Börse : Gebraucht und doch so gut wie neu

An großen Tischen stöberten die Besucher bei der Kinderkleider- und Spielzeugbörse in der Schleischule Rieseby. Das Orgateam (kleines Foto) um Meike Tiedje (v.l.), Anne Wolter, Bettina Gäde und Jaqueline Schiller hatte alles vorbereitet.
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An großen Tischen stöberten die Besucher bei der Kinderkleider- und Spielzeugbörse in der Schleischule Rieseby.

Rund 300 Besucher bei der 4. Kinderkleider- und Spielzeugbörse in der Schleischule Rieseby.

shz.de von
06. März 2018, 06:08 Uhr

Rieseby | Buggys und Kinderwagen, Bücher, Spiele und natürlich Regenkleidung  – das waren die Verkaufsschlager bei der 4. Kinderkleider- und Spielzeugbörse in der Schleischule. Meike Tiedje vom Organisationsteam klingt absolut begeistert von ihrer beliebten Veranstaltung, die am Sonnabend in eine neue Runde ging. Die eher widrigen Witterungsbedingungen hielten die Kunden nicht davon ab, den Weg nach Rieseby in Kauf zu nehmen.  Die Schleischule in Rieseby sowie der „Förderverein für Trauerarbeit in Schwansen“ können sich in diesem Jahr über eine schöne Summe freuen“, verriet die Organisatorin. Sie erhalten Spenden aus dem Verkaufserlös.

85 Teilnehmer konnten jeweils zwei Umzugskartons voller Kindermode bei Meike Tiedje und ihren rund 20 fleißigen Helferinnen 24 Stunden vor Börsenöffnung abgeben – natürlich bereits mit Preisetiketten versehen. „Wir sind bereits ein eingespieltes Team“, lobte sie ihre Mitstreiterinnen, die insgesamt über 170 Kartons vor dem großen Tag in den Räumlichkeiten der Schleischule ausgepackt,  gesichtet  und sortiert haben.

Besonders hob Meike Tiedje die Hilfe von Anne Wolter hervor, mit der sie neben der Kinderkleider-Börse auch die „erwachsene“ Version für Frauen organisiert. „Auf unseren guten Ruf weit über die Lokalgrenzen hinaus sind wir schon ein bisschen stolz“,  erzählte sie lachend und ergänzte, dass ihre Kunden, ob Verkäufer oder Einkäufer, schon von weit her anreisen. „Die abgelieferten Sachen sollten sauber, modisch aktuell und in einem einwandfreien Zustand sein,“ nannte Meike Tiedje die Kriterien für die Waren, die bei der Kleiderbörse angeboten werden können.  

Bereits um halb neun betraten 20 schwangere Kundinnen die nach Themen arrangierten Verkaufsräume, um sich in aller Ruhe und ohne Gedränge auf die Suche nach dem einen oder anderen Strampler, Mützchen oder Schlafsack zu machen. Um zehn Uhr folgten dann alle jene Besucherinnen, die schon unruhig vor der Tür gewartet hatten, um sich in das Shopping-Getümmel zu stürzen. Gut 300 Besucher kamen und wurden fündig.

Eine von ihnen war Heidemarie Gehrke aus Kochendorf. Sie war auf der Suche nach der ersten Babyausstattung für ihre Schwiegertochter, die im Mai ihr erstes Kind erwartet.  „Die Kinder wachsen so schnell aus der Kleidung heraus. Die Sachen, die ich hier gekauft habe, sehen aus wie neu. Warum sollte ich also neue Ware kaufen?“, fragte sich die Rentnerin. Marlene Sörensen war aus Gettorf angereist, um für ihren Sohn neue Gesellschaftsspiele zu finden.   
 

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