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Eckernförder Zeitung

24. Juli 2017 | 02:42 Uhr

Geheimnis für gesundes Altern

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Viele Wege helfen, auch im hohen Alter körperlich fit zu sein / Vortrag von Diplom-Psychologin Jutta Gerber im SBDZ

Als vor einigen Jahren eine weit über 100-jährige Frau anlässlich ihres Geburtstages von einem Reporter gefragt wurde, wie man so alt wird, antwortete sie verschmitzt lächelnd: „Nicht sterben!“ Humor hatte die alte Dame – nicht ganz unwichtig für gesundes Altern, wie kürzlich ein Vortrag der Kieler Diplom-Psychologin Jutta Gerber in der Begegnungsstätte des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) in Altenholz zeigen sollte.

Organisiert hatte den Informationsabend Ulrike Wüstenberg, Leiterin des Sozialen Beratungs- und Dienstleistungszentrums, einer gemeinsamen Einrichtung des DRK, der Gemeinde Altenholz sowie den evangelischen und katholischen Kirchengemeinden. Unter dem Motto „Aktives und gesundes Altern – Prävention für den Erhalt von Mobilität und Unabhängigkeit“ erläuterte Jutta Gerber in ihren lockeren Ausführungen vor zahlreichen Bürgern, überwiegend im Seniorenalter, wie man selbst dazu beitragen kann, gesund und fit zu bleiben.

Angesichts der Prognose, dass im Jahr 2050 ein Drittel der Menschheit 65 Jahre und älter sein wird und sich die Zahl der Hochbetagten, also der über 80-Jährigen, mit über vier Millionen Menschen mehr als verdoppeln wird, hat sich auch die Weltgesundheitsorganisation (WHO) das gesunde Altern für dieses Jahrhundert als ein Hauptziel gesetzt.

Und für sich selbst kann jeder etwas dazu beitragen, im Alter gesund, fit und mobil zu bleiben sowie selbstbestimmt zu leben. Es komme dabei neben den bekannten Faktoren – gesunde und ausgewogene Ernährung, ausreichende Flüssigkeitszufuhr oder auch Sport und einfache Alltagsbewegungen wie Spazierengehen, Treppensteigen, Tragen und Bücken – auch auf psychische Faktoren an. Unheimlich wichtig sei es beispielsweise, soziale Kontakte zu pflegen oder auch neue Kontakte aufzubauen, um einer Vereinsamung zu entgehen, die letztendlich in eine Depression münden kann.

Hobbys oder auch ehrenamtliches Engagement können hier zur Vermeidung beitragen. „Auf Ehrenamts–Messen, wie sie mittlerweile fast überall stattfinden, gibt es ein schier unglaubliches Angebot, bei dem eigentlich für jeden etwas dabei sein sollte. Man muss sich nur informieren“, so Gerber, die Beispiele von Senioren aufzeigte, die erfolgreich ehrenamtlich tätig wurden.

Gerber machte den Zusammenhang zwischen körperlichen und geistigen Faktoren beim Prozess des Alterns, einem Prozess steter Veränderungen, deutlich. Optimismus und eine positive Lebenseinstellung gehören demnach genauso dazu wie Bewegung und gesunde Ernährung. Denn dass die Psyche einen erheblichen Einfluss auf die körperliche Gesundheit hat, belegen wissenschaftliche Studien. Ebenfalls durch wissenschaftliche Studien belegt: Auch der eingangs erwähnte Humor wirkt sich positiv auf die Gesundheit aus. So entspricht ein 30 Sekunden langes Lachen etwa einem dreiminütigen Cardio-Training. Das Rezept zum gesunden Altern ist also gar nicht so schwer: Körperlich, geistig und sozial aktiv bleiben, positiv denken, gesundheitsbewusst leben, das Alter auch als Chance sehen sowie Dinge, die man nicht ändern kann, gelassen hinnehmen. Und kleine Tipps, wie jeder selbst in bestimmten Bereichen etwas für sich positiv verändern kann, nahmen die Teilnehmer auch noch mit nach Hause.

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