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Radweg in Gettorf : Gefährlicher Schulweg Süderstraße

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Dem Bauausschuss wurde ein Konzept für den Radweg in der Süderstraße vorgestellt.

1127 Schüler besuchen die Isarnwohld-Schule in Gettorf. Viele von ihnen kommen mit dem Fahrrad und benutzen den kombinierten Fuß-/Radweg entlang der Süderstraße. Besonders am Morgen ist diese stark befahren und längst nicht jeder hält sich an Tempo 30. Berufstätige und Schüler haben es gleichermaßen eilig. Ein gefährlicher Schulweg schon in der hellen Jahreszeit, zumal der kombinierte Fahrradweg in seiner Breite stark variiert. Abgesehen davon, dass sich Radfahrer und Fußgänger den Weg teilen müssen. Noch gefährlicher ist der Weg in der dunklen Jahreszeit. Das letzte Stück müssen die Schüler die Straße benutzen.

Das Planungsbüro BCS stadt + region Lübeck wurde beauftragt die Situation zu analysieren und Lösungsvorschläge zu unterbreiten. Anika Slawski von BCS stellte in der Sitzung des Bauausschusses am Montag ihre Analysen und aktuelle Planungsideen vor. So wurden im Norden der Süderstraße an Wochentagen mehr als 4800 Pkw gezählt. Dazu kommen Lkw, Busse und landwirtschaftliche Fahrzeuge. Es fehlen Querungshilfen und die Pkw sind viel zu schnell unterwegs. Ein Anwohner der Süderstraße sprach in der Sitzung davon, dass Autos zum Teil mit 60 bis 70 Stundenkilometern auch im Wohngebiet unterwegs sind. Drei Lösungsvorschläge unterbreitete das Büro BCS:

> Markierung und Umbau: Neben dem kombinierten Geh- und Fahrradweg zusätzlich markierte Radwege auf der Straße einrichten. So kommen die schneller fahrenden Radfahrer weder mit den Fußgängern noch mit den Autofahrern in Konflikt. Diese Variante würde etwa 1,2 Millionen Euro kosten, zwei Drittel davon die neue Asphaltdecke.
> Begegnungszone: Eine fast ebene Fläche wird hergestellt und kleine Mulden markieren die Bereiche für Fußgänger, Radfahrer und motorisierten Verkehr. Die Querungen würden bei dieser Variante unterschiedlich gepflastert werden. Die Gesamtkosten dieser Variante würden sich auf 2,6 Millionen Euro belaufen.
> Paralleles Netz an Rad-Schnellwegen: Bei dieser Variante würden bestehende Radwege abseits der Süderstraße ausgebaut. Die Gesamtkosten würden sich auf etwa 497  000 Euro belaufen, davon 250  000 Euro für den Ausbau der Beleuchtung. Dazu kämen 105  000 Euro an Wartungskosten. Ausschussvorsitzender Marco Koch (CDU) bedankte sich für die detaillierte Analyse und die Vorschläge. Jetzt müssten die Fraktionen darüber beraten. Die dritte Variante schloss Koch aber aus: „Die Süderstraße ist einfach der kürzeste Weg. Parallele Radwege würden nicht benutzt, weil sie schon jetzt nicht benutzt werden.“ Er möchte die Verkehrsbehörde außerdem dazu bringen, mehr Querungen zu genehmigen. Meike Roggenkamp (Bündnis90/Die Grünen) pflichtete ihm bei: „Wir haben die Hoffnung, dass der Kreis etwas zugänglicher wird, jetzt, wo ein Neutraler das Konzept vorlegt.“ Das Problem ist, dass der Kreis zusätzliche Querungen nur dann genehmigt, wenn die Straße an der entsprechenden Stelle häufig überquert wird. Das unterbleibt ja aber gerade deshalb, weil es zu gefährlich ist. Ein Teufelskreis, so die Erkenntnis im Ausschuss.

Außerdem beschäftigte sich der Ausschuss mit nötigen Baumaßnahmen am Feuerwehrhaus. Im Ergebnis einer Begehung durch Vertreter der Feuerwehrunfallkasse, liegt jetzt eine Mängelliste auf dem Tisch. Viele Kleinigkeiten darunter, die inzwischen abgearbeitet sind. Bemängelt wurde allerdings auch die Beschichtung des Fußbodens. Sie zu erneuern kostet Geld. das im 2017er Haushalt nicht eingeplant ist. Darüber hinaus darf die im Einsatz benutzte Kleidung künftig nicht mehr im gleichen Raum aufbewahrt werden, indem auch die Fahrzeuge stehen. Sönke Jacobsen von der Amtsverwaltung: „Die Vorschriften sind in den letzten Jahren extrem geworden.“ Dieses Problem lässt sich nur durch einen Anbau lösen. Aber auch die Feuerwehr selber hat noch einen Wunsch. So wird Platz benötigt für ein weiteres Fahrzeug. Auch hier geht es nicht ohne Anbau. Schließlich soll die energetische Sanierung des Gebäudes erfolgen, insbesondere des Schulungsraumes, der auch von der Volkshochschule genutzt wird. 10  000 Euro Planungskosten sind im Haushalt für die Erweiterung des Feuerwehrhauses eingestellt. Ein Architekt soll in Kürze mit der Planung beauftragt werden.

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