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Amt Schlei-Ostsee : Gemeindestraßen werden geflickt

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Nach dem Winter werden in den 19 Gemeinden des Amtes Schlei-Ostsee die Straßen ausgebessert. Amt schätzt Asphalt-Bedarf auf über 80 Tonnen.

shz.de von
erstellt am 25.Mai.2013 | 08:22 Uhr

Kosel | Risse im Asphalt und Schlaglöcher, die für Verkehrsteilnehmer ein Gefahrenpotenzial darstellen und den Gesamtzustand der Straßen beeinträchtigen. Der lange Winter fordert seinen Tribut. Wie überall im Land ist dies auch in Schwansen der Fall. Seit über zwei Wochen ist Michael Eggers, Bauingenieur im Bauamt der Amtsverwaltung Schlei-Ostsee, unterwegs, um gemeinsam mit den jeweiligen Bürgermeistern die Straßenschäden aufzunehmen. Begleitet wird er von Diplom-Ingenieur Marko Kaminski von der Straßenbaufirma Uhlmann, die für alle 19 amtsangehörigen Gemeinden den Zuschlag zur Ausbesserung der Fahrbahnen bekam.

Schlaglöcher sind aber nicht nur besonders bei Dunkelheit gefährlich, weil der Verkehrsteilnehmer sie zu spät wahrnimmt, sie scheinen auch die Fantasie der Menschen anzuregen. So geschehen im Holzdorfer im Ortsteil Neuseeholz. Unbekannte nutzten die Schlaglöcher in ihrer Straße kurzerhand als Pflanzschale für Blumen und verwandelten die Straße in ein farbiges Beet. Nicht mehr lange, denn so Eggers, die Ausbesserungsarbeiten sollen Montag in Holzdorf beginnen.

Kosel, Loose und Brodersby waren kürzlich das Ziel von Eggers und Kaminski. Begleitet von Bürgermeister Heinz Zimmermann-Stock und Gemeindearbeiter Thorsten Ebel fuhren sie die Koseler Straßen ab, in denen der Gemeindearbeiter vorab die größten Schäden festgestellt hatte. In Kosel ist das beispielsweise im Schmiederedder der Fall. Der Asphalt an der linken Straßenbankette ist voller Risse, die sich teilweise fast bis in die Mitte der Straße ziehen. Nach einer Überprüfung des Zustands wurde der Umfang der Reparatur festgelegt. "Es handelt sich um Straßenunterhaltungsarbeiten", erklärte Eggers und legte Wert auf die Feststellung, dass hier "reine Flickarbeiten und keine Sanierung" vorgenommen werden würde. In letzterem Fall käme nämlich die Straßenausbaubeitragssatzung zum Zuge, über die die Anwohner an den Kosten beteiligt werden.

Ein paar Meter weiter zeigte Ebel den Ingenieuren eine erhebliche Fahrbahnabsenkung an einem Gullydeckel. Kaminski maß mit seinem Zollstock eine Absenkung von sechs Zentimetern. "Das ist schon gefährlich und sollte unbedingt ausgebessert werden." Hier muss eine deutliche Anhebung der Fahrbahn erfolgen. Auf diesen wenigen Metern im Schmiederedder müssen nach Berechnung von Kaminski rund vier Tonnen Mikroasphalt verfüllt werden, um die Straße so zu reparieren, dass sie wieder gefahrlos befahrbar ist. Eine Tonne zu 360 Euro Netto ergibt allein für den Schmiederedder eine Gesamtsumme von rund 1440 Euro. "Unsere Straßen sind in keinem guten Zustand", zog Bürgermeister Zimmermann-Stock Bilanz. Trotzdem könne man aus finanziellen Gründen nur die schwersten Schäden ausbessern. Neben dem Schmiederedder ist das in Kosel in der Straße Eschelsmark der Fall. Dort sollen rund viereinhalb Tonnen Mikroasphalt in die Schlaglöcher verfüllt werden. Das Thema werde die neue Gemeindevertretung weiter beschäftigen, so Zimmermann-Stock.

Derzeit haben Eggers und die Fachfirma etwa die Hälfte der Gemeinden besucht und die Schäden erfasst. Anhand dieser Zahlen schätzt Eggers den gesamten Asphaltbedarf auf 80 bis 100 Tonnen, eine Menge, wie sie in den Vorjahren auch benötigt wurde. Rechtzeitiges schließen von Löchern und Rissen im Asphalt trage zum Erhalt der Fahrbahnen bei. So könne kein Wasser eindringen, was in Frost- und Tauperioden durch Frostsprengungen die Schäden vergrößern würde, so Eggers. Die gesamten Flickarbeiten sollen bis zum Beginn der Sommerferien beendet sein.

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