Mittsommerfest : Gedanken zur „Marke Eckernförde“

Etwa 85 Gäste aus allen Bereichen des gesellschaftlichen Lebens waren zum zweiten Mittsommerfest des Getränkeunternehmens Behn in den Kadekerweg gekommen.
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Etwa 85 Gäste aus allen Bereichen des gesellschaftlichen Lebens waren zum zweiten Mittsommerfest des Getränkeunternehmens Behn in den Kadekerweg gekommen.

Rüdiger und Waldemar Behn haben beim Mittsommerfest ihres Getränkeunternehmens einen Gedankenaustausch zur Zukunft Eckernfördes angeregt.

shz.de von
23. Juni 2018, 06:35 Uhr

Eckernförde | „Wofür steht die Marke Eckernförde in zehn Jahren?“ Beim Mittsommerfest in ihren Firmenräumen wollten die Brüder Rüdiger und Waldemar Behn in fröhlicher Runde mit ihren Gästen feiern, aber auch ein paar Denkanstöße geben.

Etwa 85 geladene Gäste aus Politik, Wirtschaft, Kultur und gesellschaftlichem Leben waren der Einladung am längsten Tag des Jahres gefolgt. Mittsommer wird in skandinavischen Ländern seit langer Zeit gefeiert. Den Brauch griffen die Brüder Behn erstmals im vergangenen Jahr zur 125-Jahr-Feier des Getränkeunternehmens auf. Das kam bei den Gästen gut an, so dass es am Donnerstagabend eine Wiederholung gab.

Hafenspitzenbebauung, Küstentourismus, Hotelkapazitäten und Baulücken: „Wie viel Schachtelarchitektur erträgt die Marke Eckernförde?“, fragte Rüdiger Behn. Er sprach Touristik-Chef Stefan Borgmann ein großes Lob für seine Arbeit aus. Die Ergebnisse hätten die Marke Eckernförde stark aufgewertet. „Aber es scheint nun der Zeitpunkt erreicht zu sein, an dem wir uns alle austauschen müssen, für welche Werte die Marke Eckernförde in zehn Jahren stehen soll. Ein Forum dafür ist heute Abend gegeben.“ Die Anfänge zur Weiterentwicklung der Marke seien schon angestoßen worden. Die Herausforderung sei es, Nachhaltigkeit zu erreichen. Diese bestehe immer aus den drei Komponenten „ökologisch“, „sozial“ und „ökonomisch“.

Waldemar Behn sprach die derzeitige Verkehrssituation rund um Eckernförde an. „Manchmal ist es unerträglich, was in dieser Stadt und rundherum passiert.“ Zurzeit seien es die vielen Straßenbaustellen, „wo die Umleitung schon wieder eine Umleitung in der Umleitung hat“. Für Ortsunkundige seien die Umleitungsschilder keine Hilfe, sondern großer Unsinn.

Für das Unternehmen Behn koste die Verkehrslage richtig Geld: „Sie stört unsere Tourenplanung, unsere Lastwagen kommen oft nicht durch.“ Dabei sei ein Ende ja absehbar. „Viel schlimmer ist, dass Schleswig-Holstein auf absehbare Zeit vom Rest Deutschlands abgeschnitten ist. Verantwortlich dafür sind die Verkehrsentscheider Hamburgs, die aus dem ehemaligen Tor zur Welt den Propfen zur Welt gemacht haben.“ Der Stau vor dem Elbtunnel führe zu längeren Lieferzeiten und damit zu Verlusten und verzerrtem Wettbewerb. Hinzu komme, dass für alle Lastwagen auf Bundesstraßen ab dem 1. Juli Maut gezahlt werden müsse.

Mit diesen Gedanken wandten sich die Gäste den Gesprächen zu. Musikalische Untermalung gab es von der Hamburger Band „Funktries“.

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