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3. Handball-Liga : Gefühlter Schlag in die Magengrube

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

In der 3. Handball-Liga Nord der Frauen unterlag der TSV Owschlag dem SV Henstedt-Ulzburg erst in letzter Sekunde.

shz.de von
erstellt am 22.Sep.2014 | 06:00 Uhr

Henstedt-Ulzburg | Es war das erwartet schwere Auswärtsspiel in der 3. Handball-Liga Nord und es ging auch prompt – nicht ganz so erwartungsgemäß – in die Hose. Ohne Punkte im Gepäck mussten die Frauen des TSV Owschlag enttäuscht die Heimreise aus Henstedt-Ulzburg antreten. Die „Frogs Ladies“, wie der Verein seine 1. Frauen nennt, rangen den TSV in einem kampfbetonten Spiel mit 22:21 (12:12) nieder. „Viele Kleinigkeiten haben die Partie entschieden. Für uns fühlt sich die Niederlage wie ein Schlag in die Magengrube an. Wir hatten uns hier mehr ausgerechnet“, sagt Owschlags Coach Rainer Peetz unmittelbar nach dem Abpfiff.

In kämpferischer Hinsicht machte er seinem Team ein großes Kompliment: „Wir haben immer an uns geglaubt. Der Kampfgeist hat gestimmt.“ Spielerisch war es dagegen nicht das Gelbe vom Ei. Schon die Voraussetzungen vor dem Anpfiff waren schwierig: Franziska Peters (Schulterprobleme) konnte nicht mitspielen, Greta Stolley war anzumerken, dass sie nicht im Vollbesitz ihrer Kräfte in die Partie ging. Die Spielmacherin, die zwei Wochen lang berufsbedingt und wegen Krankheit nicht vernünftig trainieren konnte, ist beim TSV schwer zu ersetzen.

Viel Verantwortung lastete daher auf den jungen Schultern von Jill Sievert, die in der ersten Halbzeit überdrehte. Die Halbrechte wollte nach Peetz‘ Angaben zu viel. Hinzu kam, dass die Schiedsrichter Sievert auf dem Kieker hatten. „Jill wurden ständig Schritte abgepfiffen. Diese manchmal fragwürdigen Pfiffe haben zur Verunsicherung der gesamten Mannschaft beigetragen“, berichtet Peetz.

Nach dem Wechsel lief es bei Sievert und ihren Teamkameradinnen besser. Beim Stand von 20:18 sah es so aus, als ob der TSV auf die Siegerstraße eingebogen wäre. Im Zusammenspiel mit der Deckung trug Torfrau Sophie Fasold maßgeblich zur Führung bei.

In der hektischen Schlussphase versagten den Gästen jedoch zu oft die Nerven vor dem gegnerischen Kasten. Peetz: „Wir haben mit unseren schlechten Abschlüssen Henstedt-Ulzburg wieder auferstehen lassen. Sie waren eigentlich schon platt.“ Mit dem Schlusspfiff kassierte der TSV dann noch einen Siebenmeter-Pfiff gegen sich. Laura Neu sorgte für den viel umjubelten Siegtreffer für den SVHU.

TSV Owschlag: Fasold (1.- 60.), Witt – Ewert (3), Stolley (3/1), Trceziok (3), Sievert (5), H. Meenke, K. Rohwer (2), H. Rohwer (2), Lyke (1), Hofstetter, Herklotz (2), Stachowski.



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