zur Navigation springen

Dänisches Jahrestreffen : Gemeinsames, buntes Fest unter dem Danebrog

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Die dänische Minderheit feiert ihr Jahrestreffen mit vielen Gäste und Aktionen auf dem IF-Sportplatz. Traditionelles Fest mit vielen Vorführungen und Aktionen.

Eckernförde | Die dänische Nationalflagge, der Danebrog, war am Sonnabend beim Jahrestreffen (Årsmøde) der dänischen Minderheit auf dem Sportplatz im H.-C.-Andersen-Weg allgegenwärtig, Der Südschleswigsche Verein (Sydslesvigs Forenig) hatte dazu alle Mitglieder der Minderheit und Bürger eingeladen. Nach dem traditionellen Auftakt mit dem Pfadfinderorchester „FDF Vejle“ am Vormittag auf dem Gänsemarkt ging es am Nachmittag für die ganze Familie mit Spielen, Mitmachaktionen und Musik auf dem IF-Sportplatz weiter. Anknüpfend an die Tradition großer, nationaler Versammlungen wie 1840 auf dem Himmelbjerg in Mitteljütland oder 1843 auf der Skamlingsbank, Südjütlands höchstem Punkt, jährt sich der Jahrestag zum 92. Mal. Das Jahrestreffen steht im Zusammenhang mit dem Grundlovsdag (Gründungstag der Dänischen Minderheit). 1921 fand in Flensburg das erste Treffen statt, nachdem ein Jahr zuvor das dänische Volk über den Verbleib von Sydslesvig in Deutschland abgestimmt hatte.

Reichhaltig war das Angebot auf dem Sportplatz vor der dänischen Schule, der für den Nachmittag unter strahlendem Sonnenschein zur Festwiese wurde: Hüpfburgen, Ballspiele auf dem Rasenfeld, wer hoch hinaus wollte, konnte es mit dem Stapeln von Getränkekisten versuchen. Diverse Info-Stände und Verkaufsbuden rundeten das Angebot ab.

Nicht von ungefähr kam das Motto „Südschleswig, was geht mich das an?“, das je nach Betonung unterschiedlich verstanden werden konnte. „Unter anderem geht es um den geschichtlichen Hintergrund, und warum es die Minderheit gibt“, sagte Mitorganisatorin Gitte Hougaard-Werner in ihrer Begrüßung. Dies wurde auch auf dem Plakat deutlich, das Schleswig-Holstein als Puzzle darstellt, in das die dänischen Begriffe für Identität, Gemütlichkeit, Toleranz, Respekt bereits eingefügt waren und letzte Lücken mit Gesinnung und Gemeinsamkeit gefüllt wurden. Rund 14  000 Mitglieder zählt der Südschleswigsche Kulturverein (SSF), der an diesem Wochenende mit 42 Veranstaltung über drei Tage landesweit für Gemeinsamkeit wirbt. Auch wenn Schlagbäume an der nördlichen Grenze vielleicht das Gegenteil suggerieren, ist es mit der Gemeinsamkeit durchaus ernst gemeint: „Deutschland ist Dänemarks wichtigster Partner“, machte Kim Andersen, Vorsitzender des SSW-Ausschusses im Folketing, in seiner Ansprache deutlich. Auf den Weg gebracht wurde eine sogenannte „Deutschlandstrategie“, die die wirtschaftliche Gemeinschaft beider Länder stärken soll, aber auch kulturell neben anderem der deutschen Sprache in dänischen Schulen einen höheren Stellenwert einräumt.

„Ja nichts verpassen“ war das Motto der Eltern und Verwandten, die mit Handykameras den Auftritt der Jüngsten vom dänischen Egernførde Børnehave aus dem Saxtorfer Weg umringten. Mit Tanzeinlagen und perfekter Turnakrobatik unterhielten die Turner aus Hedensted. Anke Göttsch (SPD) als Stadtvertreterin hätte die Frage des Mottos: „Sydsleswig, hwar rager det Dig?“ mit „Eine ganze Menge“, nach all den Vorrednern nicht besser beantworten können.

Karte
zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen