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Eckernförder Zeitung

16. Dezember 2017 | 10:35 Uhr

Borby : Gemeinde feiert sich vielseitig

vom

Pfingstfest auf der Borbyer Apfelwiese zieht 350 Besucher an.

shz.de von
erstellt am 21.Mai.2013 | 06:04 Uhr

Eckernförde | Der liebe Gott hatte an diesem Pfingstsonntag die graublaue Fleecedecke aufgezogen, aber das machte nichts. Regentropfen ließ sie nicht durch, und so konnte sich fast das ganze Pfingstfest der Kirchengemeinde Borby draußen abspielen. Was mit einem Gottesdienst auf der Apfelwiese, zwei Taufen und rund 350 Besuchern begann, endete nach einem lebendigen Tag voller Programm rund um den Kindergarten wieder auf der idyllischen Wiese gleich neben dem alten Pastorat.

Der Schilderwald im Gemeindehaus verhieß Programm ohne Ende, die verschiedenen Gruppen stellten sich vor: "Internet-Café", "Posaunenchor", "Chorprobe", "Wer wird Borbys Quizkönig? Jugendliche testen ihr unnützes Wissen" oder "Brot & Salz". All das gibt nur eine Idee der Aktivitäten der Gemeinde.

In der "Wiedereintrittsstelle" hielt sich Claus Arndt bereit. "Ich bleib hier, vielleicht kommt da ja noch jemand", sagte Arndt, Mitglied im Gemeinderat. Bei elf bis achtzehn Austritten im Jahr soll die Schwelle zum Wiedereintritt so niedrig wie möglich sein. "Das Angebot existiert natürlich immer", an anderen Tagen könne man sich aber auch an die Pastoren oder das Kirchenbüro wenden.

Verbindend ist das, was Ingwald Babel mit sechs Helfern seit zwanzig Jahren macht: Jeder Neubürger, 170 bis 250 im Jahr, bekommt Besuch, wird mit Brot (von Makoben) und Salz in einem kleinen Tontöpfchen (aus Bethel) begrüßt und, mit Glück, für die Kirchengemeinde gewonnen. Babel bringt es schelmisch auf den Punkt: "Ziel ist, dass sie in die Kirche kommen; unsere ist immer gut besucht."

Als es Abend wird, ging es auf der Obstwiese weiter, die Bänke füllten sich innerhalb kürzester Zeit, bei Bratwurst, Bier und feinen Jazzstandards ging der Pfingstsonntag zu Ende. Als Pastor Ole Halley dann erzählte, was ihm zu Beginn seiner Amtszeit widerfuhr, wurde klar: Borby bleibt Borby. Er besuchte eine alte Dame, die einst als Flüchtling in den Ort kam. Als er fragte, wie lange sie schon in Eckernförde sei, schlug sie mit der flachen Hand auf den Tisch, blickte ihn streng an und korrigierte: "Paster, dat müt ju noch lernen: Wi sünd hier nich in Eckernföör, wi sünd hier in Borby!"

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