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Eckernförder Zeitung

24. August 2017 | 01:49 Uhr

Geldbuße für Randale an der Tür

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Gericht verurteilt 23-jährigen Hamburger

Im Amtsgericht Eckernförde konnte nach dreißigminütiger Verspätung um 11.30 Uhr des Verfahren gegen einen 23-jährigen Hamburger eröffnet werden. Dem Angeklagten wurde vorgeworfen, sich der Sachbeschädigung schuldig gemacht zu haben. Laut Staatsanwaltschaft hatte der Angeklagte in der Nacht vom 9. auf den 10. Februar 2014 gemeinsam mit seinem Bruder an der Tür eines Hauses im Kappelweg in Altenholz randaliert und diese erheblich beschädigt, nachdem die beiden Männer durch die Eigentümer des Hauses verwiesen worden waren. Der Bruder des Angeklagten war der Ladung des Gerichts gestern nicht gefolgt.

Der Angeklagte hatte sich mit seinem Verteidiger darauf verständigt, Angaben zur Sache machen zu wollen und schilderte im Verhandlungsverlauf des Geschehen detailliert aus seiner Sicht. Inmitten eines komplizierten Gefüges aus familiären Verpflichtungen und Streitigkeiten sei der junge Mann unfreiwillig in die Eskalation verwickelt worden. Als sein Bruder am Abend in hitziger Gemütsverfassung nach Altenholz zu seiner damaligen Freundin aufbrach, habe der Angeklagte ein ungutes Gefühl gehabt und folgte ihm daraufhin. In Altenholz angekommen, brach sein Bruder laut Schilderung des Angeklagten durch ein offenes Fenster in die Wohnung seiner Freundin und ihrer Familie ein. Diese habe ihn augenblicklich des Hauses verwiesen. Aus Wut darüber, habe er an der Eingangstür randaliert und aufgeregt nach seinem Bruder gerufen. Dieser konnte ihn jedoch nicht mehr daran hindern, die Tür zu zerstören. Er hätte ihn aber noch mit aller Kraft, von weiteren Straftaten abhalten können. Insofern seien auch seine Finger- und Fußabdrücke überall an der Tür zu finden gewesen. Um das zu verdeutlichen, haben der Angeklagte und sein Anwalt dem Gericht gezeigt, wie das Handgemenge der beiden Brüder ablief.

Auf Nachfrage des Richters, warum er diese Aussage nicht bereits in der Tatnacht auf dem Polizeirevier gemacht habe, antwortete der werdende Vater, er sei zum Zeitpunkt des Geschehens alkoholisiert und verängstigt gewesen, doch nun wolle er die Dinge unbedingt ins richtige Licht rücken. Da keine weiteren Zeugen zur Verhandlung erschienen waren, konnten sich Staatsanwaltschaft und Richter bei ihrer Urteilsfindung nur an der Aussage des Angeklagten orientieren.

Letztendlich verhängte das Gericht nach kurzer Beratung eine Geldbuße von 300 Euro, die in monatlichen Raten von jeweils 50 Euro an den Verein Resozialisierung Rendsburg-Eckernförde gezahlt werden soll. Der Angeklagte und sein Verteidiger stimmten dem Urteil umgehend zu.

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erstellt am 26.Aug.2014 | 06:12 Uhr

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