zur Navigation springen
Eckernförder Zeitung

21. August 2017 | 01:28 Uhr

Kunstmarkt : Gemeindezentrum wird zur Galerie

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Künstler aus Altenholz stellen erstmals auf Einladung des Kulturkreises aus / Positive Resonanz – Wiederholung angedacht

Zum ersten Mal hatte der Altenholzer Kulturkreis am Sonntag zum Künstlermarkt in den großen Saal des Gemeindezentrums geladen, und 21 Aussteller waren gekommen. Die Idee hatte Wolfgang Hübner vom Kulturkreis, als er einen Kunst- und Hobbymarkt in einer Nachbargemeinde besuchte. Allerdings schwebte ihm eine Besonderheit gegenüber anderen Märkten vor: Es sollten nur Künstler aus Altenholz teilnehmen.

Der Vorschlag kam an, der Kulturkreis stimmte zu, und über die Altenholzer Nachrichten suchte man Aussteller, die sich auch in ausreichender Zahl meldeten, so dass der erste Markt starten konnte. Im Saal kam man sich vor, wie in einer großen Galerie. Malerei und Fotografie waren eindeutig in der Überzahl, was den Saal zu einer farbenfrohen Meile werden ließ. „Ich bin erstaunt, wie viele Maler es in Altenholz doch gibt“, sagte auch die Malerin Adelheid Lawrenz, die zusammen mit Marion Bartels seit 2009 das ARTelier Altenholz betreibt und die mit der Resonanz der Besucher zufrieden war. Zwar hatte sie noch kein Bild verkauft, Interessenten waren aber durchaus vorhanden. Neben Blumenbildern überwogen Bilder, die ihr Hauptthema „maritime Impressionen“ widerspiegeln und bei denen Farbe und Licht eine zentrale Rolle spielen. „Eine tolle Ausstellung an einem tollen Platz“, so das Fazit der Malerin.

Zu denjenigen Künstlern der Ausstellung, die nicht mit Malerei, Fotografie oder Kunstdrucken aufwarteten, gehörte Margarete Dietrich, die ansprechende Dekoartikel für Haus und Garten anbot und der die Besucher auch über die Schulter gucken konnten, wie sie die Dekorationen mit der Heißklebepistole aus überwiegend Naturmaterialien fertigte. Mit der Veranstaltung ist Dietrich mehr als zufrieden, ihre Dekorationen kamen gut an und dementsprechend waren die Verkäufe, auch wenn diese nicht der Hauptgrund waren, an der Veranstaltung teilzunehmen. Auch einige andere Stände boten Dekoartikel an, natürlich waren auch, entsprechend der Jahreszeit, Osterartikel zu finden.

Das Rahmenprogramm umfasste neben Lesungen von Britta Gaude, bei denen sie Texte aus den Altenholzer Heimatheften vortrug, auch musikalische Unterhaltung. Das ursprünglich angekündigte Duo „Sing your Soul“ musste kurzfristig absagen, aber für Ersatz war gesorgt. Imre Sallay (Klavier) und Gerhard Breier (Saxophon und Klarinette) unterhielten die Besucher mit nostalgischem Charme in Form von Schlagern aus den 1930er und 40er Jahren. So war bei einer Tasse Kaffee und einem Stück Kuchen der Musik lauschend zwischen all der Kunst auch für Entspannung gesorgt. Denn spannend war es schon, den Facettenreichtum der Altenholzer Künstler zu entdecken. „Die Hobbykünstler arbeiten meist im Verborgenen, oftmals nur für sich oder für Familie und Freunde. In den Arbeiten steckt aber so viel Liebe und Mühe, dass sie es wert sind, sie auch der Öffentlichkeit zu präsentieren“, sagte Wolfgang Hübner zum Hintergrund seiner Idee, den Künstlermarkt zu initiieren.

Wenn der Markt bei den Besuchern ankommt, soll er zukünftig regelmäßig stattfinden. Angesichts der Resonanz darf man sich wohl schon auf den nächsten Künstlermarkt in Altenholz freuen.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen