zur Navigation springen

Weg frei für die Dachsanierung : Geldsegen für die Kreuzkirche

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Stiftung Denkmalschutz und Glücksspirale bezuschussen die Sanierung der Fleckebyer Kreuzkirche mit 20 000 Euro

von
erstellt am 18.Sep.2015 | 06:02 Uhr

Mit dem Kirchensiegel und ihrer Unterschrift unter den Vertrag nahm Pastorin Susanna Kschamer gestern den Fördervertrag über 20  000 Euro für die Fleckebyer Kreuzkirche von der Stiftung Denkmalschutz und der Lotterie Glücksspirale entgegen. Der Ortskurator der Stiftung, Winfried Rusch, und Friederike Fischer vom Nordwestlotto überreichten anschließend den symbolischen Scheck an die Pastorin und Susanne Rucks vom Kirchenvorstand. „Die Kreuzkirche ist eines der über 160 Projekte, die die private Denkmalschutzstiftung dank Spenden, Nachlässen und Mittel der Glücksspirale allein in Schleswig-Holstein fördern konnte“, sagte Rusch.

Den Kontakt zur Stiftung hatte Dr. Günter Cramer hergestellt. Dem 91 Jahre alten Fleckebyer liegt die Kirche sehr am Herzen und hat so die Förderung mitangeschoben.

„Das Dach ist 50 Jahre alt, eigentlich hätte es länger halten sollen“, sagte Ernst Settler, stellvertretender Vorsitzender des Fördervereins. Doch schon seit längerem ist dringender Handlungsbedarf erforderlich. „Das Dach ist undicht“, sagte Susanne Kschamer. Über der Orgel, die auch erst für 12  000 Euro saniert wurde, hängt eine Folie, um Feuchtigkeit von dem edlen Instrument abzuhalten. Bei einigen Veranstaltungen in der Kirche mussten sogar Eimer aufgestellt werden, um das Wasser, das durch die undichten Stellen des Daches tropfte, aufzufangen.

Insgesamt rechnet die Kirchengemeinde mit einer Gesamtinvestition von rund 200  000 Euro. Noch in diesem Jahr soll das Schieferdach neu eingedeckt und gedämmt werden. Außerdem ist geplant, die alte Ölheizung auszubauen und eine moderne Erdgasheizung zu installieren. „Die alte Heizung ist über 20 Jahre alt, störungsanfällig und ein Energiefresser. Die Heizkosten sind hier doppelt so hoch wie in der Koseler Kirche“, betonte Sabine Rucks. Außerdem soll es Ausbesserungsarbeiten an der Fassade geben. Die Finanzierung dieses Bauabschnittes sei durch kircheninterne Fördermittel sowie Spenden gesichert, berichtete Rucks. Bei der Kirchengemeinde verbleibe hier nur ein Anteil von rund 15  000 Euro. Weitere 10  000 Euro stammen aus einer Nachlass-Spende, 20  000 Euro von der Deutschen Stiftung Denkmalschutz, 18    000 Euro vom Förderverein der Kirchengemeinde Kosel und mit 140  000 Euro bezuschusst der Kirchenkreis Rendsburg-Eckernförde das Projekt. In der kommenden Woche wird die Kirche eingerüstet, die Dacharbeiten beginnen dann unmittelbar im Anschluss und werden sechs bis acht Wochen dauern. In dieser Zeit kann die Kirche weiter genutzt werden.

In 2016 sollen dann die Arbeiten im Innenbereich der Kirche ausgeführt werden, hier sind Arbeiten an der Elektrik und der Dämmung der Heizkörpernischen vorgesehen, die Optimierung der Beleuchtung und ein neuer Innenanstrich. Für diesen zweiten Bauabschnitt sind Gesamtkosten in Höhe von knapp 70  000 Euro erforderlich. „Dafür haben wir bislang bei zwei Stiftungen Fördermittel beantragt, die aber noch nicht verbindlich zugesagt worden sind“, berichtete Sabine Rucks gestern. Man gehe aber davon aus, dass die Kirchengemeinde aus eigener Kraft in diesen Bauabschnitt noch rund 50  000 Euro selbst einbringen müsse. Rucks: „Das würde dann die vorhandenen Reserven weitestgehend aufbrauchen. Insofern sind für diesen Bauabschnitt noch Spenden in Geld, aber auch in Muskelkraft willkommen.“

Unterstützung hat bereits der Fleckebyer Frauenchor zugesagt. Dieser lädt am 26. September um 15 Uhr zu einem Benefizkonzert in die Louisenlunder Kulturhalle ein. An diesem Konzert werden verschiedene Chöre aus der Region singen, der Erlös kommt der Renovierung der Kreuzkirche in Fleckeby zugute.

„Wir freuen uns, dass nach der umfangreichen Renovierung des Pastorats in Kosel nunmehr ein großes Projekt in Fleckeby in Angriff genommen werden kann“, sagte Pastorin Susanna Kschamer.

 

>Spendenkonto der Kirchengemeinde Kosel: DE23 2105 0170 1000 2413 39 bei der Fördesparkasse, Stichwort „Kreuzkirche“





Karte
zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen