnack hier und dort als der Höhepunkt des Jahres zu sehen.

Petersen begrüßte mit herzlichen Worten die einzelnen Chöre und die Musikanten: „ Singen ist so leicht und tut so gut. Einfach mal singen, nur tun muss man es. Ob jung oder alt, ob im Chor oder allein. Wir singen heute gemeinsam, denn jeder, der singt, macht die Welt um sich herum ein kleines bisschen liebenswerter. Möge der heutige Abend vom Klang froher Lieder erfüllt sein.“ Bürgermeister Dirk Radeck freute sich auf einen Kulturabend, der mit vielen Höhepunkten gespickt ist: „Wir sind dankbar für diese Veranstaltung, die Freude und Gemeinsinn mit sich bringt. Unser Dank geht auch an die Gemeinde und den Fremdenverkehrsverein, die diesen Abend ermöglicht haben.“

Stehend und voller Heimatgefühl erklang zunächst das Schleswig-Holstein-Lied. Der DRK-Singkreis Winnemark fand schon mit dem ersten Lied „Lieder so schön wie der Norden“ kräftige Mitsinger. Beliebt sind sie immer noch, die alten Volksweisen. Textsicher und aus vollen Kehlen erklang gemeinsam mit dem Unabhängigen Männerchor Holzdorf „Hohe Tannen weisen die Sterne“ und „Wenn alle Brünnlein fließen“. Chorleiter Willi Möhl: „ Wi hebbt ok plattdüütsche Leeder dorbi.“

Für eine Überraschung sorgte der Gesangverein Kochendorf. Michel Blüme (20) hatte seinen Chor, den der Musikstudent vertretungsweise leitet, gut im Griff. Mit viel Temperament und Gefühl stimmte der Chor die Lieder „Sing mit mir ein Halleluja“ und „Love Me Tender“ an. Schmunzelnd bekennen die Chormitglieder: „ Wir haben viel Spaß mit unserem Michel, der eigentlich schon unser Enkel sein könnte. Er verlangt aber auch etwas von uns und er kann gut motivieren.“

Plattdeutsches im Gepäck hatte ebenfalls der Holtbunger Chor. Von „Freut Euch des Nordens“ bis zum Potpourri alter Schlager wurde kräftig gesungen, mit einem Mal waren die Hits „Was machst Du mit dem Knie, lieber Hans?“ oder „Ich hab’ das Fräulein Helen baden seh’n“ gar nicht mehr in Vergessenheit.

Für Schunkelmusik sind die Hinterzimmermusikanten unter der Leitung von Adelgunde (Gundi) Schulz bekannt. Ob „Rosamunde“, „Dat noch in hundert Johrn“ oder das beliebte Lied „Ik wullt wi weern noch kleen, Jehann“ erklang – die Begeisterung war groß. Pfiffig und mit viel Temperament tanzten sich die Hotliners Damp mit ihrer Country Musik in die Herzen der Gäste.

Hilde Iden (91) aus Vogelsang-Grünholz hat ganz versonnen der Musik gelauscht und mitgesungen: „ Es ist nicht nur so schön, alte deutsche Weisen zu hören, auch die Gemütlichkeit macht es aus.“ Hannelore Enz (44) und Brigitte Sommer (28) aus Hessen machen zum ersten Mal Urlaub im Norden: „Einfach toll, wir sind restlos begeistert und gehen mit einem wohligen Gefühl nach Hause.“ Die Sänger und Musikanten haben es geschafft, ihr Publikum mitzunehmen, das mit Applaus nicht sparte. Peter Petersen hörte immer wieder aus den Reihen der Gäste: „Ein Jahr bis zum nächsten Kulturabend ist ja so lang hin.“ Mehr Lob, sagte Petersen, kann man nicht erwarten.

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