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Übung : Gefahrgut-Einsatz an der Schlei – 130 Feuerwehrleute proben den Ernstfall

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Rund 130 Einsatzkräfte von Feuerwehr, THW und DRK übten einen Gefahrgut-Einsatz an der Schlei bei Sieseby. Amtswehrführer Uwe Wichert und seine Stellvertreter Jens Reinhold und Siegfried Brien hatten die Übung konzipiert und waren mit dem Ergebnis zufrieden.

Einen Tankanhänger mit 13-prozentiger Lauge hatte kürzlich ein Landwirt in einer scharfen Kurve in Schlei-Nähe bei Sieseby verloren – der Tank war Leck geschlagen und die Lauge drohte in die Schlei zu laufen. Glücklicherweise war es nur ein Übungsszenario, das sich Amtswehrführer Uwe Wichert und seine Stellvertreter Jens Reinhold und Siegfried Brien für Feuerwehr und Technisches Hilfswerk ausgedacht hatten.

Knapp 130 Einsatzkräfte der Feuerwehren aus Sieseby, Damp, Waabs, Söby-Holzdorf, Zimmert und Rieseby sowie des THW und des DRK aus Eckernförde waren zum Gefahrgut-Einsatz alarmiert worden. „Übungen dieser Größenordnung finden einmal im Jahr auf Amtsebene statt“, erklärte Wichert. Dabei werden die Wehren auf eine besondere Probe gestellt, denn es müssen auch Tätigkeiten erfüllt werden, die nicht alltäglich sind, wie das Setzen einer Wasserwand oder die Beleuchtung am Schleiufer. „Das Wichtigste ist immer die koordinierte Teamarbeit“, weiß Jens Reinhold, der die Einsatzplanung vor der Übung idealtypisch durchgespielt hatte. Der zuständige Einsatzleiter muss schnell überlegen und entscheiden. „Das erfordert eine gute Ausbildung, viel Nervenstärke und Durchsetzungsvermögen“, erklärte Brien. Fehler könne man sich in Gefahrensituationen nicht erlauben.

Absperren, beleuchten, Wasserwand aufbauen, abpumpen, sichern und bergen – die vielen einzelnen und unabdingbaren Arbeitsschritte in wenigen Minuten in ein Einsatz-Konzept zu bringen und dies als Team umzusetzen – darin bestand an diesem Abend die große Herausforderung.

In Windeseile war der erste Trupp in Chemie-Schutz-Anzügen bereit, die Lage zu sondieren und auf den Erkenntnissen aufbauend alles weitere in die Wege zu leiten. Wichert war nach dem Einsatz höchst zufrieden: „Das war eine ganz hervorragende Leistung aller Feuerwehrleute!“, freute er sich über die gelungene Übung, die nicht nur das Können und die Einsatzbereitschaft, sondern auch die große Übersicht und die Teamfähigkeit jedes einzelnen Kameraden dokumentierte.

Auch das THW sei gut eingebunden worden. Amtswehrführer Wichert jedenfalls hatte keinen Grund zu Beanstandungen. Kleinigkeiten könnten besser gehen, aber dafür seien Übungen da, denn wenn man den Ernstfall nicht probt, erlebe man auch die möglichen Probleme nicht. Nach rund zweieinhalb Stunden war die Übung beendet.

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erstellt am 26.Okt.2013 | 06:00 Uhr

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