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Schützenfest in Gettorf : Gelebte Tradition – seit 175 Jahren

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Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Der Gettorfer Schützenverein wartet bei seinem 58. Schützenfest mit einigen Besonderheiten auf. Erster Wohld-König wird gesucht.

shz.de von
erstellt am 06.Sep.2017 | 06:40 Uhr

Gettorf | Der Gettorfer Schützenverein kann seit seiner Gründung im Jahr 1958 auf eine lebhafte Geschichte zurückblicken. Doch die Schützentradition im Ort reicht noch wesentlich weiter zurück – bis ins Jahr 1842, als es das erste Schützenfest, damals noch „Sächsisches Vogelschießen“ genannt, gab. Das 175-jährige Bestehen der Schützentradition haben die Gettorfer Schützen zum Anlass genommen, sich für ihr 58. Schützenfest einige Besonderheiten einfallen zu lassen. So wird beispielsweise in diesem Jahr unter Nichtschützen ab 18 Jahren zum ersten Mal überhaupt der König des Wohlds ausgeschossen.

Los geht es am Sonntag, 10. September, mit dem Königsfrühstück und den vereinsinternen Wettbewerben. „Wer neuer König wird, halten wir aber geheim“, kündigt die amtierende Majestät Matthias Schöpe, zugleich zweiter Vorsitzender, an. Vom 12. bis 14. September stehen Preis- und Pokalschießen und das Preisknobeln auf dem Programm, ehe es am Freitag, 15. September, mit dem Festumzug durch Gettorf zu einem Höhepunkt kommt. „Wir wollen zeigen, dass Traditionen bei uns noch gelebt werden“, betont Schöpe. In diesem Jahr wird der Umzug von der Borgstedter Feuerwehrkapelle und den „Drums & Pipes“ gleich doppelt musikalisch begleitet. „Bei 175 Jahren kann es auch mal größer und lauter sein“, meint Schützenmeister Gerd Kasan.

Am Sonnabend, 16. September, finden im Schützenheim der Königsball und die Proklamation des neuen Königshauses statt, bevor es am Sonntag noch einmal bunt zugeht. Ab 11 Uhr gibt es am Schützenheim einen Jazz-Frühschoppen mit Freibier und Grillstand. Dazu wird das Jäger-Infomobil mit verschiedenen Aktionen vor Ort sein, bei einem Kinderfest kann der Nachwuchs sich schminken, malen, auf einer Hüpfburg toben oder im Streichelzoo Kontakt zu Tieren aufnehmen. Im Schützenpark organisiert der Seniorenbeirat ein Boule-Turnier. Von 15 bis 15.30 Uhr sind zudem die Jagdhornbläser zu Gast, um 18 Uhr erfolgt die Pokalverleihung und Preisverteilung.

Dann wird auch der erste Wohld-König ausgezeichnet. Matthias Schöpe betont: „Man muss keine Angst haben, zu gewinnen. Der Wohld-König wird nur Rechte, aber keine Pflichten haben. Kosten kommen auf ihn nicht zu.“ Vielmehr könne sich der Sieger auf eine Königskette und eine kostenlose Mitgliedschaft bis zum Jahresende freuen. Das gelte übrigens auch für alle anderen neuen Mitglieder. Anders als andere Schützenvereine haben die Gettorfer allerdings keine Probleme mit sinkenden Mitgliederzahlen und konnten zuletzt sogar Zuwachs verzeichnen. „Sport ist in Gettorf ja ganz wichtig. Und Schießen ist ein echter Sport, weil er viel Konzentration und eine gute Hand-Augen-Koordination erfordert“, erklärt Schöpe. Er ist überzeugt: „Unser Verein hat etwas zu bieten.“

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