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3. Handball-Liga : Geglückte Aufholjagd dank Peters und Sievert

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

shz.de von
erstellt am 27.Okt.2014 | 06:00 Uhr

Das wäre fast ins Auge gegangen: Es fehlte nicht viel und die Handballerinnen des TSV Owschlag hätten dem sieglosen Tabellenletzten der 3. Liga Nord, den Sportfreunden Niedersachsen (SFN) Vechta, den ersten doppelten Punktgewinn der Saison geschenkt. Letztendlich steigerten sich die Gäste nach schwacher Anfangsphase aber doch noch und fuhren den erwarteten 27:25 (13:16)-Auswärtssieg ein. Kurz vor der Pause lag der TSV schon mit 10:16 zurück. „Die Mannschaft hat ein verloren geglaubtes Spiel umgebogen. Davor habe ich großen Respekt“, lobt Trainer Rainer Peetz. Er selbst hatte die Punkte vor dem Halbzeitpfiff schon abgeschrieben.

Sein Pessimismus gründete sich vor allem auf dem Auftreten seiner Spielerinnen: kopflos und uninspiriert. 25 Minuten brauchten die Gäste, um sich an die Abwesenheit von Greta Stolley zu gewöhnen. Der Teamkapitän war mit einer hartnäckigen Grippe gar nicht erst mitgefahren. „Ohne Greta fehlte uns im Angriff der Kopf“, sagt Peetz. Die Alternativen wollten zunächst nicht greifen.

In der Abwehr setzte der Coach früh auf Sophie Fasold im Tor. Die junge Keeperin durfte Mitte der ersten Hälfte für Mareike Witt zwischen die Pfosten und machte ihre Sache gut. Gemeinsam mit Nina Lyke und Svenja Zadow gab sie der Defensive Stabilität.

Schritt für Schritt kämpfte sich der TSV zurück in die Partie, Franziska Peters gelang in der 37. Minute der 18:18-Ausgleich. Jill Sievert erhöhte wenige Minuten später auf 21:18. Ohnehin war die Owschlager Aufholjagd hauptsächlich dem wurfgewaltigen Duo zu verdanken. Peters und Sievert gelangen zusammen 17 Tore, mehr als die Hälfte aller TSV-Treffer. Der Bann schien gebrochen, dennoch ließ sich Vechta nicht abschütteln. Bis in die Schlussphase blieb die Begegnung spannend. Die Gastgeberinnen gingen beim 25:24 wieder in Führung. Jetzt war Coolness gefragt. Schlussendlich hatte der erfahrene Drittligist die besseren Nerven. 30 Sekunden vor dem Abpfiff war es ein Geistesblitz von Franziska Peters, der das Spiel entschied. Die Halblinke schraubte sich aus der Kreuzbewegung in die Luft, behielt die Übersicht und legte den Ball vorbei am Dreierblock auf die völlig blankstehende Anita Ewert. Die Kreisläuferin traf zum entscheidenden 27:25 in die Maschen. Peetz: „Gut, dass wir jetzt ein kleines Polster auf die Abstiegszone haben.“


TSV Owschlag: Fasold, Witt, Wichelmann – Ewert (5), Trceziok (1), Sievert (7/1), K. Rohwer (1), Lyke, Herklotz, Zadow (1), Peters (10/2), Hofstetter (2).


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