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Plattdeutsch für Lliebhaber : Gelungene Premiere – volles Haus

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Das neue Theaterstück der Looser Snutenschnackers „Brägenklöterig un mehr“ ist beim Publikum ein voller Erfolg. Weitere Aufführungstermine sind am 15. und 16. Februar.

Loose | Das ist immer wieder etwas Neues, was die „Snutensnackers ut Loos“ in jedem Jahr auf die Bühne bringen. Angefangen mit einem motivierten Team auf und hinter der Bühne, einer professionellen Soundanlage, liebevoller Kulisse und originellen Stücken schafft es die plattdeutsche Theatergruppe in jedem Jahr aufs Neue, Menschen aus Loose und den umliegenden Gemeinden in die Bürgerbegegnungsstätte zu locken, um gemeinsam Theater zu genießen und im Anschluss bei Musik und Tanz noch Stunden weiter zu feiern. Rund hundertfünfzig Freunde des plattdeutschen Theaters konnten sie am Sonnabend zur Premiere des Stücks „Brägenklöterig un mehr“ begrüßen.

Das Stück, im Original „Amnesie für Fortgeschrittene“ von Karl Heins Alfred Hahn, hatte Heino Buerhoop in Plattdeutsche übersetzt. Die Snutensnackers, die das Genre des Plattdeutschen Theaters auf dem Land sicher beherrschen, haben sich damit auch an ein Stück gewagt, das, wie Gustav Mehlert von der Theatergruppe ausdrückte, „wieder ganz anders“ ist , als die Stücke der vergangenen Jahre. Die Snutensnackers selbst hatten das Stück als „Klamotte in diversen Akten“ angekündigt – und genau das war es auch. Grobe Späße ohne die ganz große Tiefe ist das Stück vor allem etwas für Lachmuskeln. Das muss man mögen – und die Gäste der Snutensnackers liebten es. Da wurden tränen gelacht und sich auf die Schenkel geklopft – und das schmälert die Leistung des Ensembles nicht. Wegen es urkomischen Hans-Jürgen Mordhorst, der in die Rolle des brägenklöderigen Alfred schlüpfte, der, von Amnesie nach einem Unfall geplagt, immer wieder aus dem Schlaf in die Biographien prominenter Persönlichkeiten schlüpfte und damit bei seinen Zimmerkollegen im Krankenhaus für manche Verwirrung und Erheiterung sorgte. Dabei bewies Mordhorst seine Vielseitigkeit. Ob Wallenstein oder Walkes, Romeo oder Hans Albers, Einstein oder Lindenberg – die Vorstellung hatte das Zeug für die Bretter, die die Welt bedeuten. Und während sich Krankenschwestern, dargestellt von Sieglinde Andersen und Anne Majken Peters, rührend um die Patienten kümmerten, versuchte Heidi Koch-Mehlert als behandelnde Ärztin, die Amnesie zu lindern. Doch hinter den Kulissen trieb ein Dieb sein Unwesen, dem Manfred Peters und Fynn-Niklaas Peters als Patienten das Handwerk zu legen versuchten, während der Kommissar, gespielt von Christian Haber, lange Zeit im Dunkeln tappte. Am Ende lösen sich alle Rätsel, die gesundheitlichen und die kriminellen, sehr zur Freude von Alfreds besorgter Schwester Ulla, die von Edda Rennwald verkörpert wurde.

Und die Moral von der Geschichte? Viel Spaß und gut unterhaltene Zuschauer, wie Claudia Doorentz, die aus Barkelsby gekommen war und zusammen mit den Freunden Kersten Witthöft und Peter Kluge richtig viel Spaß hatte. „Ich find's großartig“, sagte sie in der Pause der fast zweistündigen Aufführung. Auch die Sammelaktion für einen guten Zweck wurde vorgestellt. In diesem Jahr kommt die Summe dem Rendsburger Hospiz zugute. Diejenigen, die die Premiere nicht sehen konnten, haben dazu noch am 15. und 16. Februar an gleicher Stelle Gelegenheit.

 

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