Millionenschwere Investition : Geld für die Jugendherberge

Der 1. Vorsitzende des DJH- Kreisverbands Rendsburg-Eckernförde, Carsten Bauer (Osterrönfeld, links) gratuliert Uwe Schumacher (Eckernförde) zur Wahl des 2. Vorsitzenden.
1 von 2
Der 1. Vorsitzende des DJH- Kreisverbands Rendsburg-Eckernförde, Carsten Bauer (Osterrönfeld, links) gratuliert Uwe Schumacher (Eckernförde) zur Wahl des 2. Vorsitzenden.

Jahresversammlung des Jugendherberg-Kreisverbands Rendsburg-Eckernförde

shz.de von
02. Mai 2015, 06:19 Uhr

Der Kreisverband Rendsburg-Eckernförde des Deutschen Jugendherbergsverbands (DJH) hat bei seiner Sitzung am Mittwochabend in Eckernförde eine millionenschwere Investition in die Jugendherberge Eckernförde in Aussicht gestellt. Heiko Pannek, Mitglied des DJH-Hauptverbands, stellvertretender Vorsitzender des Landesverbands Nordmark sowie Vorstandsmitglied des Kreisverbands, gab bekannt, dass sich die Jugendherberge Eckernförde zusammen mit Wittdün auf Amrum und Lübeck-Burgtor an der Spitze der geplanten Zuschüsse für dringend notwendige Renovierungsarbeiten in Höhe von etwa einer Million Euro befindet.

Angedacht sind der Umbau des Nordflügels am Haupthaus, des Buffetraums zwischen Küche und Hauptspeisesaal, die Schaffung eines direkten Zugangs zum Gartenhof und die Renovierung des Leiterzimmers im Obergeschoss. Die Duschen sollen im Rahmen energetischer Maßnahmen aus dem Keller verschwinden und auf den Zimmern oder in Zimmernähe installiert werden, um anschließend im Keller Mehrzweckräume entstehen zu lassen.

Carsten Bauer, der 1. Vorsitzende des DJH-Kreisverbands, bedankte sich bei den Eckernförder Herbergseltern Monika und Holger Lüthi. Sie waren federführend für die gelungene 100-Jahr-Feier des DJH-Landesverbands Nordmark, dem neben Schleswig-Holstein auch Hamburg und das nördliche Niedersachsen angehören, verantwortlich. Unter dem Motto „Klingende Jugendherberge“ gab es durch die Musikgruppe aus Vechta Musik in allen Sälen. 170 Teilnehmer – darunter Landes-, Kreis- und Lokalpolitiker – waren dabei. „Es war sehr beeindruckend, was Lüthis und das Team mit tollem Service auf die Beine gestellt haben“, so Bauer.

Im ersten Jahr nach seiner Wahl kam es zunächst zwecks Orientierung zum Treffen mit den Kreisvorsitzenden in Nord-Niedersachsen. Eine von Heiko Pannek (Barkelsby) initiierte Info-Fahrt gemeinsam mit dem Ortsverband Lübeck nach Waren (Mecklenburg-Vorpommern) sorgte für eine erste Annäherung der beiden Landesverbände mit dem mittelfristigen Ziel, einen gemeinsamen Verband „Rund um die Ostsee“ in Angriff zu nehmen, um eine größere wirtschaftliche Effizienz zu erreichen.

Beeindruckt von diesem Blick über den Tellerrand setzte Carsten Bauer die Erfolgsbilanz fort mit immer größer werdenden Übernachtungszahlen: Die beiden Kreis-Jugendherbergen Eckernförde und Westensee verbesserten ihre Zahlen von 21  930 auf 22  930 in Eckernförde bei einer Bettenkapazität von 164, sowie von 13  100 auf 13  400 in Westensee (138 Betten).

Auch das Thema Olympiabewerbung spielt – zunächst am Rande – eine Rolle, da Schilksee vor der Tür liegt. Doch müsse erst einmal das im November geplante Bürgerbegehren abgewartet werden. „Wenn das negativ ausfällt, wird es hier oben für lange Zeit kein Olympia mehr geben“, so Carsten Bauer, der gleichzeitig aber zuversichtlich ist, dass es klappen wird.

Holger Lüthi erläuterte einen neuen Trend: Vermehrt sind Gäste aus Hamburger Tagesstätten zu verzeichnen – von den 2200 Gästen annähernd die Hälfte.

Für den bislang vakanten Posten des 2. Vorsitzenden konnte Uwe Schumacher (Eckernförde) gewonnen werden, zum Beisitzer wurde Gerd Wiborg (Fockbek) gewählt.

zur Startseite
Karte

Kommentare

Leserkommentare anzeigen