Pferdesport : Gelungene Premiere des CSN Ehlersdorf

Laura Jane Hackbarth wurde auf Tequila Sunrise Dritte beim Großen Preis.
Laura Jane Hackbarth wurde auf Tequila Sunrise Dritte beim Großen Preis.

Pferdesport vom Feinsten bekamen die Besucher beim viertägigen CSN Ehlersdorf auf der Reitanlage von Jörg Naeve geboten. Höhepunkt war das Stechen des S***-Springens.

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01. Juli 2014, 06:00 Uhr

Vier Tage lang verwandelte sich das Dorf Ehlersdorf in eine Hochburg des Springsports. Nationenpreisreiter Jörg Naeve hatte auf seine Anlage eingeladen, Höhepunkte waren das Lotto 3plus1-Springen sowie der Große Preis von Ehlersdorf auf Drei-Sterne-Niveau. Namenhafte Reiter, darunter fünf Derbysieger, hatten ihr Kommen angekündigt. Doch nicht nur Nisse Lüneburg, Carsten-Otto Nagel, Andre Thieme oder Sören von Rönne sorgten für besten Springsport, auch Felix Haßmann und Cassandra Orschel präsentierten sich in Bestform.

Das erste Glanzstück des viertägigen Events war die dritte Etappe der Springsportserie Lotto 3plus1, die Felix Haßmann auf SL Brazonado für sich entschied. In nur 59,90 Sekunden flog er auf seinem kleinen, aber sprunggewaltigen Schimmel über den von Parcours-Chef Frank Rothenberger aufgebauten Kurs. Nicht mal einen Wimpernschlag langsamer, in 59,91 Sekunden kam Derbysieger Nisse Lüneburg ins Ziel und platzierte sich auf Rang zwei. Auch der Hausherr war nicht nur für die Organisation zuständig, sondern stieg für die beiden Höhepunkte in den Sattel. Mit Cashflow ritt er am Sonnabend auf den Rang sieben.

Im Großen Preis von Ehlersdorf, der am Sonntag auf dem Programm stand, kamen die zahlreichen Zuschauer in den Genuss, Spitzensport hautnah zu erleben. 48 Paare ritten in dem 440 Meter langen und 12 Sprünge mit 15 Hindernissen säumenden Kurs des großzügigen Turnierplatzes. „Wir waren sehr überrascht, so viele Zuschauer beim Großen Preis zu sehen. Die Stimmung war hervorragend, vor allem auch wegen der guten Reiter und dem damit verbundenen guten Sport“, resümiert Naeve, der Fünfter im Großen Preis wurde. Acht Reiter blieben fehlerfrei und zogen in das Stechen ein, das unter dem Motto „gut und schnell“ stand. Der Initiator höchstpersönlich ritt als erster Teilnehmer in den Stechparcours ein, wobei Cashflow sich nicht an den Hindernissen störte, sondern vor Start eher am Fotografen. Nach Durchreiten der Startlinie besann er sich seines Springpotentials und absolvierte die Hindernisse fehlerfrei. Derbysieger Lüneburg kassierte einen Abwurf. Laura Jane Hackbarth und ihre Stute Tequila Sunrise fegten in 39,90 Sekunden über die Hindernisse.

Doch es sollte noch besser kommen: Felix Haßmann und sein Schimmel SL Branzonado, die schon am Vortag die schnellsten im Bunde waren, trödelten keineswegs und setzten sich mit einem fulminanten Ritt an die Spitze. Die Zeit von 39,20 Sekunden schien kaum zu schlagen zu sein. Doch die 21-jährige Cassandra Orschel, die bereits am Wochenende zuvor auf Fehmarn als Siegerin vom Platz ging, versuchte es. Bei 38,80 Sekunden stoppte die Uhr, und Orschel zeigte sich überglücklich: „Die anderen im Stechen waren schon ziemlich schnell. Ich bin volles Risiko gegangen – und es hat geklappt. Herzblatt ist mein Erfolgspferd, der kämpft immer und hat das größte Herz der Welt.“ Nicht nur Orschel, auch Naeve zeigte sich sichtlich zufrieden über die Premiere: „Ich bin rundum zufrieden. Solch ein Stechen sieht man sonst nur auf internationalen Turnieren. Insgesamt habe ich viel positives Feedback bekommen und viele Reiterkollegen haben sich bedankt. Es war eine Menge Arbeit, jetzt heißt es erst mal durchatmen und verdauen.“

Neben den beiden S-Springen wurden auch die Qualifikationen der DKB-Bundeschampionate der fünf- und sechsjährigen Springpferde ausgetragen, in denen Miriam Schneider, Bereiterin im Stall Naeve, jeweils das Siegerpferd stellte. Ein Grund zur Freude: „Es hat mich sehr gefreut, dass beide Pferde so gut abgeschnitten haben, und zu Hause zu gewinnen ist immer etwas ganz Besonderes“, freut sich die Siegerin.

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