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Eckernförder Zeitung

18. Oktober 2017 | 09:53 Uhr

Gebäude fallen für die Nooröffnung

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Ratsversammlung bringt zweiten Bebauungsplan für die Nooröffnung auf den Weg. Das Bürger-Forum sieht die Entwicklung kritisch.

von
erstellt am 31.Mai.2017 | 06:18 Uhr

Eckernförde | Die ersten Wände der Liegenschaft Schulweg / Reeperbahn (ehemals Scheel) sind gefallen. Nachdem die Abrissarbeiter die Gebäude in den vergangenen Tagen entkernt haben, hat gestern der Abrissbagger ganze Arbeit geleistet. Die Arbeiten stehen im Zusammenhang mit dem Projekt Nooröffnung, das zwischen Schulweg, Reeperbahn und Noorstraße umgesetzt werden soll. Nach dem Ankauf von Grundstücken und dem Abriss von Gebäuden wird in einem weiteren Schritt eine etwa ein Hektar große Wasserfläche auf der Freifläche zwischen noor und Hafen ausgehoben. Anschließend werden an den Ufern in den folgenden Jahren rund 70 Wohnungen, Straßen und Wege angelegt und der Uferbereich neu gestaltet.

Die Ratsversammlung hat am Montagabend mit der Zustimmung zur Änderung des Flächennutzungsplans und des Bebauungsplans Nr. 62 „Reeperbahn-Noorstraße-Schulweg“, Teilbereich I, die entsprechenden planungsrechtlichen Schritte beschlossen. Bauausschussvorsitzender Thorsten Peuster (SSW) zeigte sich erfreut darüber, dass mit dem Beschluss und dem zeitgleichen Abriss der Gebäude nun auch die ersten „sichtbaren Veränderungen“ des Großprojekts wahrnehmbar seien. Frauke Piechatzek (SPD) wies auf die bereits fast vollständige Umsetzung des ersten B-Plans zur Nooröffnung mit der anstehenden Fertigstellung des Parkhauses an der Noorstraße hin. Positiv wertete sie in dem gesamten Verfahren die Einbindung der Öffentlichkeit.

Der Fraktionsvorsitzende des Bürger-Forums, Matthias Huber, übte Kritik und begründete die Ablehnung des B-Plans durch seine Fraktion. „Wir sind nicht einverstanden mit der Verschränkung der Reeperbahn und sehen auch nicht die Notwendigkeit ein.“ Der Einsatz von Steuergeldern für diesen Zweck sei „bedenklich“, so Huber. Der mit dieser Maßnahme verbundene Ausschluss der Zufahrtsmöglichkeit des Schwerlastverkehrs zum Hafen kritisierte Huber ebenfalls. Sollte man später einmal eine Zufahrt zum Hafen für große Fahrzeuge benötigen, müssten die alle durch den Jungfernstieg fahren – „nicht optimal“. Nicht einverstanden zeigt sich das Bürger-Forum auch mit der Vergabe der Hochbautätigkeiten an der Nooröffnung an einen Investor. „Wir hätten gerne verschiedene Familien als Investoren begrüßt, die sich ihre Häuser selbst gestalten können.“ Zudem beklagte Huber den Abzug der beiden Supermärkte Markant und Aldi, die man eigentlich an der Nooröffnung zur Nahversorgung der Bevölkerung in der Innenstadt halten wollte. „Jetzt sind beide weg, das ist nicht gut.“

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